About Hugo Heikenwaelder

Mein Gesamt-Werk umfaßt :
ca.300 Gemälde / Paintings
ca.200 Aquarelle / Watercolours
ca.1000 Zeichnungen / Drawings
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KONTAKT
Hugo Heikenwaelder
Tel.: +43 676 433 44 33
Email : heikenwaelder@aon.at
Ein kleiner Teil meines WERKES ist in diesem BLOG zu sehen.
Danke für Ihr Interesse und Ihren Besuch.

Ein seltsames Paar

"Ein seltsames Paar" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Ein seltsames Paar“ (in Farbe)

Man sieht sie überall, - in den Cafés, den Restaurants, beim Heurigen, aber auch im Kino, im Theater oder bei Konzerten : "Seltsame Paare". Und ich rede jetzt nicht vom vielzitierten "Mysterium der Liebe", sondern von noch etwas Gewichtigerem, etwas Unerklärlichem, einem Tabu : der "Bestimmung".

Hier die Variante Farbe !

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Es gibt sie, die Bestimmung, für einen besonderen Menschen, das ist gewiss, - und nur wer sie erlebt hat, kann wirklich darüber reden.
Freunde sagen dann oft : "Er hat sie gesehen, - und es war um ihn geschehen !", oder : „Die beiden haben sich gesucht und gefunden !“. Danach war er ein Anderer.
Eine Frau gestand mir : "Schon bei der ersten Begegnung wußte ich, - er wird's wohl werden . . .".
Und Männer berichteten mir von unfassbaren spontanen Erkenntnissen mit den Worten : "Sie oder keine." Von einer Sekunde auf die andere.
Und manchmal erzählen Leute nach 60 Jahren Ehe : "Jo, der Franzi, - wissen's, es hat nie an Andern gebn." Und alte glückliche Männer zwinkern : "Mei Frau, die Hanni, und I, mir ghörn zsamm, es war immer so ! Da gibt's nix."
Da gibt es kein Infrage-stellen, da gab es auch kein Überlegen, keinen Zweifel, nichts, - da gab es nur das Eine, das Unausweichliche, das "füreinander bestimmt sein".
Ein ziemlich fanatisch religiöser Mensch, den ich kenne, spricht immer von den "Suchenden", den "Verirrten", die "ihren Weg noch nicht gefunden" haben. Diese interessieren mich aber heute gar nicht. 

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Heute erzähle ich von den früh Ahnenden und sehr bald Wissenden, von der sogenannten "Bestimmung". Meine Eltern wollten, dass ich Anwalt werde, oder Notar, Richter, Arzt oder Ingenieur. Schließlich kam ich aus einem bürgerlichen Haus. Doch ich, - was tat ich ? Ich erinnere mich an hunderte Latein-Doppelstunden, in denen ich über schwierigen Texten saß, um sie zu übersetzen, zu entschlüsseln, zu interpretieren. Doch ich nahm von alledem nichts wahr, saß nur da,- gedankenverloren über Ovids "Metamorphosen" gebeugt, - und kritzelte mit meinem roten Kuli endlos und endlose Muster an die Ränder, Ecken und halbleeren Seiten meines Latein-Buches, völlig losgelöst, abwesend und ohne Teilnahme an dem, was rund um mich geschah. Ich verlor mich vollständig in diesen dichten Liniengeflechten, die ich schon als 16-jähriger immerwährend zeichnete, bis aus der Ahnung Gewissheit wurde, und ich begriff : "Das ist mein Leben, das ist meine Bestimmung, das ist mein Flow, mein ganzes Sein". Nichts wurde aus den Wünschen meiner Familie, meiner Lehrer und Vieler, die mir wohl wollten. Es gab keinen ehrenwerten Beruf, es gab nur eines : "Zeichnen".
Es war und ist meine Bestimmung. Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel.
Und manchmal denke ich, es muß es wohl doch irgendwo geben, das "große Buch des Lebens", in dem geschrieben steht, wie es beginnt, verläuft und endet, unser Leben, denn wie sonst hört man immer wieder : "Es kam, wie es kommen mußte !"
In diesem dicken Buch stehen sie drinnen, all die vielen Weggabelungen, die man so sicher, so schlafwandlerisch entschieden hat, um letztendlich dort anzukommen, wo einen die "Bestimmung" hinführen sollte. Sei es zu einem anderen ultimativen Menschen, einem ungewöhnlichen Beruf, einem fernen Land, oder zu einem bestimmten Tier, ohne das einen sein Leben sinnlos erscheinen würde.
All das ist mir, meiner Frau, und vielen anderen Menschen wiederfahren, hat in den Betroffenen ein rätselhaftes Staunen ausgelöst, und endet meistens in der Bemerkung : "Ehrlich, - das kann kein Zufall sein."
Und so schließe ich diesen kurzen Bericht zu meinem Bild "Ein seltsames Paar", dieser Hommage an viele schräge Beziehungen, die täglich passieren, (und die man sich in Ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit nicht ausdenken kann), mit den berühmten Worten unseres Herrn Goethe : "Jeder nimmt das Geheimnis mit ins Grab, wie es ihm möglich war, zu leben."
Euer Hugo von Kritzelflink

Sekretärin

"Sekretärin" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag der "Sekretärin" !

