About Hugo Heikenwaelder

Mein Gesamt-Werk umfaßt :
ca.300 Gemälde / Paintings
ca.200 Aquarelle / Watercolours
ca.1000 Zeichnungen / Drawings
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KONTAKT
Hugo Heikenwaelder
Tel.: +43 676 433 44 33
Email : heikenwaelder.aon.at
Ein kleiner Teil meines WERKES ist in diesem BLOG zu sehen.
Danke für Ihr Interesse und Ihren Besuch.

Salzburg

Citypic "SALZBURG" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Titel : "SALZBURG" - Hommage an diese schöne Stasdt.



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Obige SALZBURG-Zeichnung entstand im August 2022 aufgrund dessen, dass ich in meinem Bilder-Fundus untenstehendes SALZBURG-Aquarell fand, das ich vor 25 Jahren (1997) malte. Ich habe damals eine "antikisierende" Mal-Methode ausprobiert, und das Ergebnis fand ich damals wie heute sehr befriedigend.
Aber die Zeit vergeht, und die Leute wollen heute etwas "frischere Bilder", etwas heller und schärfer, damit sie besser zu den modernen Designer-Möbeln passen.
Mir persönlich fällt es schwer zu sagen, was "besser" ist, - es ist wohl wie immer eine Frage des Geschmacks.

Mädchen mit Schirm

Ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre.
Es war in Montreux in der Schweiz am Lac Léman so gegen 20 Uhr und es regnete in Strömen. Am Ortsende von Montreux, in Richtung Lausanne (25 km), sah ich sie : Sie war jung, hübsch, mit orangeroten Haaren, stand da im Regen und wollte mitgenommen werden. Natürlich blieb ich stehen, sie stieg ein in meinen R4, und schon waren wir unterwegs. Sie war ganz aufgelöst und erzählte mir, sie müsse ganz schnell und dringend zu ihrer Freundin (17 Jahre) nach Lausanne, denn diese sei vor wenigen Wochen auf einer Party gewesen, hätte rumgeknutscht und mehr, und seit einer halben Stunde wüßte sie, dass sie schwanger sei. Große Aufregung !
Also fuhr ich mit Fabienne, im Dauerregen zu Ihrer Freundin und als sie dann dort ausstieg, bat sie mich, doch mitzukommen, um gemeinsam ihre Freundin zu trösten, die in diesem Alter mit einem Baby völlig überfordert gewesen wäre, dazu noch von einem ihr bis dato unbekannten Erzeuger im etwa selben Alter, kurz vorm Abitur, - mit einem Wort : Großes Drama.
Also rein zu ihrer Freundin, die, allein zu Hause heulend in ihrem Zimmer saß, am ganzen Körper zitterte und sich dann sogleich in die Arme von Fabienne warf, um von ihr getröstet und beraten zu werden.
Nach einer Stunde hatte sich die junge Schwangere etwas beruhigt, und wir beschlossen in den Pub zu fahren, zu dem ich eigentlich unterwegs war, und das Schicksal zu begießen. Im Laufe des Abends kamen Fabienne, die Nicht-schwangere und ich uns näher und der herannahende Winter zwang uns dann, einander in den kalten Monaten aufzuwärmen, vorwiegend unter einer warmen Tuchent in ihrem Bett.
Nach 9 Monaten erblickte dann Jean-Michelle, der kleine Sohn ihrer Freundin das Licht der Welt. Man taufte ihn Jean nach seinem Gymnasiasten-Vater und Michelle nach der jungen Mama.
Am Ende des Schuljahres verließ ich Montreux und auch meine verliebte Fabienne fand sich bald einen Anderen.
Und die Zeichnung ist dem Augenblick gewidmet, als ich Fabienne im Scheinwerferlicht im strömenden Regen erblickte und unser gemeinsames Abenteuer begann. Es war eine schöne und unbeschwerte Zeit.
Man schrieb das Jahr 1973 und die Welt war noch in Ordnung.

GIRL with Gramophone

Eroticum "GIRL with Gramophone" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Meine liebe Freundin !

Titel : "GIRL with Gramophone"



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Am 13.Mai schriebst Du mir eine Email und betontest irgendwelche Aspekte der "erotischen Kunst aus weiblicher Sicht", die ich in mein Werk einfließen lassen müsse.
Daraufhin antwortete ich Dir damals ziemlich aufwändig Folgendes (gekürzt), ohne darauf bis heute eine Antwort zu bekommen :

Meine EMAIL vor 3 Monaten :

Leider, leider, meine liebe Freundin,, verstehe ich kein einziges Wort von dem, was Du mir gestern geschrieben hast : Wirklich GAR NICHTS !
Du schreibst in Deinen „Gedanken“ :
„Und wenn du weitere Erotica, die die Menschen packen, machen willst, dann mußt du aber unbedingt auch die weibliche Seite richtig darstellen. (Zugegeben ist das für einen Mann schwierig, weil er sich in den komischen dunklen Kontinent nicht wirklich eindenken kann...)“
Keine Ahnung, was Du damit meinst. Und dieses DU meint nicht Dich persönlich, sondern die FRAU an sich.
Da es bei uns beiden in hunderten Mails praktisch keinerlei Mißverständnisse gibt, so bitte ich Dich in Zusammenhang mit obigen Zeilen einfach um etwas KONKRETES.
„. . . die weibliche Seite richtig darstellen . . .“ – dazu fällt mir leider ÜBERHAUPT nichts ein, - WAS soll das sein ???
Ich fragte meine liebe Ehefrau, wie diese Sichtweise, die weibliche, in ihren Augen aussehen könnte, - und sie meinte : „Ein hübsches, angezogenes Mädchen liegt träumend und nichts-ahnend in einer Blumenwiese, - und wird aus der Ferne unbemerkt von einem attraktiven jungen Mann beobachtet.“
HÄ ? Klingt irgendwie nach sommerlichem Sonntags-Spaziergang mit Sonnenschirm und vielen Mohnblumen . . .
Aber vielleicht verstehst Du, dass ich, wenn meine Frau von Blumen-Paradiesen mit Mädchen-Staffage schwärmt, - (wohl ein nie befriedigter Prinzessinnen-Traum), - dass ich dann die KRISE kriege !
Und was aus Frauensicht erotisch sein soll : Keine Ahnung !
Mein zentrales Thema ist derzeit : „Schläfrige Schulmädchen beim Nichts-Tun“.
Nein, von Frauenkunst im Zusammenhang mir EROTICA habe ich keine Ahnung, und wenn Du es mir erklären willst, dann mußt Du schon KONKRET werden.
Denn meine Zeichen-Kunst ist sehr, sehr dinglich, und ich brauche auch eine absolut dingliche Anweisung, wenn ich die weibliche Sichtweise einnehmen soll.
Und um Dir das DINGLICHE in seiner brutalen Direktheit zu erklären, gebe ich Dir eine VORSCHAU auf mein nächstes Bild :
Es ist wie ein KOCHBUCH.
Man nehme : 1 Couch, 1 Beistell-Tischchen, 1 Fenster, 2 Vorhänge, 1 Türe, 1 Perserteppich, 1 Parkett-Boden, 1 Lampe, 1 Indoor-Säule, 1 Paar Schuhe, 1 Banane, 1 Grammophon, 1 Vase mit Blume, 4 Parfum-Fläschchen, - und in der Mitte des Ganzen dann das ultimative Lolita-Girl ! Und diese Ingredienzien sind in einer schlüssigen Komposition so anzuordnen, dass all das Beiwerk, das zentrale Thema des gelangweilten Girlys unterstützt, - denn Girly mit nichts drumherum ist nur luftleerer Raum.
Also ich bitte Dich : Schick mir ein "weibliches Rezept", - mein "männliches" kennst Du jetzt.
Titel des Werkes: "Schulmädchen mit Grammophon".
Wie ich jetzt in diese "Anordnung" etwas Feminines hineinbringen könnte ? Wie bereits gesagt : Keine Ahnung !
Du siehst, - ich bin wieder mal verloren, mache die Dinge, wie ich sie halt mache, - ohne viel nachzudenken, eher spontan und intuitiv gesteuert. Das Einzige, was ich weiß : Ich kann es gar nicht falsch machen. Mein unbewußtes Korrektiv, seit vielen Jahrzehnten trainiert, schlägt SOFORT Alarm, wenn irgendetwas "nicht stimmt". Man kann es Talent nennen, oder Begabung, oder Gnade, - es ist auf jeden Fall mehr als nur ERFAHRUNG, - und mit ÜBUNG hat es schon gar nichts zu tun.
Ich kenne keine weiblichen Ingredienzien ! Vielleicht mehr SCHUHE ? Oder mehr VASEN mit BLUMENSTRÄUßEN ? Oder doch eine KAVALIER mit HANDKUSS ?
Bitte sag mir, was Sache ist, sonst kann ich nicht weiter vordringen in Deinen von Dir erwähnten "dunklen Kontinent".
Sorry, liebste Freundin, - glaubst Du tatsächlich, dass es dieses "weibliche Afrika" wirklich gibt ? Ich glaube, es ist eher eine Einbildung.
Bussi - Hugo
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Meine liebe Freundin, nein ich entlasse Dich nicht aus der nicht-gegebenen Antwort, was Deine Ansage über "erotische Kunst aus weiblicher Sicht" betrifft, und heute schon GAR NICHT, (TATÜ-TATA), denn ich habe endlich NACH 3 MONATEN, das "GIRL with Gramophone" vollendet, das ich Dir damals, samt "REZEPT" angekündigt habe.
Meine INGREDIENZIEN habe ich Dir geschrieben, auf die DEINEN warte ich seit 3 Monaten !
(Noch heute weiß ich, wie man einen perfekten SALAT macht, damals, nach Deinem REZEPT ).
Meine teuerste Freundin, Du weißt, ich schätze Dich sehr, aber ich muss Dich, (schon der Unterhaltung wegen), etwas in die Enge treiben, und darauf bestehen, dass Du mir Deinen mysteriösen Erotik-Kontinent der Frau dinglich erklärst, (so wie den SALAT !), also nichts Theoretisches, sondern was Konkretes, welche Gegenstände, welcher Blickwinkel, etc.
Du weißt ja, unterschiedliche Standpunkte beleben das Gespräch, - und ich will's nun mal wissen, - und so genau wie möglich.
Also, meine liebe Freundin, hier geht's zu meinem neuen WERK : (Unerträglich viel Arbeit)
Zuerst 1 Monat herumgewerkt, dann 2 Monate pausiert, und jetzt diese Woche finalisiert.

Zum BILD "GIRL with Gramophone"
"GIRL with Gramophone"
Zum ALBUM „Erotica“
EROTICA-Album

Die Datei ist sehr groß, 46 MB (für den Druck, 60 cm x 50 cm), und es dauert etwas, bis das Google-Album das Bild hochlädt und scharf stellt. Um die Details zu sehen, mußt Du am Mouserad drehen zum Rein-Zoomen.

Mit der Komposition bin ich total happy : Im Vordergrund die runden weiblichen Formen (Beistell-Tischchen, Stehlampe, Couch, Grammophon), im Hintergrund das Eckige (Fenster, rote Tür, Wände), alles sehr ausgewogen, und von den Formen, Größen und Abständen stimmig.
Das Atmosphärische kommt einerseits natürlich durch das fein abgestufte Kolorit mit seinen bewußten Dissonanzen, (rosa, pink, violett, grün, rot, gold-gelb, orange > Haare, und die Unschuld wieder mal in weiß), andererseits all die Gegenstände, die ein bestimmtes Gefühl evozieren, frei nachempfunden von Proust's "Im Schatten junger Mädchenblüte", dem jugendlichen "dolce far niente", die nicht endende Ferienstimmung sommerlicher Nachmittage (Le Bleu du Ciel), - mit den ersten erotisch-sinnlichen Erfahrungen eines weiblichen Teenagers.
Und natürlich auch die Katze, - als Markenzeichen und Symbol der Privatheit.
(Darüber zu schreiben, entzückt mich, aber es zu malen, treibt mich zur Ekstase !)
Anyway, es ist vollbracht, ich bin glücklich, ist es doch die Inkarnaion meines Lieblings-Themas :
„Schläfrige Schulmädchen beim Nichts-Tun“.
Du bist die Allererste, die es sieht, und ich hoffe, ich kann Deinen Ansprüchen gerecht werden.
In diesem Sinne, - in ewiger ästhetischer Zuneigung, - Dein Künstler - Hugo Josef Pinselflink

"Girl with Gramophone" - Bild-Komposition

Meine liebe Freundin, da Du ja selbst zu den großen Architekten und Kompositeusen zählst, kannst Du ja problemlos meine Kompositions-Linien nachvollziehen, - siehe Bild im Anhang !

