About Hugo Heikenwaelder

Mein Gesamt-Werk umfaßt :
ca.300 Gemälde / Paintings
ca.200 Aquarelle / Watercolours
ca.1000 Zeichnungen / Drawings
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KONTAKT
Hugo Heikenwaelder
Tel.: +43 676 433 44 33
Email : heikenwaelder@aon.at
Ein kleiner Teil meines WERKES ist in diesem BLOG zu sehen.
Danke für Ihr Interesse und Ihren Besuch.

Salzburg

Citypic "SALZBURG" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Titel : "SALZBURG" - Hommage an diese schöne Stasdt.



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Obige SALZBURG-Zeichnung entstand im August 2022 aufgrund dessen, dass ich in meinem Bilder-Fundus untenstehendes SALZBURG-Aquarell fand, das ich vor 25 Jahren (1997) malte. Ich habe damals eine "antikisierende" Mal-Methode ausprobiert, und das Ergebnis fand ich damals wie heute sehr befriedigend.
Aber die Zeit vergeht, und die Leute wollen heute etwas "frischere Bilder", etwas heller und schärfer, damit sie besser zu den modernen Designer-Möbeln passen.
Mir persönlich fällt es schwer zu sagen, was "besser" ist, - es ist wohl wie immer eine Frage des Geschmacks.

Mädchen mit Schirm

Ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre.
Es war in Montreux in der Schweiz am Lac Léman so gegen 20 Uhr und es regnete in Strömen. Am Ortsende von Montreux, in Richtung Lausanne (25 km), sah ich sie : Sie war jung, hübsch, mit orangeroten Haaren, stand da im Regen und wollte mitgenommen werden. Natürlich blieb ich stehen, sie stieg ein in meinen R4, und schon waren wir unterwegs. Sie war ganz aufgelöst und erzählte mir, sie müsse ganz schnell und dringend zu ihrer Freundin (17 Jahre) nach Lausanne, denn diese sei vor wenigen Wochen auf einer Party gewesen, hätte rumgeknutscht und mehr, und seit einer halben Stunde wüßte sie, dass sie schwanger sei. Große Aufregung !
Also fuhr ich mit Fabienne, im Dauerregen zu Ihrer Freundin und als sie dann dort ausstieg, bat sie mich, doch mitzukommen, um gemeinsam ihre Freundin zu trösten, die in diesem Alter mit einem Baby völlig überfordert gewesen wäre, dazu noch von einem ihr bis dato unbekannten Erzeuger im etwa selben Alter, kurz vorm Abitur, - mit einem Wort : Großes Drama.
Also rein zu ihrer Freundin, die, allein zu Hause heulend in ihrem Zimmer saß, am ganzen Körper zitterte und sich dann sogleich in die Arme von Fabienne warf, um von ihr getröstet und beraten zu werden.
Nach einer Stunde hatte sich die junge Schwangere etwas beruhigt, und wir beschlossen in den Pub zu fahren, zu dem ich eigentlich unterwegs war, und das Schicksal zu begießen. Im Laufe des Abends kamen Fabienne, die Nicht-schwangere und ich uns näher und der herannahende Winter zwang uns dann, einander in den kalten Monaten aufzuwärmen, vorwiegend unter einer warmen Tuchent in ihrem Bett.
Nach 9 Monaten erblickte dann Jean-Michelle, der kleine Sohn ihrer Freundin das Licht der Welt. Man taufte ihn Jean nach seinem Gymnasiasten-Vater und Michelle nach der jungen Mama.
Am Ende des Schuljahres verließ ich Montreux und auch meine verliebte Fabienne fand sich bald einen Anderen.
Und die Zeichnung ist dem Augenblick gewidmet, als ich Fabienne im Scheinwerferlicht im strömenden Regen erblickte und unser gemeinsames Abenteuer begann. Es war eine schöne und unbeschwerte Zeit.
Man schrieb das Jahr 1973 und die Welt war noch in Ordnung.

GIRL with Gramophone

Eroticum "GIRL with Gramophone" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Meine liebe Freundin !