Das "Girl with Gramophone" ist für mich der Inbegriff einer perfekten Komposition, und ich werde Dir die Details jetzt erläutern, - und Du wirst auch verstehen, dass fast alle wirklich großen Maler Männer waren, in Bezug auf ihre absolut einzigartigen Kompositionen.

1. Die ganz rechte, rot-violette Kompositionslinie beginnt unten beim linken Schuh und führt dann über das Beistell-Tischchen, über die Stehlampe nach oben, wo sie dann in die Horizontale einbiegt und der rechten oberen Ecke von Tapete und Türe durch ihre Rundung die Härte nimmt, bevor sie sich dann geradlinig durch die Fläschchen-Reihe fortsetzt.

2. Die ganz linke, rot-violette Kompositionslinie beginnt in der Chaise-longue, macht dann eine schöne Biegung nach oben setzt sich in der Säule und im linken Vorhang fort und zieht sich dann über die Biegung der Orchidee von links in die horizontale Fläschchenreihe rein. Und der linke Vorhang nimmt der linken oberen Ecke seine Schärfe.

3. Im roten Linien-Stern erkennt man ganz deutlich das Bild-Zentrum, das genau zwischen den Augen des Mädchens liegt. Es führen mehrere Linien dorthin, - zuerst mal links die Tapetenkante, direkt zwischen die Augen, auch die schräge, seitliche Türlinie, die auch auf die Katze weist, und auch die Tür-Senkrechte zielt genau auf den Mädchenkopf. Auch der rechte, geschwungene Vorhang führtt mit seiner Kante direkt ins Zentrum. Aber auch die Rückenlinie des Girlys, beginnend in der rechten Socken-Spitze führt perfekt zum Bild-Zentrum, wie auch der dünne, weisse BH-Träger, und die zweite beim linken Knöchel beginnende Arm-Linie.

4. Einen schönen Bogen bildet auch die imaginäre Linie von Säule mit Vase zum Gramophon-Trichter mit dem Gesicht des Mädchens als Höhepunkt und dann abfallend zur Katze, was dem Ganzen ebenfalls eine aufstrebende Richtung gibt. In blau eingezeichnet.
Im Vordergrund habe ich die runden Elemente gruppiert : Säule (ovale Fläche mit Orchidee drauf), Grammophon-Trichter, Mädchenkopf, Mädchen-Popo, Stehlampe, - alles Dinge, die dem Weiblichen entsprechen, - und im Hintergrund die eckigen Elemente : Fenster, Türe, Wände, Fussboden, die das Männliche repräsentieren.
Wichtig ist, dass beide Elemente ausgewogen im Bild vorhanden sind, sonst entsteht ein Ungleichgewicht, sodass es entweder zu kitschig (rund) wird, oder zu eckig (rein architektonisch) wirkt.


5. Die Gegenstände sind eher zeitlos-antiquiert, bis auf die Stehlampe, die im Modern-Style gehalten ist und eine stilistische Dissonanz herstellt, aber ich habe diesen Harmoniebruch bewußt in Kauf genommen, weil ich den Lampen-Bogen brauchte, um die rechte obere Ecke zu entschärfen. Zuerst hatte ich dort KEINE Lampe, sondern ein Bild an der Wand, zuerst ein unpassendes eckiges, dann ein länglich ovales, das besser gepaßt hat, aber die Lampe nahm ich dann doch lieber, - erstens wegen des Licht-Effekts und zweitens wegen des kräftigen Gold-Tons und des farb-komplementären Lampen-Gestells (blau), das mehr Kontrapunkt in die rechte Bildhälfte bringt, als ein Bild-im-Bild. Der Perserteppich ist vielleicht der schwächste Teil des Bildes, aber erstens hatte ich schon keine Lust mehr die Sache zu verfeinern, und zweitens fiel mir auch dazu keine wirkliche Alternative mehr ein. Die Komposition hat mich echt "angestrengt" und irgendwann war's dann auch genug.

6. Wichtig ist auch, was ich NICHT gemacht habe : Zum Bsp. keine High-Heels oder exklusive Schuhe sondern ganz normale Treter für das Girly, auch war das Bild genug "angeräumt", sodass ich mir noch eine Schultasche oder ihr Kleidchen versagte. Es wird schnell zuviel mit den vielen Objekten, und ich wollte ja auch kein "Suchbild" erschaffen. EINEN Trick hab ich mir aber erlaubt : Ich habe mir das wahnsinnig aufwändige und zeitraubende Malen der Hände und Füße erspart, indem ich dem Girly einfach weiße Socken überzog, und die linke Hand im Schoß verbarg,- die rechte Hand blieb einfach unsichtbar hinter ihrem Körper versteckt. Das hätte dann nochmals 2 Tage gedauert und wäre womöglich schief gegangen, schließlich bin ich nicht REMBRANDT oder EGGER-LIENZ, sondern nur ein obsessiver Kleinmeister, dem nach 3 Wochen die Lust vergeht, - (ist das schon zu lang) !

7. Auch kaum sichtbare psychische Elemente hab ich eingebaut : Die perfekt angeordneten Parfum-Fläschen, die das Prinzip der ORDNUNG manifestieren einerseits, und optisch oben, - und die schlampig hingeknallten Schuhe, die das Prinzip UNORDNUNG repräsentieren, optisch unten, - und dazwischen, das ertappte Mädchen, (wie Du richtig geschrieben hast), dazwischen, zwischen Chaos und Ordnung, und im geistigen Bereich zwischen bravem Schulmädchen und sich ankündigender sexueller Erregung andererseits.

8. Das Schwierige an meinen EROTICA-Bild-Findungen ist die Balance zwischen gerade noch Tolerierbarem und Pornografischem. Klar ist : PORNO geht GAR NICHT, aber BANAL geht auch nicht. Natürlich muss ein eideutig erotisches Element vorhanden sein, sonst ist es ja kein EROTICUM. Andererseits verbietet es sich, primäre Geschlechts-Merkmale zu zeichnen, denn dann wirst Du gleich in eine Schublade gesteckt, und, das weißt Du ganz genau, - aus dieser Zuschreibung kommst Du NIE WIEDER raus. Und obwohl auf keinem einzigen meiner EROTICA auch nur IRGENDWAS zu sehen ist, hat mir mein Arzt und Kunstsammler-Freund sofort die Freundschaft gekündigt. Denn das, was ER sieht (bzw.seine Frau) existiert ausschließlich in seiner Vorstellungskraft und definitiv NICHT auf dem Papier.
Und dann noch diese vollkommene IDIOTIE, wenn ein Mensch einen Maler mit seinem Bild völlig identifiziert. Der glaubt wohl auch, wenn ein Schauspieler einen Serienmörder spielt, dass dieser im wirklichen Leben AUCH ein Serienmörder sei ! So ein SCHWACHSINN.

9. Malerei ist nicht nur Kunst, sondern immer auch Dekoration und Entertainment. Jeder weiß es : Die Menschen wollen unterhalten werden. Es gibt nur ZWEI Verbrechen in der Kunst. Einmal das NICHT-KÖNNEN, und zum Zweiten : LANGEWEILE. Wobei Verbrechen Nr.2 das Schlimmere ist, weil Viele das Verbrechen Nr.1 gar nicht mehr beurteilen können, weil das Handwerkliche jegliche Relevanz verloren hat, - in derart dekadenten und kaputten Zeiten wie heutzutage. Schade aber unabänderlich.

10. Abschließend will ich aber sagen, dass ich insgesamt mit dem Bildwerk sehr, sehr zufrieden bin, ich habe absolut ALLES gegeben, zumindest, was die Komposition betrifft, besonders der Gesichts-Ausdruck scheint mir gelungen, (wie Du ja ebenfalls bemerkt hast) , - und dem Kater lass ich natürlich die Zunge raushängen, denn ER bin ICH in meinem VOYEURS-Versteck. Tja, so bin ich nun mal: Zum Malen befähigt, aber moralisch und politisch völlig inkorrekt.

Soviel für den Moment, meine liebe Freundin, - jetzt kann ich nicht mehr und leg mich im Garten in den Liegestuhl, umgeben von meinen 3 Katern FLAUSCHI, LINUS und MILO, in der Hoffnung, dass mir Silvia bald Kaffee und Kuchen bringt.
In diesem Sinne, meine Liebe, verbleibe ich - Dein erschöpfter - Hugo von Kann-nicht mehr

Die Fledeermaus - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Meine liebe Freundin, zur Abwechslung mal ein "Finsterbild" !
Eine kleine Spontan-Zeichnung mit dem Titel : „Fledermaus im Dschungel“. Ursprünglich dachte ich an die Überschrift : „Ich bin eine Fledermaus, - und komme aus Wuhan“.

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Nein, nein, nein, ich will niemanden erschrecken, der Grund für diese Zeichnung ist ein anderer.
Katerchen FLAUSCHI hat es tatsächlich geschafft, eine Fledermaus im Vorbeiflug herunterzukrallen und sie mir lebend vor die Füße zu legen !
UNFAßBAR ! Keine Ahnung wie er das in der Dämmerung geschafft hat, bei dem Tempo, das diese "Flughunde" an den Tag, bzw die Nacht, legen. (bis 40 km/h).
Silvia hat die Fledermaus gleich gerettet, - und sie flog wieder hinaus in die Nacht . .
Ich hoffe, dass Dir dieses "Dunkelbild" gefällt, obwohl es diesmal keine „Story“ ist, - der Reiz lag im Dschungel, der meinem nervösen STRICH entgegenkommt. NUR Dschungel ist auch fad, drum einen Protagonisten, die Fledermaus, - und eine Hommage an Kater Flauschi.
Bis bald, – Hugo, die Kritzelmaus

A day in the life of a fool

"Der Geigenspieler" - Öl auf Kupfer - 1991

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Heute, ein etwas diesiger, leicht windiger Juni-Tag im Jahre 2022, um 9 Uhr früh in Baden : Meine liebe Silvia werkelt in der Küche an unserem eher üppigen Frühstück, während sie den ABBA-Song "The winner takes it all" (zu deutsch : "Der Wiener nimmt wirklich alles !") mit ihrer herrlichen Sopranstimme mitsingt (fehlerfrei), der gerade im Radio läuft. Ja, denke ich mir, es lohnt sich doch zu leben, um solch intime Momente spontanen Glücks und sorgloser Unbeschwertheit zu erleben. Dann die schwere Entscheidung : Frühstück drinnen, - oder doch draußen auf dem noch leicht feuchten Balkon, den vergangene Nacht ein blitz-und-donner-reiches Unwetter heimgesucht hat. Die Antwort geben wieder einmal unsere 3 Kater, die schon ungeduldig auf die Pölster unseres Balkon-Mobiliars warten, um sich darauf einen gemütlichen Vormittag zu machen.
Also Balkon : Während meine Holde das vollbeladene Tablett rausschleppt, mit Semmerln, Butter, Speck und Frühstücks-Eiern, erweitert durch Avocado, Ananas, Müsli und Tee, gefolgt von Striezel und Kaffee, hole ich zu meiner Morgen-Erzählung aus, denn ich bin für die morgendliche Unterhaltung zuständig, während Silvia schweigend den korrekten Ablauf unseres Frühstück-Rituals organisiert.
Ich beginne also meine Erzählung, wie immer nach einer wahren Begebenheit, die meiner Lebens-Richtung einen wichtigen Schwenk gegeben hat :
Vor 30 Jahren, als ich noch als Junggeselle und vielbeschäftigter Maler im 7. Wiener Gemeindebezirk wohnte und öfters mit dem 49er in die City fuhr, gewahrte ich vom Straßenbahn-Fenster aus ein Schild von einem Maler-Atelier und entschloß mich, bei der nächsten Station auszusteigen, und mir dieses aus der Nähe anzusehen. Kurz entschlossen trat ich ein und traf auf einen Maler an der Staffelei, der an einem ziemlich großen Gemälde arbeitete, einer wahrlich aufwendigen Komposition, in der Hand einen sehr, sehr feinen Pinsel, mit dem er die allerfeinsten Linien zog.
Ich war wie erschlagen. Gerade hatte ich ein großes Gemälde, meinen "Geigenspieler" beendet, und mein Gynäkologen-Kunde Dr. G. hatte mir bereits 35.000 Schillinge dafür geboten. Damals, Anfang der 90er-Jahre kostete meine Atelier-Miete im 7. Bezirk in Wien 700 Schillinge für 50 m² und 3.200 Schillinge zahlte ich monatlich für meine 90 m² Galerie im 3.Stock desselben Hauses, mit schönem alten Parkett, den in wiener Altbauten üblichen hohen weißen Flügeltüren und 4 großen Fenstern, die die beiden Ausstellungs-Räume in ein mildes, helles Licht tauchten. Zudem hatte ich natürlich noch eine nigel-nagel-neue, top-moderne Beleuchtungsanlage installiert. Eine riesige Deko-Staffelei stand in der Präsentations-Ecke, auf der ich das jeweils neueste Werk meinen Kunden vorstellte.
Die Wahrheit ist, wenn man 2 Monate Tag und Nacht an einem Bild rumpinselt, dann geht es einem spätestens nach 1 Monat derart auf die Nerven, dass man es am liebsten aus dem Fenster schmeissen würde, - zumindest ich.
Der Maler, den ich besuchte hieß, - und heißt immer noch LUIGI LA SPERANZA. Ein Mensch von außerordentlichem Können und einer nicht-enden-wollenden Geduld. Er gestand mir, dass es mindestens 6 Monate dauern würde, um das Werk zu finalisieren und es dann 80.000 Schillinge kosten würde.
Oh Gott, dachte ich mir, das ist doch alles völlig verrückt ! 6 Monate im Maler-Bergwerk, Tag für Tag, über Stunden, und am Ende gibts 13.000 Schillinge im Monat ? Wie soll man davon leben ? Wie schon gesagt, Luigi ist wirklich ein absolut exzellenter Maler, seine Kompositionen haben Hand und Fuß, im wahrsten Sinne des Wortes, er beherrscht die Formen, sein Kolorit ist absolut stimmig, und dass er ein Meister seines Faches ist, steht völlig außer Zweifel.
Nach dem Besuch war ich völlig fertig, ging nach Hause in mein Atelier, setzte mich in meinen Fauteuil und dachte nach : "Nein, SO NICHT ! Ich schaff das nicht mehr, das dauert alles viel zu lange ! Diese Vorzeichnungen, dieses Ausmalen der einzelnen Bildteile, vorher das Präparieren des Bild-Trägers, (ich malte von Anfang an auf Kupfer, denn Leinwand gibt nach, und ist überhaupt FÜRCHTERLICH !), dieses ganze Procedere geht mir aber SOWAS von auf die Nerven. DIESE Malweise ist NICHT kompatibel mit meinem Nerven-System, das muss alles viel, viel schneller gehen, viel spontaner, viel unmittelbarer. Fazit und Entschluß : ENDE dieser ÄRA !"
Und so war es auch, - NIE WIEDER malte ich meine Bilder in DIESER Art, in der Art des „Geigenspielers“ ! Und LUIGI gab den Ausschlag zu diesem Spurwechsel.
Natürlich weiß er das gar nicht, kann sich mit Sicherheit nicht einmal an unsere Begegnung erinnern, - aber dieses Treffen war enorm wichtig für mein weiteres Maler-Leben.
Und natürlich hat er bis heute meine Bewunderung für seine Ausdauer, sein Breughel-sches Durchhalte-Vermögen, seine Beständigkeit und sein Nicht-Verzweifeln an der Langsamkeit. Doch für mich kam das nicht mehr in Frage.
Am nächsten Tag begann ich ein neues Bild : Ohne Vorzeichnung, ohne Plan, mit unmittelbarer Spontaneität, mit meinem reinen, angeborenen Duktus, eine völlige Improvisation, Intuition, nur meiner inneren Stimme gehorchend, natürlich mit dem unbedingten Willen, etwas Feines, aber vorallem Dekoratives hinzuzaubern, ein Werk, dem man die Malfreude des Klecksers ansieht, und das dennoch nicht schlampig oder in den Formen und Farben unstimmig daherkommen darf. In 3 Tagen malte und vollendete ich mein kleines Gemälde "Waterkant", mit einem kleinen Segelschiff und einem hübschen roten Leuchtturm drauf, und verkaufte es innert einer Woche für sage-und-schreibe damals stolze 30.000 Schillinge.


"Waterkant" - Öl auf Kupfer - 1991

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Und schuld daran war LUIGI. Durch ihn kam der Entschluß meine bisherige Malweise völlig über den Haufen zu werfen und es auf eine völlig andere Art zu versuchen, die viel, viel mehr meinem nervlichen Naturell entsprach. Und wie heißt es doch in der Bibel : „Und Gott sah, dass es gut war.“ Nun, es war wohl nicht der liebe Gott, der zu mir sprach, sondern mein untrügliches, ästhetisches Bauchgefühl. Ich wußte : "Ich bin angekommen !" - Abgesehen von dem vielen Geld, das es dabei zu verdienen gab, denn Zeit ist Geld, besonders in so einem Knochen-Job wie der Ölmalerei, so war es auch die Übereinstimmung meiner Ungeduld mit einem möglichst schnellen und überzeugenden Mal-Ergebnis. Ich dachte nur mehr Eines : "BINGO !"
Jetzt, als älterer, erfahrener Maler-Meister kann ich dieses Geheimnis lüften und ohne Scham darüber berichten, kann sagen, wie ich zu mir und meiner Malweise fand, die meine Sucht nach einem schnellen, aber überzeugenden Mal-Resultat befriedigte und Rücksicht auf meine ungeduldige Seele und meine materiellen Bedürfnisse nahm.
Danach malte ich hunderte Bilder mit derselben Schnell-Mal-Technik, akribisch genau am Ende in der Finalisierungs-Phase, aber flockig-flott beim ersten spontanen Farb-Auftrag. Herrliche Gemälde, die in den 90er Jahren damals schnell und relativ teuer zu verkaufen waren, und es mir ermöglichten, täglich weiter zu experimentieren, mein Handwerk zu verfeinern, und dabei viele Menschen, vor allem aber auch mich selbst, glücklich zu machen. Danke LUIGI LA SPERANZA !

Web : https://www.lasperanza.com/

Mein Geburtstag

Liebe Freunde !
DANKE, Danke, danke . . . für all die vielen Geburtstags-Grüße !
Wie auf dem Foto zu sehen, erfreue ich mich nicht nur guter Gesundheit, sondern auch BESTER LAUNE ! Und wie ihr ebenfalls unschwer erkennen könnt, arbeite ich wie ein Wilder an meinen neuen Bildern, - mit meinem Lieblings-Thema : Junge hübsche MÄDELS, die nichts Anderes zu tun haben, als schön zu sein und sich gerade für die nächste PARTY zurechtmachen.

Ja, auch ich wünsche mir noch viele glückliche und gesunde Jahre, um meinem LEBENSWERK noch einige "inspirierende" Gemälde und Zeichnungen hinzuzufügen.
Schon zieht es mich wieder, obwohl GEBURTSTAG, an meine Staffelei, denn neue liebliche Bild-Ideen durchfluten schon wieder meine obsessive Maler-Seele.
Ich danke allen, die mich auf meinem Weg zu einem glücklichen Maler-Leben unterstützt haben, die meine Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen gekauft und gut bezahlt haben, - denn ohne diese Menschen hätte ich es wohl mit ARBEIT versuchen müssen.
1 Mal habe ich es mit Arbeit probiert, - aber es war sehr zeitraubend. Besser man widmet sich rastlos seiner Leidenschaft, und wird reich und glücklich dabei. Hat geklappt YEEAAAH !
Alles Liebe - euer Künstler - HUGO

Dreaming Beauty

Eroticum "Dreaming Beauty" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Meine liebe Freundin !
ENDLICH ist es wieder soweit :
Ein neues WERK hat das Licht der Welt erblickt und ich hoffe wieder mal auf Deine wohlwollende Wahrnehmung, wenn Dein erster, jungfräulicher Blick des KUNSTWERKS ansichtig wird !

Titel : „Dreaming Beauty“


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Ganze 2 WOCHEN, 14 lange Tage, habe ich jetzt mit meiner „Träumenden Schönheit“ verbracht, sicher 70 – 80 Stunden ! Was für eine Wahnsinns-Arbeit, - aber ich hoffe, es hat sich gelohnt . . .
Gott, all diese Details, - ich muss verrückt sein -, 1 Million Striche, - und da noch ein Punkterl und da noch ein Hakerl, - und da noch ein kleiner Schatten . . .
Heute habe ich dann aufgehört und das WERK für beendet erklärt . . irgendwann muss Schluss sein . . .
Aber Du kennst ja meinen Horror Vacui und meine Detail-Besessenheit !
Zuerst dieses große, weisse, schrecklich leere Blatt, - und dann denkst Du Dir ein Thema aus, und ziehst die ersten Linien, - und dann geht es dahin, dahin, dahin . . . Stunde für Stunde . . . Strich für Strich . . .
Noch was zu meinen Themen : Nach den 10 CARTONNS, - und nach Ausbruch dieses sinnlosen UKRAINE-Krieges, habe ich ja beschlossen 10 EROTICA zu zeichnen, und die „Dreaming Beauty“ ist die Nr.3 dieser Serie.
Wie Du ja weißt bevorzugen bestimmte Künste bestimmte Themen : Willst Du was Bewegtes machen, bist Du beim FILM, bei der MUSIK oder auch beim ROMAN gut aufgehoben, ist doch das stetige Vorwärts-Treiben dem Medium immanent. Hingegen beim Bildnerischen oder auch in der Bildhauerei ist das Statische, das Unbewegliche, das Verweilende, ja die STILLE das eigentliche Kriterium.
Drum : Willst Du eine Trapez- Künstlerin in schwindelnder Höhe beim Salto mortale zeigen, dann drehe ein VIDEO, wenn Du hingegen eine ZEICHNUNG erschaffen willst, dann such Dir eine träumende SCHLAFENDE.
Wer das falsche Medium wählt, hat das Wesen der Kunst nicht begriffen.
Innerhalb seiner KUNSTFORM hat man natürlich noch die persönliche Wahl der Thematik, die aber vom eigenen Charakter abhängt. Im SOZIALISTISCHEN REALISMUS mußte es der geschundene SCHWERARBEITER sein, - der vom noblen ausbeuterischen BÜRGERTUM, das dessen ARBEIT immer nur ORGANISIERTE, aber nie selbst eine Schaufel oder einen Hammer in die Hand nahm -, der zum zentralen Bild-Thema wurde, - bei Egger-Lienz waren es die unterdrückten Bauern mit ihren Schwielen an den Händen, bei ALFONS WALDE wurde es schon gemütlicher mit seinen schneebedeckten, tiroler Bergbauern-Häusern, bei KLIMT und SCHIELE, waren es dann die eleganten Damen oder die schamlos Nackerten, und bei mir ist es vornehmlich das „Dolce far niente“ schläfriger Mädchen und ihren wohllüstigen Träumen. Bei mir etwas sinnlicher und eindeutiger als in den endlosen und unübertrefflichen Zeilen von PROUST auf seiner SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT, - aber IHM bin ich innerlich wohl am Tiefsten verbunden.
NIEMAND allerdings weiß, welch unfassbare und unedliche ARBEIT es ist, dieses „Süße Nichtstun“ adäquat umzusetzen und darzustellen !
Nach ungezählten Stunden des Zeichnens und Malens konsumiert der geschätzte Betrachter das „neue Werk“ dann innert Sekunden, - und wenn man Glück hat, bekommt man ein ungesehenes LÄCHELN oder ein heiteres BONMOT, und schon wieder ist das Ganze vergessen, oder es beginnt zumindest in der Erinnerung zu verblassen.
Für mich persönlich ist so ein WERK natürlich MEHR : Auf der Suche nach sich selbst und seinen ureigensten Bild-Fantasien überrascht man sich selbst, wenn man am Ende des Schaffens erkennt : „Das bin wahrlich ICH, - in all seinen Träumereien, seinen Ahnungen und Vorstellungen, seinen Abgründen und Begierden.“
Und während des obsessiven Schaffens-Rausches wächst die Liebe zu den Details und der unstillbaren Sehnsucht nach der unendlichen FÜLLE : Zentral natürlich die TRÄUMENDE mit den geschlossenen Augen, aber dann auch noch die nicht fehlen dürfende KATZE, und weil wir gerade dabei sind noch ein grün-bunter PAPAGEI, - alles beleuchtet von einer schönen LAMPE, - und ein halbvolles WEINGLAS darf auch nicht fehlen, schließlich ist das Thema ja der jugendliche MÜßIGGANG ! Und damit das alles nicht zu klaustrophobisch wird, noch etwas BLAUER HIMMEL, um dem NICHTSTUN noch das perfekte KAISERWETTER anzudichten.
Noch ein Gedanke zur Komposition meiner "Träumenden Schönheit" :
Wenn Du das Bild anschaust, dann hat es klare Anteile der 4 Hauptfarben > blau, gelb, rot, - und GRÜN. Damit ein Werk in seiner Gesamtheit richtig satt wirkt, sollten von den wichtigsten Farben entsprechende quantitative Flächen diese Farben tragen.
Das BLAU kommt vom Himmel, das GELB von den Haaren, das ROT von den Strümpfen, - nur der GRÜN-Anteil war etwas mager. Also entschied ich mich für den Papagei.
Für mich wirkte der Papagei anfangs etwas „strange“, - aber nach längerer Betrachtung und optischer Verkleinerung, fand ich ihn im Laufe des Entstehungs-Prozesses doch irgendwie originell. Glaub mir, wenn der Papagei NICHT da wäre, - es würde etwas fehlen. Ich hatte zuerst einen grünen Vorhang rechts in Planung, aber das war dann doch wieder ZUVIEL grün. So finde ich den GRÜN-Anteil ausgewogen.
Der Knackpunkt ist natürlich die weiße UNTERWÄSCHE, die den Blick auf sich zieht und die Blickrichtung zentriert.
Die vielen Braun-Töne mit den leicht violetten Polstern sind etwas zu beruhigend, darum die notwendigen Akzente mit Blau, gelb, rot, grün, - rund um den mittigen Blickfang WEISS.
Auch ein ZUVIEL an HARMONIE kann störend sein, - ein bißchen IRRITATION oder KOPFSCHÜTTELN regt aber die Gedanken an.
Ursprünglich hatte ich oben im Bild diese 6 blauen, quadratischen Fenster, um das intellektuelle, männlich Geordnete den überwiegenden weiblichen Rund-Formen der Bildmitte etwas entgegenzusetzen. Aber der Kontrast war zu hart : also habe ich 5 der 6 Fenster „gebrochen“.
RECHTS hab ich den Vorhang gesetzt, links daneben das Halbrund der LAMPE, die einen Kontrapunkt zur Rundung des Knies bildet, wieder weiter linnks dann das Weinglas als Symbol für’s Nichtstun und Feiern, - aber die Brechung der WIRKLICH HARTEN ECKE links oben, war mir das Wichtigste, - und der PAPAGEI bildet eine schönen Bogen von der Vertikalen in Richtung oberer Bildrand.
Ja - der Papagei an dieser Stelle – der bringt’s !
Man muss wahrlich sehr, sehr WACH SEIN, um der SCHLÄFRIGKEIT den gebührenden AUSDRUCK zu verleihen, - und das alles am Ende für ein paar Sekunden der Aufmerksamkeit einer gewogenen Seele. Genug jetzt aber um Anerkennung geheischt, Schluss mit dem endlosen Gelaber, - das kann MARCEL PROUST um Lichtjahre besser, - doch hoffe ich, Dir mit meinem Geschreibsel und Gekritzel eine weitere Facette meiner geheimen Offenbarungen vermitteln zu können !
In seelischer Verbundenheit – Dein Freund – Hugo Josef Zeichenwut