Titel : "GIRL with Gramophone"



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Am 13.Mai schriebst Du mir eine Email und betontest irgendwelche Aspekte der "erotischen Kunst aus weiblicher Sicht", die ich in mein Werk einfließen lassen müsse.
Daraufhin antwortete ich Dir damals ziemlich aufwändig Folgendes (gekürzt), ohne darauf bis heute eine Antwort zu bekommen :

Meine EMAIL vor 3 Monaten :

Leider, leider, meine liebe Freundin,, verstehe ich kein einziges Wort von dem, was Du mir gestern geschrieben hast : Wirklich GAR NICHTS !
Du schreibst in Deinen „Gedanken“ :
„Und wenn du weitere Erotica, die die Menschen packen, machen willst, dann mußt du aber unbedingt auch die weibliche Seite richtig darstellen. (Zugegeben ist das für einen Mann schwierig, weil er sich in den komischen dunklen Kontinent nicht wirklich eindenken kann...)“
Keine Ahnung, was Du damit meinst. Und dieses DU meint nicht Dich persönlich, sondern die FRAU an sich.
Da es bei uns beiden in hunderten Mails praktisch keinerlei Mißverständnisse gibt, so bitte ich Dich in Zusammenhang mit obigen Zeilen einfach um etwas KONKRETES.
„. . . die weibliche Seite richtig darstellen . . .“ – dazu fällt mir leider ÜBERHAUPT nichts ein, - WAS soll das sein ???
Ich fragte meine liebe Ehefrau, wie diese Sichtweise, die weibliche, in ihren Augen aussehen könnte, - und sie meinte : „Ein hübsches, angezogenes Mädchen liegt träumend und nichts-ahnend in einer Blumenwiese, - und wird aus der Ferne unbemerkt von einem attraktiven jungen Mann beobachtet.“
HÄ ? Klingt irgendwie nach sommerlichem Sonntags-Spaziergang mit Sonnenschirm und vielen Mohnblumen . . .
Aber vielleicht verstehst Du, dass ich, wenn meine Frau von Blumen-Paradiesen mit Mädchen-Staffage schwärmt, - (wohl ein nie befriedigter Prinzessinnen-Traum), - dass ich dann die KRISE kriege !
Und was aus Frauensicht erotisch sein soll : Keine Ahnung !
Mein zentrales Thema ist derzeit : „Schläfrige Schulmädchen beim Nichts-Tun“.
Nein, von Frauenkunst im Zusammenhang mir EROTICA habe ich keine Ahnung, und wenn Du es mir erklären willst, dann mußt Du schon KONKRET werden.
Denn meine Zeichen-Kunst ist sehr, sehr dinglich, und ich brauche auch eine absolut dingliche Anweisung, wenn ich die weibliche Sichtweise einnehmen soll.
Und um Dir das DINGLICHE in seiner brutalen Direktheit zu erklären, gebe ich Dir eine VORSCHAU auf mein nächstes Bild :
Es ist wie ein KOCHBUCH.
Man nehme : 1 Couch, 1 Beistell-Tischchen, 1 Fenster, 2 Vorhänge, 1 Türe, 1 Perserteppich, 1 Parkett-Boden, 1 Lampe, 1 Indoor-Säule, 1 Paar Schuhe, 1 Banane, 1 Grammophon, 1 Vase mit Blume, 4 Parfum-Fläschchen, - und in der Mitte des Ganzen dann das ultimative Lolita-Girl ! Und diese Ingredienzien sind in einer schlüssigen Komposition so anzuordnen, dass all das Beiwerk, das zentrale Thema des gelangweilten Girlys unterstützt, - denn Girly mit nichts drumherum ist nur luftleerer Raum.
Also ich bitte Dich : Schick mir ein "weibliches Rezept", - mein "männliches" kennst Du jetzt.
Titel des Werkes: "Schulmädchen mit Grammophon".
Wie ich jetzt in diese "Anordnung" etwas Feminines hineinbringen könnte ? Wie bereits gesagt : Keine Ahnung !
Du siehst, - ich bin wieder mal verloren, mache die Dinge, wie ich sie halt mache, - ohne viel nachzudenken, eher spontan und intuitiv gesteuert. Das Einzige, was ich weiß : Ich kann es gar nicht falsch machen. Mein unbewußtes Korrektiv, seit vielen Jahrzehnten trainiert, schlägt SOFORT Alarm, wenn irgendetwas "nicht stimmt". Man kann es Talent nennen, oder Begabung, oder Gnade, - es ist auf jeden Fall mehr als nur ERFAHRUNG, - und mit ÜBUNG hat es schon gar nichts zu tun.
Ich kenne keine weiblichen Ingredienzien ! Vielleicht mehr SCHUHE ? Oder mehr VASEN mit BLUMENSTRÄUßEN ? Oder doch eine KAVALIER mit HANDKUSS ?
Bitte sag mir, was Sache ist, sonst kann ich nicht weiter vordringen in Deinen von Dir erwähnten "dunklen Kontinent".
Sorry, liebste Freundin, - glaubst Du tatsächlich, dass es dieses "weibliche Afrika" wirklich gibt ? Ich glaube, es ist eher eine Einbildung.
Bussi - Hugo
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Meine liebe Freundin, nein ich entlasse Dich nicht aus der nicht-gegebenen Antwort, was Deine Ansage über "erotische Kunst aus weiblicher Sicht" betrifft, und heute schon GAR NICHT, (TATÜ-TATA), denn ich habe endlich NACH 3 MONATEN, das "GIRL with Gramophone" vollendet, das ich Dir damals, samt "REZEPT" angekündigt habe.
Meine INGREDIENZIEN habe ich Dir geschrieben, auf die DEINEN warte ich seit 3 Monaten !
(Noch heute weiß ich, wie man einen perfekten SALAT macht, damals, nach Deinem REZEPT ).
Meine teuerste Freundin, Du weißt, ich schätze Dich sehr, aber ich muss Dich, (schon der Unterhaltung wegen), etwas in die Enge treiben, und darauf bestehen, dass Du mir Deinen mysteriösen Erotik-Kontinent der Frau dinglich erklärst, (so wie den SALAT !), also nichts Theoretisches, sondern was Konkretes, welche Gegenstände, welcher Blickwinkel, etc.
Du weißt ja, unterschiedliche Standpunkte beleben das Gespräch, - und ich will's nun mal wissen, - und so genau wie möglich.
Also, meine liebe Freundin, hier geht's zu meinem neuen WERK : (Unerträglich viel Arbeit)
Zuerst 1 Monat herumgewerkt, dann 2 Monate pausiert, und jetzt diese Woche finalisiert.