Nochmal die LINKS :
ALBUM – Erotica :
ALBUM – Erotica
BILD : Dreaming Beauty
Dreaming Beauty

P.S.: Als Künstler, der ich werden wollte wie ich jetzt bin, und als alter, toxischer, weißer und bekennender „Dirty old man“ kümmere ich mich nicht um die „woke Gesellschaft“ mit ihrem lächerlichen und zeitgeistigen „Me too“-Geschrei, ihrem absurden Anti-Sexismus , und mache, - wie schon immer -, nur das, was mir Spaß macht. Zeichnen ohne LIMIT !
Wie sehr verachte ich doch diese humorlose, lustfeindliche und bei jeder Gelegenheit Skandal-kreischende, linke GENDER+Verbots-Gesellschaft. Hier darfst Du DAS nicht sagen und da darfst Du DAS nicht zeichnen, - bei der geringsten Kleinigkeit gibt es gleich einen "Aufschrei" unserer "Schneeflöckchen", die überall "Micro-Agressionen" und Übertretungen der "political Correctness" wittern und mit einem sinnlosen "Shitstorm" reagieren, der so wirkungsvoll ist, wie ein Furz von meinem Kater in freier Wildbahn.
Einfach nur erbärmlich - das Ganze ! Diese perverse Sucht nach einer kollektiven Meinung und der Verdammnis jeglicher Individualität. Schon wieder werden Künstler ausgegrenzt, wie vor 80 Jahren, die „Cancel-Culture“ feiert fröhliche Urständ, - damals waren es die Juden und die „entartete Kunst“, - und heute sind es halt die Ungeimpften und seit 7 Wochen jetzt die „bösen „Russen“. Was kann Netrebko, der russische Dirigent Gergijew oder der längst verstorbene Literat Dostojewski dafür, dass sie in Russland geboren sind ? Genau GAR NICHTS, - aber wehe Du ergreifst deren Partei : Dann wist Du als „PUTIN-Versteher“ diffamiert ! Wohin ist diese Gesellschaft nur abgedriftet ? . . .
Gott sei Dank geht mir das alles am Allerwertesten vorbei, - ich begleite den ganzen woken Schwachsinn mit einem lauten, inneren Gelächter und amüsier mich über die zunehmende Wut der links-grünen Wichtigtuer, - auch mir gegenüber -, die nie mehr erfahren werden, wie sich innere und äußere Freiheit anfühlt. Ihr naiver Glaube und ihre marxistische Hoffnung auf eine "Neue-Welt-Ordnung" wird gnadenlos zerstört werden, zwar erst dann, wenn ein Umkehr nicht mehr möglich ist, aber dann werden alle, zumindest jene mit Resthirn, dort landen, wo alle Diktaturen enden : Im GULAG oder im KZ.
Was hatte ich doch für ein lustvolles Leben ! Hat echt funktioniert – bis heute ! Thank you – Lord . . .
Dein glücklicher - Hugo Josef Zeichenwahn

P.P.S.: Kleiner Gedanke : Die „Träumende Schönheit“ hat einen „Vogel“, - vielleicht nicht nur den grünen Papagei . . . ?

Zurück zu den EROTICA

Girl in bathroom

Eroticum "Girl in bathroom" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Zum Vergrößern auf das BILD klicken !