Zum BILD "GIRL with Gramophone"
"GIRL with Gramophone"
Zum ALBUM „Erotica“
EROTICA-Album

Die Datei ist sehr groß, 46 MB (für den Druck, 60 cm x 50 cm), und es dauert etwas, bis das Google-Album das Bild hochlädt und scharf stellt. Um die Details zu sehen, mußt Du am Mouserad drehen zum Rein-Zoomen.

Mit der Komposition bin ich total happy : Im Vordergrund die runden weiblichen Formen (Beistell-Tischchen, Stehlampe, Couch, Grammophon), im Hintergrund das Eckige (Fenster, rote Tür, Wände), alles sehr ausgewogen, und von den Formen, Größen und Abständen stimmig.
Das Atmosphärische kommt einerseits natürlich durch das fein abgestufte Kolorit mit seinen bewußten Dissonanzen, (rosa, pink, violett, grün, rot, gold-gelb, orange > Haare, und die Unschuld wieder mal in weiß), andererseits all die Gegenstände, die ein bestimmtes Gefühl evozieren, frei nachempfunden von Proust's "Im Schatten junger Mädchenblüte", dem jugendlichen "dolce far niente", die nicht endende Ferienstimmung sommerlicher Nachmittage (Le Bleu du Ciel), - mit den ersten erotisch-sinnlichen Erfahrungen eines weiblichen Teenagers.
Und natürlich auch die Katze, - als Markenzeichen und Symbol der Privatheit.
(Darüber zu schreiben, entzückt mich, aber es zu malen, treibt mich zur Ekstase !)
Anyway, es ist vollbracht, ich bin glücklich, ist es doch die Inkarnaion meines Lieblings-Themas :
„Schläfrige Schulmädchen beim Nichts-Tun“.
Du bist die Allererste, die es sieht, und ich hoffe, ich kann Deinen Ansprüchen gerecht werden.
In diesem Sinne, - in ewiger ästhetischer Zuneigung, - Dein Künstler - Hugo Josef Pinselflink

"Girl with Gramophone" - Bild-Komposition

Meine liebe Freundin, da Du ja selbst zu den großen Architekten und Kompositeusen zählst, kannst Du ja problemlos meine Kompositions-Linien nachvollziehen, - siehe Bild im Anhang !