Meine liebe Freundin !
Natürlich weiß ich, dass Dir als Österreicherin die "Big 4" der österreichischen Zeichenkunst des frühen 20.Jahrhundert bestens bekannt sind. Ihre Namen gingen um die ganze Welt und auch heute noch, 100 Jahre später, ist ihr Ruhm nicht nur ungebrochen, im Gegenteil, ihre Bedeutung ist immer noch im Zunehmen begriffen, was sich auch an den horrenden Auktionsergebnissen ablesen läßt.
Die "Großen 4", - also KLIMT, SCHIELE, KUBIN und KOKOSCHKA verbindet eine herausragende Gemeinsamkeit : Der nervöse, zittrige, typisch österreichische STRICH, - dieser einzigartige , mäandernde Duktus einer empfindsamen Seele, der eine unverwechselbare Handschrift erkennen läßt, die in ihrer ephimeren Erscheinungsform ein Charakteristikum unserer heimischen Zeichen-Kunst geworden ist.
Auch ich persönlich fühlte mich von Anfang an angezogen von diesen magischen Linien-Geflechten und die Faszination dieser gekräuselten Striche hat mein Leben geprägt, meinen künstlerischen Ausdruck entscheidend beeinflußt, ja, ich habe das automatisierte GEKRITZEL zu meinem Lebensinhalt erkoren, - und habe damit aus meiner Sicht nicht nur enormen Erfolg gehabt, sondern dabei auch mich selbst gefunden.
Dieser Tradition bin ich bewußt gefolgt im Sinne Goethes : "Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen." Natürlich mit dem Zusatz versehen, dass Dir schon ein signifikanter Strich angeboren sein muß, bevor Du diesen dann über Jahre verfeinern kannst.
Besonders in meinen letzen Werken, den EROTICA, habe ich jetzt eine erstaunliche Meisterschaft erreicht, - auch für mich erstaunlich, hatte ich doch die ganze Künstlerei schon einmal für beendet erklärt -, und ich danke dem Unerforschlichen, dass ich so lange leben durfte, um noch diese späten, vollendeten Zeichnungen erschaffen und den Genuß des Zeichen-Rausches weitere Jahre erleben zu dürfen.
Die Obsession dieses STRICH-Wahns hält ungebrochen an, treibt mich weiter und weiter, und wenn ich mich im Gewirr meiner Linien verliere, in einem stundenlangen FLOW, dann überkommt mich ein derart andauerndes Glücksgefühl, dass ich mir wünschte, niemals aus dieser Trance zu erwachen.
Nein, ZEICHNEN ist keine Arbeit, sie ist pures Vergnügen, reines geistiges HEROIN, - und ich wundere mich immer, wenn irgendwelche selbsternannte Galeristen die Werke ihrer Künstler als neueste "Arbeiten" anpreisen. Und nein, ich hab mein ganzes Leben nie "gearbeitet", höchstens das tägliche Waschen meiner Pinsel könnte man in diese Kategorie "Arbeit" einordnen, aber der Entstehungs-Prozess eines Gemäldes, einer Zeichnung, hat nicht das Geringste mit Arbeit zu tun. Es ist der unwiderstehliche Zwang und Drang, zum Pinsel, zum Stift zu greifen, und dem freien Lauf der Inspiration und des Handgelenks zu folgen, das nahezu fremdbestimmt seinen eigenwilligen Kreisen folgt, das kein Kreisen, sondern ein spontanes fast unkontrolliertes Reagieren auf unbewußte Lenkung einer graphischen Eingebung ist, immer dichter und dichter wird, bis sich aus dem chaotischen Gewirr der Linien, ein Thema, eine Figur, eine Komposition ergibt. Die grausame Wahrheit des angeborenen Talents ist mir bei jeder einzelnen Linie bewußt. In tiefer Demut danke ich täglich meinem Schöpfer für das Unerklärliche, und es ist schmerzhaft, zu erkennen, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen kaum irgendwelche nennenswerten Begabungen besitzt, die so hervorstechend sind, dass man ein erfolgreiches Leben darauf aufbauen könnte. Mir war diese Gnade vergönnt, und mein ungläubiges Staunen ob dieser Tatsache, durchzieht auch heute noch, nach so vielen Jahrzehnten, mein tägliches Leben. Dies meine Einleitung zu meiner Zeichnung "Girl in bathroom", und was das Ganze mit der TACHO-Nadel eines ALFA-ROMEO zu tun hat, erläutere ich Dir in den folgenden Zeilen.
Wie Du ja weißt, ist eine "große Zeichnung", und das möchte ich nicht allein auf das Format beziehen, ein einzigartiges PUZZLE, zusammengesetzt aus Tausenden von Linien, die dann in Ihrem harmonischen Zusammenklang ein "großes Ganzes" ergeben sollen, die dann vom Betrachter als "Einheit" wahrgenommen wird. Bei so einem komplexen WERK verhält es sich wie bei der Konstruktion eines Autos :
Bei Frauen, so wird oft kolportiert, reduziert sich der Kauf eines neuen Autos meist auf 2 Komponenten : FORM und FARBE. Und diese beiden Komponenten kennen nur ein einziges Adjektiv : schön.
Vereinfach ausgedrückt : Schöne FARBE, schöne FORM, - Auto gekauft !
Der normale Technik-interessierte Mensch, egal ob Mann oder Frau, hat aber irgendwie, zumindest rudimentäre Vorstellungen von einem BENZINER oder DIESEL, nämlich, dass es da drinnen einen MOTOR gibt, eine KUPPLUNG, bequeme SITZE, BREMSLICHTER und ein RESERVE-Rad.
Die nächste Stufe ist dann der MECHANIKER, der auch mal einen ganzen Verbrennungs-Motor auseinandernehmen und auch wieder zusammenbauen kann, und der auch die Einzelteile kennt, die in ihrer Summe dann das ganze Vehikel zusammenhalten.
Und jetzt kommen wird zum eigentlichen Kern der Sache, dem völlig unbekannten KONSTRUKTEUR, der in monatelanger Detail-Arbeit den Kotflügel formt, oder die TACHO-Nadel des ALFA-ROMEO designt.
Niemand kennt seinen Namen, niemand kennt sein Gesicht, - und ich glaube, nicht einmal deren Ehefrauen wissen, was ihr Bester den ganzen Tag so WIRKLICH macht. Ich glaube kaum, dass er sich zum Dinner hinsetzt und seiner Liebsten erzählt : "Heute habe ich die untere Rundung der TACHO-Nadel für unseren neuen ALFA etwas SCHMÄLER gemacht.", obwohl er den ganzen Tag um das optimale Outfit des Tachos gekämpft hat.
Nein, ich glaube nicht, dass so ein Gespräch zwischen Mann und Frau öfters geführt wird. Wohl eher unter seinen Spezis im Zeichenstudio, wo der Chef-Designer dem Namenlosen über die Schulter schaut und sagt : "Ja, gut geworden, Deine etwas SCHMÄLERE Tacho-Nadel, - wirklich SEHR elegant." Ein beiderseitiges Nicken, und schon geht's weiter.
Nun, ich fühle mich solchen Leuten verwandt, verbunden, geistig nahe, - nur dass ich beides gleichzeitig bin : Der Designer UND der Chef-Designer in seiner Kontroll-Funktion. Und wenn wir beide in einer Person gemeinsam nicken, dann kann man es stehenlassen, und von der KLOBRILLE meines "Girl in bathroom" zu den schwarzen Schuhen, den roten Strümpfen oder dem grünen Handtuch weiterwandern, das die Brüste des Mädchens schamhaft bedeckt.
Und dann all diese großen Fragen an ein niemals antwortendes Universum :
"WO, bitte, soll die unvermeidliche KATZE sitzen ? Auf der Klobrille, auf dem Fensterbrett, auf dem Boden um ihre Beine schleichen, - oder doch auf dem SPÜLKASTEN ?" Ich habe mich dann für Letzteres entschieden . . .
Hm, und dann die Blumen auf dem Fensterbrett. Nun, ich bin nicht gerade als BLUMEN-Maler bekannt, und so ließ ich meiner Fantasie und Intuition freien Lauf, - und fand es gut. Doch dann tauchte meine äußerst Blumen-kompetente Frau auf und befand : "Undefinierbar, Dein Blumen-Gemüse auf dem Fensterbrett, - aber den blauen Blumentopf, den hätt ich gern, - schau Dich mal um !" Aber es war bereits zu spät. Wir alle müssen jetzt mit diesem undefinierbaren rosa-grünen Gewächs weiterleben. Wenigstens ist es unvergänglich, wird niemals welken, denn es sind nur bunte Striche auf hellem Hintergrund . . .
Und fast hätte ich vergessen, dass ich die gespiegelten Blumen im Badezimmer-Spiegel SEITENVERKEHRT darstellen muss ! Oh Gott, nicht daran denken, wenn mir dieser Fehler mein ganzes Bild ruiniert hätte ! Noch mal Glück gehabt, - in letzter Sekunde die wichtige, richtige Erkenntnis : Spiegelung - seitenverkehrt ! So arbeitet man sich von BILD-Segment zu BILD-Segment weiter, bis das ganze Werk von Strichen durchzogen ist wie die riesigen Pilz-Geflechte in unseren feuchten Wäldern, die ein niemals gesehenes und absolut unvorstellbares Netzwerk bilden, wogegen das ganze FACEBOOK-Network gerade mal wie eine unbehofene Kinderzeichnung wirkt.
Aber all das geht am "normalen Betrachter" in völliger Unkenntnis vorbei. Woher sollte er es auch wissen ?
Der durchschnittliche und ungeübte Galerie- oder Atelier-Besucher reagiert wie die erstgenannte Autokauf-Tussi : "Schönes Bild, schönes Thema, - Ding gekauft!" Ich persönlich habe festgestellt, man sollte bei der "Erklärung" eines Bildes, bei der Präsentation eines Werkes im Atelier oder einer Galerie, einer Kunst-Messe, gar nicht so sehr ins Detail gehen, weil dadurch dieser unerklärliche Nimbus, ja, das Mysterium eines neu geschaffenen Kunstwerks verloren gehen kann. Denn jedes echte Kunstwerk ist ein Mysterium, - unerklärlich WARUM es entstanden ist, warum es so aussieht, wie es aussieht, - und warum es dort endet, landet, wo es heute wohnt !
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es ratsam ist ein freundliches Gesicht zu machen und zu SCHWEIGEN ! Nach ein paar Minuten fixiert der geschätzte Besucher wie von Zauberhand sein Interesse auf genau Eines der 20 ausgestellten Bilder, und es deckt sich in den seltensten Fällen mit jenem Werk, das man dem Betrachter in seiner eigenen Vorstellung (des Künstlers), dem potenziellen Käufer, zugedacht hat. Man möge sich merken : Niemand weiß, warum ein bestimmter Mensch bei einer größeren Auswahl von Gemälden oder Zeichnungen auf ein ganz bestimmtes Werk reagiert, - und auf die anderen genau NULL ! Und als erfahrener Verkäufer weiß ich natürlich : Versuche NIEMALS, den Kunden von seiner Erst-Entscheidung abzubringen, - ganz im Gegenteil, fokussiere Dich AUSSCHLIEßLICH auf die vom Käufer getroffene Erst-Wahl, alles andere ist verlorene Liebesmüh, - außer der besagte Interessent ist noch nicht am Ende seines Geldes, - und wenn sein Kauf-Rausch blitzschnell als ungebrochen analysiert wird, so kann man dessen Blicke weiterwandern lassen, und mit wenigen Worten auf Gemeinsamkeiten des Erst-Kaufs mit einem anderen Werk hinweisen, das ähnliche Charakteristika aufweist wie der erste rote Punkt.
Ist er dann erfolgreich materiell ausgeplündert, aber ästhetisch zutiefst befriedigt, ist es ratsam, sich unverzüglich in ein hübsches Reataurant zu begeben, um die getätigten Käufe zu feiern, zu begießen, und mehrmals darauf hinzuweisen, dass der Kunde die bestmögliche Wahl getroffen hat, was ja auch meist der Wahrheit entspricht.
Das Epizentrum und die ultimative Frage eines in die Tiefe gehenden Verkaufsgespräch ist immer : "Wollen Sie wirklich ohne dieses Bild weiterleben ? Sie wissen, es kann in der nächsten Stunde weg sein, und dann werden Sie sich ein Leben lang die Frage stellen müssen : WARUM habe ich dieses WERK nicht spontan GEKAUFT ! Wollen Sie das wirklich RISKIEREN ?" Nein, will der geneigte Käufer in seinem neuen Bild-Liebes-Rausch natürlich nicht. Nie und nimmer. Natürlich ist mir als seismographischem Künstler und jahrzehntelang geübtem Tiefen-Psychologen bewußt : Dieser Mensch hat ALLES, er wurde reich und hoffte dadurch glücklich zu werden, - und er wurde auch relativ glücklich, aber nicht ultimativ, - und jetzt steht er da, vor meinem Bild, einsam in seiner Seele, und auf der Suche nach letzter Erfüllung, und da er alles hat, bleibt nur mehr die Kunst, in der er sich verlieren möchte, um endlich jenen irdischen Himmel zu erreichen, der ihm oder ihr in den Märchen seiner vorlesenden Mutter fast mühelos erreichbar schien.
So entstehen und entstanden Kunstsammlungen von unschätzbarem Wert und epochaler Bedeutung. Das wiener Ehepaar Leopold, mit seiner einzigartigen Schiele-Sammlung, sei hier nur als bedeutendes Beispiel erwähnt.
Doch zurück zu unserem Kunst-Geschäft, dem doppelt notwendigen Deal, einerseits für den Künstler, um sein nächstes Werk zu realisieren, und andererseits für den Sammler, der seinen Schmerz über den Zustand der Welt und auch sein persönliches Schicksal lindern möchte. Kunstkauf ist oft ein Akt der Betäubung, ähnlich der Einnahme eines Barbiturates, das die Menschen zumindest für einige Zeit vom entsetzlichen Anblick auf diese Welt erlöst, der vor allem für sensible, wohlhabende Charaktere eine dauerhafte Belastung ist, denn diese Welt ist nur in unmittelbarer Umgebung und Nähe wirksam zu beeinflussen, - und nicht einmal da, kennt doch jeder unzählige Geschichten gescheiterter Familien, Beziehungen, oder durch Drogen verlorene Kinder, - auch aus den allerbesten Kreisen. Also : Bitte KEIN WORT gegenüber dem neuen Bild-Besitzer, dass das ganze Gepinsel und Gestrichel eine blanke Schinderei war, dass dieses verdammte Bild den Künstler bis zur Weißglut gepeinigt hat, bevor er es vollendet hat, dass er nach den ersten 7 Stunden weinend auf dem Perser-Teppich lag, sich die Haare raufte und vor Erschöpfung gezittert hat, wie ein Wimbledon-Sieger nach seinem 5-Satz-Match.
Nein, bitte, KEIN WORT davon, lächeln und so tun, als wäre es das Leichteste auf der Welt, keine Rede von all den Flüchen und dem virtuellem oder tatsächlichen Pinsel-Schmeissen (an die Wand, - nicht auf das Bild), von anfänglich vermurkstem Kolorit oder zu großen Füßen wie beim "Girl in bathroom".
Lächeln, schweigen, nicken, - das Geld gezählt in Deiner Tasche, und Deine Gedanken längst beim nächsten Werk, das gerade in Deinen ausufernden Fantasien konkrete Gestalt anzunehmen beginnt, - das ist der sich ewig weiterdrehende Kreislauf des dekadenten Bohemian-Künstler-Daseins, - und das ist es, was die Magie und Anziehungskraft dieser kreativen Lebensform ausmacht. Ich bin ein noch lebendes Beispiel dieses nie endenden Strudels, der mich an eine Super-Nova in den unendlichen Weiten des Universums erinnert.
Und an dieser Stelle sei auch an den unvergleichlichen Friedensreich HUNDERTWASSER erinnert, der dutzende bedeutende Spiralnebel gemalt hat und der den außergewöhnlichen und philosophisch bedeutsamen Satz geprägt hat : "Eine gerade Linie ist der Tod."
Und so beschließe ich das kurze Essay über mein "Mädchen im Badezimmer", obwohl es darob noch viel zu berichten gäbe.
Noch ein letzter Gedanke an den kürzlich verstorbenen Hermann Nitsch : 2 Absätze weiter oben schrieb ich über den Wunsch, die Pinsel an die Wand zu schmeissen, wenn sich ein Werk in seiner Entstehung querlegt, sich widerständig zeigt, nicht zu jener Qualität und technischen Reife abheben will, zu der man fähig ist und ohne die die Glücks-Hormone nicht zu sprudeln beginnen wollen. Vielleicht hat NITSCH diesen FRUST zu seiner persönlichen KUNSTFORM erhoben und dann nicht nur die Pinsel an die Wand geknallt, sondern auch die Farbtöpfe gleich hinterher geschmissen, - und dann im Akt seiner kreativen Zerstörung erkannt : "DIES sei von nun an MEINE KUNST."
Bei genauerem Nachdenken über die seltsame und sehr eindimensionale Kunst NITSCHs (Schüttkunst), erscheint mir dieser Gedanke der Entstehung seines STILS nicht unwahrscheinlich . . . Er möge in Frieden ruhen !
Genug der Worte für heute, meine liebe Freundin, und auch genug des Weihrauchs für mich selbst !
Es grüßt Dich Deine nimmermüde Plaudertasche - Hugo Josef Kritzelflink

Meine liebe Freundin !
Natürlich weiß ich, dass Dir als Österreicherin die "Big 4" der österreichischen Zeichenkunst des frühen 20.Jahrhundert bestens bekannt sind. Ihre Namen gingen um die ganze Welt und auch heute noch, 100 Jahre später, ist ihr Ruhm nicht nur ungebrochen, im Gegenteil, ihre Bedeutung ist immer noch im Zunehmen begriffen, was sich auch an den horrenden Auktionsergebnissen ablesen läßt. Die "Großen 4", - also KLIMT, SCHIELE, KUBIN und KOKOSCHKA verbindet eine herausragende Gemeinsamkeit : Der nervöse, zittrige, typisch österreichische STRICH, - dieser einzigartige , mäandernde Duktus einer empfindsamen Seele, der eine unverwechselbare Handschrift erkennen läßt, die in ihrer ephimeren Erscheinungsform ein Charakteristikum unserer heimischen Zeichen-Kunst geworden ist. Auch ich persönlich fühlte mich von Anfang an angezogen von diesen magischen Linien-Geflechten und die Faszination dieser gekräuselten Striche hat mein Leben geprägt, meinen künstlerischen Ausdruck entscheidend beeinflußt, ja, ich habe das automatisierte GEKRITZEL zu meinem Lebensinhalt erkoren, - und habe damit aus meiner Sicht nicht nur enormen Erfolg gehabt, sondern dabei auch mich selbst gefunden.
Dieser Tradition bin ich bewußt gefolgt im Sinne Goethes : "Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen." Natürlich mit dem Zusatz versehen, dass Dir schon ein signifikanter Strich angeboren sein muß, bevor Du diesen dann über Jahre verfeinern kannst.
Besonders in meinen letzen Werken, den EROTICA, habe ich jetzt eine erstaunliche Meisterschaft erreicht, - auch für mich erstaunlich, hatte ich doch die ganze Künstlerei schon einmal für beendet erklärt -, und ich danke dem Unerforschlichen, dass ich so lange leben durfte, um noch diese späten, vollendeten Zeichnungen erschaffen und den Genuß des Zeichen-Rausches weitere Jahre erleben zu dürfen.
Die Obsession dieses STRICH-Wahns hält ungebrochen an, treibt mich weiter und weiter, und wenn ich mich im Gewirr meiner Linien verliere, in einem stundenlangen FLOW, dann überkommt mich ein derart andauerndes Glücksgefühl, dass ich mir wünschte, niemals aus dieser Trance zu erwachen.
Nein, ZEICHNEN ist keine Arbeit, sie ist pures Vergnügen, reines geistiges HEROIN, - und ich wundere mich immer, wenn irgendwelche selbsternannte Galeristen die Werke ihrer Künstler als neueste "Arbeiten" anpreisen. Und nein, ich hab mein ganzes Leben nie "gearbeitet", höchstens das tägliche Waschen meiner Pinsel könnte man in diese Kategorie "Arbeit" einordnen, aber der Entstehungs-Prozess eines Gemäldes, einer Zeichnung, hat nicht das Geringste mit Arbeit zu tun. Es ist der unwiderstehliche Zwang und Drang, zum Pinsel, zum Stift zu greifen, und dem freien Lauf der Inspiration und des Handgelenks zu folgen, das nahezu fremdbestimmt seinen eigenwilligen Kreisen folgt, das kein Kreisen, sondern ein spontanes fast unkontrolliertes Reagieren auf unbewußte Lenkung einer graphischen Eingebung ist, immer dichter und dichter wird, bis sich aus dem chaotischen Gewirr der Linien, ein Thema, eine Figur, eine Komposition ergibt. Die grausame Wahrheit des angeborenen Talents ist mir bei jeder einzelnen Linie bewußt. In tiefer Demut danke ich täglich meinem Schöpfer für das Unerklärliche, und es ist schmerzhaft, zu erkennen, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen kaum irgendwelche nennenswerten Begabungen besitzt, die so hervorstechend sind, dass man ein erfolgreiches Leben darauf aufbauen könnte. Mir war diese Gnade vergönnt, und mein ungläubiges Staunen ob dieser Tatsache, durchzieht auch heute noch, nach so vielen Jahrzehnten, mein tägliches Leben. Dies meine Einleitung zu meiner Zeichnung "Girl in bathroom", und was das Ganze mit der TACHO-Nadel eines ALFA-ROMEO zu tun hat, erläutere ich Dir in den folgenden Zeilen.
Wie Du ja weißt, ist eine "große Zeichnung", und das möchte ich nicht allein auf das Format beziehen, ein einzigartiges PUZZLE, zusammengesetzt aus Tausenden von Linien, die dann in Ihrem harmonischen Zusammenklang ein "großes Ganzes" ergeben sollen, die dann vom Betrachter als "Einheit" wahrgenommen wird. Bei so einem komplexen WERK verhält es sich wie bei der Konstruktion eines Autos :
Bei Frauen, so wird oft kolportiert, reduziert sich der Kauf eines neuen Autos meist auf 2 Komponenten : FORM und FARBE. Und diese beiden Komponenten kennen nur ein einziges Adjektiv : schön.
Vereinfach ausgedrückt : Schöne FARBE, schöne FORM, - Auto gekauft !
Der normale Technik-interessierte Mensch, egal ob Mann oder Frau, hat aber irgendwie, zumindest rudimentäre Vorstellungen von einem BENZINER oder DIESEL, nämlich, dass es da drinnen einen MOTOR gibt, eine KUPPLUNG, bequeme SITZE, BREMSLICHTER und ein RESERVE-Rad.
Die nächste Stufe ist dann der MECHANIKER, der auch mal einen ganzen Verbrennungs-Motor auseinandernehmen und auch wieder zusammenbauen kann, und der auch die Einzelteile kennt, die in ihrer Summe dann das ganze Vehikel zusammenhalten.
Und jetzt kommen wird zum eigentlichen Kern der Sache, dem völlig unbekannten KONSTRUKTEUR, der in monatelanger Detail-Arbeit den Kotflügel formt, oder die TACHO-Nadel des ALFA-ROMEO designt.
Niemand kennt seinen Namen, niemand kennt sein Gesicht, - und ich glaube, nicht einmal deren Ehefrauen wissen, was ihr Bester den ganzen Tag so WIRKLICH macht. Ich glaube kaum, dass er sich zum Dinner hinsetzt und seiner Liebsten erzählt : "Heute habe ich die untere Rundung der TACHO-Nadel für unseren neuen ALFA etwas SCHMÄLER gemacht.", obwohl er den ganzen Tag um das optimale Outfit des Tachos gekämpft hat.
Nein, ich glaube nicht, dass so ein Gespräch zwischen Mann und Frau öfters geführt wird. Wohl eher unter seinen Spezis im Zeichenstudio, wo der Chef-Designer dem Namenlosen über die Schulter schaut und sagt : "Ja, gut geworden, Deine etwas SCHMÄLERE Tacho-Nadel, - wirklich SEHR elegant." Ein beiderseitiges Nicken, und schon geht's weiter.
Nun, ich fühle mich solchen Leuten verwandt, verbunden, geistig nahe, - nur dass ich beides gleichzeitig bin : Der Designer UND der Chef-Designer in seiner Kontroll-Funktion. Und wenn wir beide in einer Person gemeinsam nicken, dann kann man es stehenlassen, und von der KLOBRILLE meines "Girl in bathroom" zu den schwarzen Schuhen, den roten Strümpfen oder dem grünen Handtuch weiterwandern, das die Brüste des Mädchens schamhaft bedeckt.
Und dann all diese großen Fragen an ein niemals antwortendes Universum :
"WO, bitte, soll die unvermeidliche KATZE sitzen ? Auf der Klobrille, auf dem Fensterbrett, auf dem Boden um ihre Beine schleichen, - oder doch auf dem SPÜLKASTEN ?" Ich habe mich dann für Letzteres entschieden . . .
Hm, und dann die Blumen auf dem Fensterbrett. Nun, ich bin nicht gerade als BLUMEN-Maler bekannt, und so ließ ich meiner Fantasie und Intuition freien Lauf, - und fand es gut. Doch dann tauchte meine äußerst Blumen-kompetente Frau auf und befand : "Undefinierbar, Dein Blumen-Gemüse auf dem Fensterbrett, - aber den blauen Blumentopf, den hätt ich gern, - schau Dich mal um !" Aber es war bereits zu spät. Wir alle müssen jetzt mit diesem undefinierbaren rosa-grünen Gewächs weiterleben. Wenigstens ist es unvergänglich, wird niemals welken, denn es sind nur bunte Striche auf hellem Hintergrund . . .
Und fast hätte ich vergessen, dass ich die gespiegelten Blumen im Badezimmer-Spiegel SEITENVERKEHRT darstellen muss ! Oh Gott, nicht daran denken, wenn mir dieser Fehler mein ganzes Bild ruiniert hätte ! Noch mal Glück gehabt, - in letzter Sekunde die wichtige, richtige Erkenntnis : Spiegelung - seitenverkehrt ! So arbeitet man sich von BILD-Segment zu BILD-Segment weiter, bis das ganze Werk von Strichen durchzogen ist wie die riesigen Pilz-Geflechte in unseren feuchten Wäldern, die ein niemals gesehenes und absolut unvorstellbares Netzwerk bilden, wogegen das ganze FACEBOOK-Network gerade mal wie eine unbehofene Kinderzeichnung wirkt.
Aber all das geht am "normalen Betrachter" in völliger Unkenntnis vorbei. Woher sollte er es auch wissen ?
Der durchschnittliche und ungeübte Galerie- oder Atelier-Besucher reagiert wie die erstgenannte Autokauf-Tussi : "Schönes Bild, schönes Thema, - Ding gekauft!" Ich persönlich habe festgestellt, man sollte bei der "Erklärung" eines Bildes, bei der Präsentation eines Werkes im Atelier oder einer Galerie, einer Kunst-Messe, gar nicht so sehr ins Detail gehen, weil dadurch dieser unerklärliche Nimbus, ja, das Mysterium eines neu geschaffenen Kunstwerks verloren gehen kann. Denn jedes echte Kunstwerk ist ein Mysterium, - unerklärlich WARUM es entstanden ist, warum es so aussieht, wie es aussieht, - und warum es dort endet, landet, wo es heute wohnt !
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es ratsam ist ein freundliches Gesicht zu machen und zu SCHWEIGEN ! Nach ein paar Minuten fixiert der geschätzte Besucher wie von Zauberhand sein Interesse auf genau Eines der 20 ausgestellten Bilder, und es deckt sich in den seltensten Fällen mit jenem Werk, das man dem Betrachter in seiner eigenen Vorstellung (des Künstlers), dem potenziellen Käufer, zugedacht hat. Man möge sich merken : Niemand weiß, warum ein bestimmter Mensch bei einer größeren Auswahl von Gemälden oder Zeichnungen auf ein ganz bestimmtes Werk reagiert, - und auf die anderen genau NULL ! Und als erfahrener Verkäufer weiß ich natürlich : Versuche NIEMALS, den Kunden von seiner Erst-Entscheidung abzubringen, - ganz im Gegenteil, fokussiere Dich AUSSCHLIEßLICH auf die vom Käufer getroffene Erst-Wahl, alles andere ist verlorene Liebesmüh, - außer der besagte Interessent ist noch nicht am Ende seines Geldes, - und wenn sein Kauf-Rausch blitzschnell als ungebrochen analysiert wird, so kann man dessen Blicke weiterwandern lassen, und mit wenigen Worten auf Gemeinsamkeiten des Erst-Kaufs mit einem anderen Werk hinweisen, das ähnliche Charakteristika aufweist wie der erste rote Punkt.
Ist er dann erfolgreich materiell ausgeplündert, aber ästhetisch zutiefst befriedigt, ist es ratsam, sich unverzüglich in ein hübsches Reataurant zu begeben, um die getätigten Käufe zu feiern, zu begießen, und mehrmals darauf hinzuweisen, dass der Kunde die bestmögliche Wahl getroffen hat, was ja auch meist der Wahrheit entspricht.
Das Epizentrum und die ultimative Frage eines in die Tiefe gehenden Verkaufsgespräch ist immer : "Wollen Sie wirklich ohne dieses Bild weiterleben ? Sie wissen, es kann in der nächsten Stunde weg sein, und dann werden Sie sich ein Leben lang die Frage stellen müssen : WARUM habe ich dieses WERK nicht spontan GEKAUFT ! Wollen Sie das wirklich RISKIEREN ?" Nein, will der geneigte Käufer in seinem neuen Bild-Liebes-Rausch natürlich nicht. Nie und nimmer. Natürlich ist mir als seismographischem Künstler und jahrzehntelang geübtem Tiefen-Psychologen bewußt : Dieser Mensch hat ALLES, er wurde reich und hoffte dadurch glücklich zu werden, - und er wurde auch relativ glücklich, aber nicht ultimativ, - und jetzt steht er da, vor meinem Bild, einsam in seiner Seele, und auf der Suche nach letzter Erfüllung, und da er alles hat, bleibt nur mehr die Kunst, in der er sich verlieren möchte, um endlich jenen irdischen Himmel zu erreichen, der ihm oder ihr in den Märchen seiner vorlesenden Mutter fast mühelos erreichbar schien.
So entstehen und entstanden Kunstsammlungen von unschätzbarem Wert und epochaler Bedeutung. Das wiener Ehepaar Leopold, mit seiner einzigartigen Schiele-Sammlung, sei hier nur als bedeutendes Beispiel erwähnt.
Doch zurück zu unserem Kunst-Geschäft, dem doppelt notwendigen Deal, einerseits für den Künstler, um sein nächstes Werk zu realisieren, und andererseits für den Sammler, der seinen Schmerz über den Zustand der Welt und auch sein persönliches Schicksal lindern möchte. Kunstkauf ist oft ein Akt der Betäubung, ähnlich der Einnahme eines Barbiturates, das die Menschen zumindest für einige Zeit vom entsetzlichen Anblick auf diese Welt erlöst, der vor allem für sensible, wohlhabende Charaktere eine dauerhafte Belastung ist, denn diese Welt ist nur in unmittelbarer Umgebung und Nähe wirksam zu beeinflussen, - und nicht einmal da, kennt doch jeder unzählige Geschichten gescheiterter Familien, Beziehungen, oder durch Drogen verlorene Kinder, - auch aus den allerbesten Kreisen. Also : Bitte KEIN WORT gegenüber dem neuen Bild-Besitzer, dass das ganze Gepinsel und Gestrichel eine blanke Schinderei war, dass dieses verdammte Bild den Künstler bis zur Weißglut gepeinigt hat, bevor er es vollendet hat, dass er nach den ersten 7 Stunden weinend auf dem Perser-Teppich lag, sich die Haare raufte und vor Erschöpfung gezittert hat, wie ein Wimbledon-Sieger nach seinem 5-Satz-Match.
Nein, bitte, KEIN WORT davon, lächeln und so tun, als wäre es das Leichteste auf der Welt, keine Rede von all den Flüchen und dem virtuellem oder tatsächlichen Pinsel-Schmeissen (an die Wand, - nicht auf das Bild), von anfänglich vermurkstem Kolorit oder zu großen Füßen wie beim "Girl in bathroom".
Lächeln, schweigen, nicken, - das Geld gezählt in Deiner Tasche, und Deine Gedanken längst beim nächsten Werk, das gerade in Deinen ausufernden Fantasien konkrete Gestalt anzunehmen beginnt, - das ist der sich ewig weiterdrehende Kreislauf des dekadenten Bohemian-Künstler-Daseins, - und das ist es, was die Magie und Anziehungskraft dieser kreativen Lebensform ausmacht. Ich bin ein noch lebendes Beispiel dieses nie endenden Strudels, der mich an eine Super-Nova in den unendlichen Weiten des Universums erinnert.
Und an dieser Stelle sei auch an den unvergleichlichen Friedensreich HUNDERTWASSER erinnert, der dutzende bedeutende Spiralnebel gemalt hat und der den außergewöhnlichen und philosophisch bedeutsamen Satz geprägt hat : "Eine gerade Linie ist der Tod."
Und so beschließe ich das kurze Essay über mein "Mädchen im Badezimmer", obwohl es darob noch viel zu berichten gäbe.
Noch ein letzter Gedanke an den kürzlich verstorbenen Hermann Nitsch : 2 Absätze weiter oben schrieb ich über den Wunsch, die Pinsel an die Wand zu schmeissen, wenn sich ein Werk in seiner Entstehung querlegt, sich widerständig zeigt, nicht zu jener Qualität und technischen Reife abheben will, zu der man fähig ist und ohne die die Glücks-Hormone nicht zu sprudeln beginnen wollen. Vielleicht hat NITSCH diesen FRUST zu seiner persönlichen KUNSTFORM erhoben und dann nicht nur die Pinsel an die Wand geknallt, sondern auch die Farbtöpfe gleich hinterher geschmissen, - und dann im Akt seiner kreativen Zerstörung erkannt : "DIES sei von nun an MEINE KUNST."
Bei genauerem Nachdenken über die seltsame und sehr eindimensionale Kunst NITSCHs (Schüttkunst), erscheint mir dieser Gedanke der Entstehung seines STILS nicht unwahrscheinlich . . . Er möge in Frieden ruhen !
Genug der Worte für heute, meine liebe Freundin, und auch genug des Weihrauchs für mich selbst !
Es grüßt Dich Deine nimmermüde Plaudertasche - Hugo Josef Kritzelflink