Das "Girl with Gramophone" ist für mich der Inbegriff einer perfekten Komposition, und ich werde Dir die Details jetzt erläutern, - und Du wirst auch verstehen, dass fast alle wirklich großen Maler Männer waren, in Bezug auf ihre absolut einzigartigen Kompositionen.

1. Die ganz rechte, rot-violette Kompositionslinie beginnt unten beim linken Schuh und führt dann über das Beistell-Tischchen, über die Stehlampe nach oben, wo sie dann in die Horizontale einbiegt und der rechten oberen Ecke von Tapete und Türe durch ihre Rundung die Härte nimmt, bevor sie sich dann geradlinig durch die Fläschchen-Reihe fortsetzt.

2. Die ganz linke, rot-violette Kompositionslinie beginnt in der Chaise-longue, macht dann eine schöne Biegung nach oben setzt sich in der Säule und im linken Vorhang fort und zieht sich dann über die Biegung der Orchidee von links in die horizontale Fläschchenreihe rein. Und der linke Vorhang nimmt der linken oberen Ecke seine Schärfe.

3. Im roten Linien-Stern erkennt man ganz deutlich das Bild-Zentrum, das genau zwischen den Augen des Mädchens liegt. Es führen mehrere Linien dorthin, - zuerst mal links die Tapetenkante, direkt zwischen die Augen, auch die schräge, seitliche Türlinie, die auch auf die Katze weist, und auch die Tür-Senkrechte zielt genau auf den Mädchenkopf. Auch der rechte, geschwungene Vorhang führtt mit seiner Kante direkt ins Zentrum. Aber auch die Rückenlinie des Girlys, beginnend in der rechten Socken-Spitze führt perfekt zum Bild-Zentrum, wie auch der dünne, weisse BH-Träger, und die zweite beim linken Knöchel beginnende Arm-Linie.

4. Einen schönen Bogen bildet auch die imaginäre Linie von Säule mit Vase zum Gramophon-Trichter mit dem Gesicht des Mädchens als Höhepunkt und dann abfallend zur Katze, was dem Ganzen ebenfalls eine aufstrebende Richtung gibt. In blau eingezeichnet.
Im Vordergrund habe ich die runden Elemente gruppiert : Säule (ovale Fläche mit Orchidee drauf), Grammophon-Trichter, Mädchenkopf, Mädchen-Popo, Stehlampe, - alles Dinge, die dem Weiblichen entsprechen, - und im Hintergrund die eckigen Elemente : Fenster, Türe, Wände, Fussboden, die das Männliche repräsentieren.
Wichtig ist, dass beide Elemente ausgewogen im Bild vorhanden sind, sonst entsteht ein Ungleichgewicht, sodass es entweder zu kitschig (rund) wird, oder zu eckig (rein architektonisch) wirkt.


5. Die Gegenstände sind eher zeitlos-antiquiert, bis auf die Stehlampe, die im Modern-Style gehalten ist und eine stilistische Dissonanz herstellt, aber ich habe diesen Harmoniebruch bewußt in Kauf genommen, weil ich den Lampen-Bogen brauchte, um die rechte obere Ecke zu entschärfen. Zuerst hatte ich dort KEINE Lampe, sondern ein Bild an der Wand, zuerst ein unpassendes eckiges, dann ein länglich ovales, das besser gepaßt hat, aber die Lampe nahm ich dann doch lieber, - erstens wegen des Licht-Effekts und zweitens wegen des kräftigen Gold-Tons und des farb-komplementären Lampen-Gestells (blau), das mehr Kontrapunkt in die rechte Bildhälfte bringt, als ein Bild-im-Bild. Der Perserteppich ist vielleicht der schwächste Teil des Bildes, aber erstens hatte ich schon keine Lust mehr die Sache zu verfeinern, und zweitens fiel mir auch dazu keine wirkliche Alternative mehr ein. Die Komposition hat mich echt "angestrengt" und irgendwann war's dann auch genug.