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Sweet Sixteen

Eroticum "Sweet sixteen" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Zum Vergrößern auf das BILD klicken !

Ach, meine liebste Freundin, ich sag’s Dir : Auch die späten Jahre haben ihre Schönheiten . . .
Neulich las ich die Worte eines unbekannten Literaten, der meinte : „Dem Alter bleibt nur mehr die SINNLICHKEIT und die TODESFURCHT.“ Nun die „Todesfurcht“, die mich in meinen sehr jungen Jahren als Teenager oftmals geradezu gelähmt hat, ist praktisch völlig verschwunden, und in eine fatalistische Gelassenheit übergegangen, die mir die Tage leicht und das Sein erträglich macht. Ich war da, auf dieser Welt, hab alles gesehen, - es gab Gutes und Fürchterliches, ich hab daraus gemacht, was mir möglich war, und gehe, letzten Endes, in Frieden von diesem Planeten.
Und was die „Sinnlichkeit“ betrifft, so ist sie etwas verklärt Vergangenes, doch in ihrer Sehnsucht ungebrochen. Es ist die Sinnlichkeit der Erinnerung. Und es ist mir, - durch den Willen des Unerforschlichen -, gegeben, diese auf meine Weise zu visualisieren.
Das Schöne am Alter ist : Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, ich kann tun und malen / zeichnen, was ich will, ohne Rücksicht aufs Geld-Verdienen oder eine verkaufbare Thematik.
Frei von allen Zwängen, in sehnsuchtsvoller und schmerzvoller Erinnerung an die genossenen Sinnlichkeiten, und im Angedenken meines ungebrochenen Voyeurismus, der mein Leben reich und glücklich machte, kann ich heute meine bunten Stifte zwanglos über meine weißen Blätter gleiten lassen, jeder spontanen Eingebung folgen, und aus dem magischen Unterbewußten meinen erotischen Phantasien jedweden möglichen Raum geben.
Im Anhang findest Du nun mein neuestes WERK "Sweet Sixteen", zu deutsch das „Mädchen mit Katze“, das ich in den letzten Tagen genußvoll erschaffen habe, und das mich innerlich äußest befriedigt, ist es doch eine klassische, erotische und vorallem voyeuristische Männer-Phantasie, die jeglicher political Correctness entbehrt, - anregend, provokant, mit der unausgesprochenen Frage, wie es nach dieser intimen Moment-Aufnahme in den nächsten Minuten wohl weitergeht ?
Es ist gar nicht so leicht, einen wirklich privaten Moment einer jungen Mädchenseele einzufangen, der einerseits eine erotische Phantasie darstellt und andererseits nicht völlig ins Pornographische abgleitet. Meine Intention war es, eine äußerlich relativ harmlose Darstellung zu generieren, (mehr als zwei flache Brüste eines weiblichen Teenagers sind ja eigentlich nicht zu sehen, - da hat RUBENS ganz anders geklotzt), und andererseits aber die Vorstellungkraft des Betrachters anzuregen. Der ekstatische Gesichtsausdruck des Mädchens, das Geschnuffel des dunklen Katers (das BIEST), das dem ganzen einen Kontrapunkt liefert und auch den Geruch erahnen läßt, und dann die BANANE, von der man nicht weiß, ob sie nicht in Kürze zum Einsatz kommen wird . . .
Dankbar innerhalb des Bildes auch das satte KOLORIT : Das blaue Fenster, die grüne Polsterwand, der goldene Polster zur Abschirmung, das rötliche Haar, das orangene Shirt, das rosa Höschen, der rote Mund und das Gelb der Banane, - das hat was ! Es gibt dem Werk die Sättigung und farbliche Komplexität, um eine optische und ästhetische Befriedigung zu erzielen, - wie es meine Absicht, ja meine Lebensaufgabe ist. Ich finde es sehr wirkungsvoll. Man will ja nicht irgendein belangloses BILD malen, - sondern einen HIT landen. Nur darum geht es.
Das ganze Gestrichel ist natürlich eine Wahnsinns-Arbeit und ein ungeheurer Aufwand, denn anfangs hast Du ja nur ein leeres weißes Blatt und jede Linie will erstmal gezeichnet werden. Durch den angeborenen STRICH, den man nicht "lernen" kann, (entweder man hat ihn, - oder eben nicht!), kriegt das Ganze natürlich einen gewissen (erwünschten) SOUND, eine Signifikanz, ein Alleinstellungs-Merkmal, das nachzumachen absolut unmöglich ist. Dazu noch die Thematik des EROS, heutzutage völlig verpönt, und politisch inkorrekt. Mit meinen EROTICA habe ich wohl die Meisterschaft meiner Zeichenkunst erreicht, und es wird schwierig sein meine Zeichentechnik noch weiter zu steigern. Der Reiz dieser "erotischen Kunst" liegt im Unausgesprochenen, im feinen Detail. Der Rest ist Kopfkino und jeder macht damit, was er will. Dem Zeitgeist entsprechend wird sich zwar jede echte gendernde Feminstin darüber aufregen , aber wie Du ja weißt, das Geplärre des Mainstreams ging mir schon immer am Allerwertesten vorbei.
Ich hoffe auf Deine wohlwollende Wahrnehmung, wenn Dein jungfräulicher Blick auf das brandneue Werk mit den vielen bunten Linien fällt, und hoffe, dass es Dir, als meiner seelischen Intim-Freundin, gefallen möge, bist Du doch die Spezialistin, was das tiefe Unbewußte angeht, und fähig, das weite Land der unerforschten Psyche zu durchwandern.
Glückseligkeit bedeutet, das innere Erleben mit seiner Lebensführung in Einklang zu bringen. Und in den letzten Tagen, während dieses fiebrigen Schaffens-Prozeses, war ich in einem solch harmonischen Zusammenklang zwischen meinem unausgesprochenen ICH und meinem realen SEIN, kritzelnd im Fauteuil, den Kater auf der Schulter, dass ich nach Fertigstellung des Werkes eine Träne verdrückte über meine späten, glücklichen Tage . . .
Du bist eine der Wenigen die mein neues Oeuvre zu sehen kriegen, da es doch das sehr private voyeuristische Moment meiner verschwiegenen Seele entblößt !
Dein seelen-verwandter Freund - Hugo Josef Kritzelflink

Nochmal die LINKS :
ALBUM – Erotica :
ALBUM – Erotica
BILD : Dreaming Beauty
Sweet Sixteen