6. Wichtig ist auch, was ich NICHT gemacht habe : Zum Bsp. keine High-Heels oder exklusive Schuhe sondern ganz normale Treter für das Girly, auch war das Bild genug "angeräumt", sodass ich mir noch eine Schultasche oder ihr Kleidchen versagte. Es wird schnell zuviel mit den vielen Objekten, und ich wollte ja auch kein "Suchbild" erschaffen. EINEN Trick hab ich mir aber erlaubt : Ich habe mir das wahnsinnig aufwändige und zeitraubende Malen der Hände und Füße erspart, indem ich dem Girly einfach weiße Socken überzog, und die linke Hand im Schoß verbarg,- die rechte Hand blieb einfach unsichtbar hinter ihrem Körper versteckt. Das hätte dann nochmals 2 Tage gedauert und wäre womöglich schief gegangen, schließlich bin ich nicht REMBRANDT oder EGGER-LIENZ, sondern nur ein obsessiver Kleinmeister, dem nach 3 Wochen die Lust vergeht, - (ist das schon zu lang) !

7. Auch kaum sichtbare psychische Elemente hab ich eingebaut : Die perfekt angeordneten Parfum-Fläschen, die das Prinzip der ORDNUNG manifestieren einerseits, und optisch oben, - und die schlampig hingeknallten Schuhe, die das Prinzip UNORDNUNG repräsentieren, optisch unten, - und dazwischen, das ertappte Mädchen, (wie Du richtig geschrieben hast), dazwischen, zwischen Chaos und Ordnung, und im geistigen Bereich zwischen bravem Schulmädchen und sich ankündigender sexueller Erregung andererseits.

8. Das Schwierige an meinen EROTICA-Bild-Findungen ist die Balance zwischen gerade noch Tolerierbarem und Pornografischem. Klar ist : PORNO geht GAR NICHT, aber BANAL geht auch nicht. Natürlich muss ein eideutig erotisches Element vorhanden sein, sonst ist es ja kein EROTICUM. Andererseits verbietet es sich, primäre Geschlechts-Merkmale zu zeichnen, denn dann wirst Du gleich in eine Schublade gesteckt, und, das weißt Du ganz genau, - aus dieser Zuschreibung kommst Du NIE WIEDER raus. Und obwohl auf keinem einzigen meiner EROTICA auch nur IRGENDWAS zu sehen ist, hat mir mein Arzt und Kunstsammler-Freund sofort die Freundschaft gekündigt. Denn das, was ER sieht (bzw.seine Frau) existiert ausschließlich in seiner Vorstellungskraft und definitiv NICHT auf dem Papier.
Und dann noch diese vollkommene IDIOTIE, wenn ein Mensch einen Maler mit seinem Bild völlig identifiziert. Der glaubt wohl auch, wenn ein Schauspieler einen Serienmörder spielt, dass dieser im wirklichen Leben AUCH ein Serienmörder sei ! So ein SCHWACHSINN.

9. Malerei ist nicht nur Kunst, sondern immer auch Dekoration und Entertainment. Jeder weiß es : Die Menschen wollen unterhalten werden. Es gibt nur ZWEI Verbrechen in der Kunst. Einmal das NICHT-KÖNNEN, und zum Zweiten : LANGEWEILE. Wobei Verbrechen Nr.2 das Schlimmere ist, weil Viele das Verbrechen Nr.1 gar nicht mehr beurteilen können, weil das Handwerkliche jegliche Relevanz verloren hat, - in derart dekadenten und kaputten Zeiten wie heutzutage. Schade aber unabänderlich.

10. Abschließend will ich aber sagen, dass ich insgesamt mit dem Bildwerk sehr, sehr zufrieden bin, ich habe absolut ALLES gegeben, zumindest, was die Komposition betrifft, besonders der Gesichts-Ausdruck scheint mir gelungen, (wie Du ja ebenfalls bemerkt hast) , - und dem Kater lass ich natürlich die Zunge raushängen, denn ER bin ICH in meinem VOYEURS-Versteck. Tja, so bin ich nun mal: Zum Malen befähigt, aber moralisch und politisch völlig inkorrekt.

Soviel für den Moment, meine liebe Freundin, - jetzt kann ich nicht mehr und leg mich im Garten in den Liegestuhl, umgeben von meinen 3 Katern FLAUSCHI, LINUS und MILO, in der Hoffnung, dass mir Silvia bald Kaffee und Kuchen bringt.
In diesem Sinne, meine Liebe, verbleibe ich - Dein erschöpfter - Hugo von Kann-nicht mehr