P.S.: Du hast ja sicher bemerkt, dass die aktuelle bildnerische Kunst, so eine großflächige, nichtssagende, oft abstrakte Hallen-Kunst ist, die man bei großen Versicherungen, Banken, Hedgefonds oder Hotels in die HALL hängt. Eine Kunst an der man vorübergeht, die keinerlei Erinnerung oder emotionale Spur im Betrachter hinterläßt, die nur dazu da ist, eine größere Fläche irgendwie zu füllen, damit das Ganze nicht so nackt und öde aussieht, und man den eintönigen Charakter einer oft langweiligen Architektur verbergen kann. Austauschbar und ohne individuellen Wieder-Erkennungswert.
Meine Kunst, meine ZEICHNEREI, ist auf jeden Fall das GEGENTEIL davon : sehr individuell, intim, privat, persönlich, eher klein-meisterlich im Format, - und auf alle Fälle zum INNEHALTEN, wenn man fähig ist zu erkennen, was sich hier ein Künstler in diesen kollektivistischen Zeiten herausnimmt und einfach dem absolut Individuellen fröhnt.
In Zeiten wie diesen ist das ja bereits tatsächlich eine PROVOKATION. Nicht einmal auf FACEBOOK kannst Du so etwas noch veröffentlichen, denn alle kreischen dann sofort los und schreien ME-TOO und "Nippel-Gate" ! Das Fratzenbuch hat nämlich jetzt ein "Busen-Verbot", nackte Brust = Horror, - wird sofort gelöscht, und die Zukunft geht ohnehin in Richtung BURKA. Ob Elon Musk als neuer Besitzer von TWITTER da wohl gegensteuern kann ? Ich wage es zu bezweifeln . . .
Allerdings die reine PORNOGRAPHIE ist auch keine Lösung : Immer gleiche Abläufe, oft abstoßend in ihrer grausamen Realität und Körperlichkeit, - ohne Seele und Story, - schnell abgenutzt und auf Dauer langweilig. Und die großen Regisseure trauen sich schon lange nicht mehr ran, an die Abgründe des zutiefst PERSÖNLICHEN, die Intimität des völlig PRIVATEN, und die großen Kino-Stars lassen sich bei delikaten Szenen ohnehin nur mehr doubeln, um in der Öffentlichkeit und auch zu Hause keinen Ärger zu kriegen.
Wo sind sie nur geblieben, die großen LITERATUR-Verfilmungen von "Dr.Schiwago" bis zu Fellinis "Casanova" ? Wie schrieb doch PROUST, mein Einziger, mein Liebling, so klug : "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit . . ."- Gerade mäandere ich wieder mal durch sein monumentales Romanwerk "Im Schatten junger Mädchenblüte", (Was für ein GRANDIOSER Titel !), dem zweiten Teil seiner "Suche . . .", diesem Leselabyrinth von gigantischen Ausmaßen.
Meine Liebe, - WIR hatten die besten Jahrzehnte ! WIR wissen es !
Anyway, mir gefällt's gerade sehr, was ich mache, - vor allem, um all den Irrsinn von Krig und Corona zu verdrängen. Wenn ich da sitz, mit meinem Stift in der Hand, und völlig ungebremst in einem rasenden Automatismus meine Linien ziehe, vergesse ich alles um mich herum, und versinke in einem stundenlangen FLOW, aus dem ich gestärkt wie nach einem heißen Bad innerlich aufgewärmt erwache, und ein tiefes Gefühl der ästhetischen Befriedigung durchzieht meinen Geist und meine Seele. All das ist UNVERZICHTBAR in einer völlig pervers gewordenen Zeit wie dieser.
In diesem Sinne, meine liebe Freundin, vergiß all die Scharlatane, die Wichtigtuer, die meist von Geld, Macht und Aufmerksams-Defiziten angetrieben sind, und etwas hinterherhecheln, was völlig überbewertet ist : PRESTIGE !
In den späten Jahren erkennt man, was wirklich wichtig ist, (das wahre SEIN und die Einzigartigkeit seiner unverwechselbaren Individualität), und was Schall und Rauch ist, - und völlig vergänglich und nicht wert, sich darum zu kümmern. Bevor ich mir übrigens die öffentlichen Medien antue, bürste ich meine Katzen lieber noch eine Viertelstunde länger. Schluss damit ! Totaler MÜLL, und morgen schon Schnee von gestern. Warum sich etwas ansehen und sich die Zeit stehlen lassen, von etwas, das in wenigen Stunden schon keinen mehr interessiert ? Da lass ich es lieber gleich und begebe mich in die noch unbetretenen Pfade meines Unterbewußten, auf dass daraus neue Bildwerke entstehen mögen . . .
In diesem Sinne, meine Liebe, werde ich Dir hoffentlich bald neue Bilder aus dem Urgrund meiner Seele übermitteln können, - in dankbarer Lebens-Freundschaft, - Dein Hugo Josef Underground

P.P.S.: Über CORONA konnte man noch CARTOONS zeichnen, - bei den derzeitigen Leichenbergen in der Ukraine verbietet es sich mir, darüber irgendwelche Scherze zu machen. Darum der Rückzug in die Thematik des Privaten und Persönlichen : eine Flucht ins Innerste, um den ganzen Irrsinn unserer Zeit zu verdrängen.

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Hoffmann von Fallersleben

August Heinrich Hoffmann, bekannt als Hoffmann von Fallersleben (* 2. April 1798 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg; † 19. Januar 1874 in Corvey) kostete ein Gedichtband die Professur an der Universität sowie die Staatsangehörigkeit, er wurde von der Polizei bespitzelt und 39 Mal ausgewiesen, darunter dreimal aus seinem Heimatort Fallersleben. Er hinterließ uns unter anderem das Gedicht mit dem Titel „Deutsche Verzweiflung“, entstanden zwei Jahre nach der Märzrevolution von 1848.

Man kann es als Mahnung lesen darüber, ob es wirklich erst den ganz ganz harten Aufprall braucht, bis dieses Land zur Vernunft kommt. Oder ob es auch ohne geht.



Deutsche Verzweiflung

In Angst und bürgerlichem Leben
wurde nie eine Kette gesprengt.
Hier muß man schon mehr geben,
die Freiheit wird nicht geschenkt.

Es sind die glücklichen Sklaven
der Freiheit größter Feind,
drum sollt Ihr Unglück haben
und spüren jedes Leid.

Nicht Mord, nicht Brand, nicht Kerker,
nicht Standrecht obendrein;
es muß noch kommen stärker,
wenn’s soll von Wirkung sein!

Ihr müßt zu Bettlern werden,
müßt hungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und verdammt.

Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt,
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last.

Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein bess’rer Geist,
der Geist, der über Nacht noch
Euch hin zur Freiheit reißt!

Lieber Freund * * *

Lieber Freund * * * !
Die Dystopie, der Albtraum in Österreich, nimmt heute so richtig „Fahrt auf“!
Es wurde eine STASI eingerichtet, die die Leute auf der Straße anhält und kontrolliert, wenn sie im Freien keine Maske tragen, oder sich ungeimpft ein paar Patschen kaufen wollen. Unfassbar. Reiner FASCHISMUS !
In der (regierungsfreundlichen) KRONE steht das dann so :
„Ab Dienstag (11.1.2022) werden die Corona-Maßnahmen deutlich schärfer kontrolliert: In jedem Bezirk sollen Sonderstreifen nur zur Überwachung der Einhaltung der Corona-Maßnahmen unterwegs sein. Zusätzlich werden die Polizeiinspektionen alle Betriebe noch zusätzlich systematisch kontrollieren, kündigte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, am Montag an. So werde man flächendeckend alle Bereiche - Schwerpunkte sind Gastronomie, Handel und touristische Hotspots - inspizieren. Erstmals sind Geschäftsbetreiber ab 11. Jänner verpflichtet, selbst die erforderlichen 2G-Nachweise überprüfen. Kontrolliert werden die Kontrollen auch von Beamten in Zivil.“
Die NAZI-GESTAPO feiert ihre Wieder-Auferstehung, - und das Fußvolk applaudiert, - genau wie vor 80 Jahren.
Man findet keine Worte mehr. Und alle tun so, als sei das alles „normal“.
Nein, wir haben keine Chance. Das Volk liebt und will den Faschismus.
Ich hätte das niemals für möglich gehalten. Ich hab mich total geirrt.
Ich glaube nicht, dass es daraus ein Entkommen gibt. Leider.
Dein Freund - Hugo

Mädchen mit Hund und Eistüte

Heute, liebe Freunde, erhebe ich meine Stimme zum "LOB der FLACHHEIT"!
Nach diesem heftigen Herbst, den ich damit zubrachte meine 11 CARTOONS in die WELT zu tragen, gönne ich mir heute inhaltlich eine Pause im Sinne von "schwerer Kost" und widme mich ganz dem "Alltäglichen", dem "völlig Natürlichen", dem "Beiläufigen", (in diesem Falle sogar konkret : der HUND), und besinge mit meiner neuesten CRÉATION "Mädchen mit Hund und Eistüte" die Leichtigkeit des Banalen.
Jenseits der Welt der Wichtigkeiten, gibt es das riesige Universum der liebenswerten Kleinigkeiten, die die Seele der Menschen berühren, besonders jene älterer Herren, denen in Bezug auf die Jugend nur mehr die Erinnerung bleibt.
Ich wollte also ein Bild einer ephimeren Erscheinung erschaffen, wie ich es tausendfach im Sommer in BADEN erlebe : Ein junges Girly, jenseits jeglicher Intellektualität, einerseits gelangweilt, weil Ferien und nichts zu tun, andererseits ausgefüllt mit dem neuesten Tratsch, mit den sie minütlich über ihren Messenger von ihren unzähligen Freundinnen gefüttert wird, sollte das Streben dieser BILD-Findung werden. In dieser jugendlichen Verwirrtheit, angefüllt mit Nichtigkeiten, vergessen die Mädels, dass es Augenblicke gibt, in denen sie von so umwerfender und unverbrauchter Schönheit, Eleganz und Grazie sind, dass selbst ein alter Haudegen wie ich ein Bankerl braucht, um nicht einen Schwäche-Anfall zu bekommen, über so viel Liebe des "Unerforschlichen" zu mir und meinem Leben, dass er mir nun schon seit vielen Jahrzehnten immer wieder Sekunden vollkommener Schönheit beim Anblick dieser Unschuld gewährt.
Nichts ist vergleichbar mit dem Leben eines alten Voyeurs, der nichts zu tun hat, als im Sommer vor die Tür zu gehen, und sich am Anblick diser unvergleichlichen Geschöpfe zu erfreuen, die ihm ein unentwegter Strom leichbekleideter Schönheiten vor die Augen führt. - Und als Hommage an den ewigen Schöpfer, der all diese Wesen erschaffen hat, auf dass ich mich auch im Alter nicht langweile, lasse ich euch teilhaben an meiner niemals endenden Suche nach jenen Momenten der Vergänglichkeit, die mir in der Erinnerung die Tränen in die nimmermüden Augen treibt. - Es ist die Dankbarkeit für dieses, mein einzigartiges, Leben. - Oh Lord . . . thank you . . .

Selbst - The Artist

Der verspielte Künstler, - erwischt beim Versuch einer weiteren Selbst-Darstellung. Die Eitelkeit ist nicht umzubringen. "The Artist" liebt's heute wieder mal "bunt".

Akt-Zeichnung

FRAGOLIN, der BLOGGER, bringt es wie immer auf den PUNKT :
"Der große Irrtum der Freiheitskämpfer bestand schon immer darin, zu glauben, dass die große Mehrheit der Menschen in Freiheit und Selbstbestimmung leben möchte. Nein, die Mehrheit ist für Sicherheit und Geborgenheit und möchte gern in einem großen Kollektiv leben, in einer Horde, die Sicherheit gibt, und mit starken Führern, die sie an der Hand nehmen und ihnen die Verantwortung für ihr eigenes Leben abnehmen. Linke und rechte Kollektivisten wollen die Gemeinschaft, die Klasse, die Nation als stramm geführtes Kollektiv, das für sie sorgt, sie beschützt und brutal jeden vernichtet, der ihnen dabei in die Quere kommt. Lieber in einem Gefängnis mit drei garantierten warmen Mahlzeiten leben, wenn man dann auch noch Sonderrechte für brave Dienste als Denunziant oder für besonders devotes Verhalten bekommt, dann ist die Masse zufrieden, und die Schlimmsten werden zu Blockwarten und Wärtern. Sklaven träumen nicht davon, frei zu werden, sondern davon, Sklavenhalter zu werden. Die Individualisten aus der Mitte, die Selbstverantwortlichen, die bereit sind, Opfer zu bringen um allen, die das gar nicht wollen, die Freiheit zu bringen, werden dafür von den Kollektivisten aller Farben angegriffen und bis aufs Blut gehasst. Die Masse begreift es nicht. Die Masse will es auch nicht begreifen. Sie akzeptiert die Kollektivregeln und die Macht der Kollektivführer, solange sie in ihrer Herde geborgen sind. Die Minderheit der ausflockenden Unzufriedenen ist das, wie Elmar Brok seinen eigenen dissidenten Parteifreunden ausrichtete, Krebsgeschwür, das herausgeschnitten gehört. Nicht umsonst der gleiche Duktus wie bei Nazis und Kommunisten, den Hardcore-Kollektivverehrern. Der Individualist ist der Einzelgänger, der Feind des Kollektivs, der Feind jeden Kollektivs. Wir kämpfen entweder nur für unsere eigene Freiheit und haben eine Chance, eine Nische zu finden, oder wir kämpfen für die Freiheit aller, aber dann dürfen wir nicht verwundert sein, wenn uns der Hass aller verfolgt. Der Firnis der Zivilisation liegt sehr dünn über der Affenhorde."