Heute ist der Tag der "Sekretärin" ! Keine Firma in keinem Staat der Welt könnte reüssieren, gäbe es im Hintergrund nicht diese kompetenten Sekretärinnen, Assistentinnen und anderen dienenden guten Geistern, die ihre Chefs bei Laune halten und sie entlasten, damit diese jeden Morgen die Kraft aufbringen, um ihr Unternehmen weiter profitabel zu gestalten.
Wie muß sie also sein, die ideale Chef-Sekretärin ?

Hier die Variante Farbe !

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Neben ihrer fachlichen Kompetenz, die eine unabdingbare Voraussetzung für diesen Job ist, muss die Löwin vor der Tür des Generaldirektors auch schön sein.
Warum das ?
Mein langjähriger Freund Raffaello, seines Zeichens Marketing-Direktor eines italienischen Weltkonzerns, erklärte es mir Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts folgendermaßen : "Stell Dir vor, ich komme an einem regnerischen Novembermorgen um 9 Uhr ins Büro, und als Erstes sehe ich im Vorzimmer eine hässliche Alte ! Woher bitte soll ich die Motivation hernehmen, um meine Untergebenen zu Höchstleistungen anzuspornen und jeden Tag die Welt niederreissen, damit die nächsten Quartalszahlen wieder übertroffen werden ? Nein, sie muß schön sein, am besten sogar sehr schön. Schließlich macht sie ja nicht nur irgendeine Arbeit, sondern meine Assistentin ist ja auch Repräsentantin unserer Firma, meiner Person, und besonders auf Reisen zu Kongressen, zu denen ich sie immer mitnehme, muss sie absolut sehenswert, bemerkenswert und Tageslicht-tauglich sein. Was hat man denn sonst schon ? Ein Leben in Flugzeugen, in teuren aber gesichtslosen Hotels, in ihren Hotelbars und Restaurants, wo man gezwungen ist seine Abende einsam zu verbringen ? Nun, da hilft schon eine kluge und kuschelige Sekretärin, die einen besser kennt und versteht als seine eigene Ehefrau !"

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Das Wichtigste ist schon das Bewerbungsgespräch. Man weist als Chef darauf hin, dass es vorallen um Loyalität, Diskretion, Geheimhaltung und Zuverlässigkeit geht. Man fragt, ob sie an Auslandsreisen interessiert sei, Zeit dafür hat, - und man sie selbstverständlich bei der entsprechenden Garderobe unterstützen werde, - schließlich sei man ja das Gesicht des Konzerns !
Meistens beginnen da schon die Augen der wiligen Damen zu leuchten, besonders, wenn sie Anfang 30, kinderlos und frisch geschieden sind. In diesem Alter, wenn die ersten Anzeichen des Panikmodus erkennbar werden, hoffen Frauen auf einen letzten Schub an Aufmerksamkeit, der sie hinwegträgt über die Banalitäten des Alltags, der ein neues Feuer in ihrem Herzen entfacht, und sie geheime Dinge erleben läßt, von denen sie immer geträumt hat. All das wußte mein Freund Raffaello, der elegante Mailänder, in seinen dunkelblauen Seiden-Anzügen mit den hellen Leder-Maßschuhen, dem erfahrenen Kämpfer für Großaufträge und Mädchenherzen.
Ja, sie lagen ihm zu Füßen, seine Sekretärinnen, sie liebten ihn für die Farbe, die er in ihr Leben brachte, als tägliche Ablenkung auch vor ihrer langweiligen Ehe, mit einem Mann, der abends nur noch Fussball schaute.
Und Raffaello, der Verführer, - (wie sonst denn hätte er so weit kommen können ?) -, sagte schon bei der Bewerbung zu seiner "Sekretärin", seiner späteren Geliebten, auf deren Frage nach seiner Frau : "Ach, Frau Eva, - meine Ehefrau, die ist weit weg, in Mailand, und ich bin hier in Wien, - und wenn ich 1 Mal im Monat nach Hause komme, dann ist sie müde, hat Kopfweh oder ihre Tage . . . ! Lassen wir das, - das Thema ist wahrlich zu ermüdend."
Genug gesagt für heute ! Ja, so war es vor 30 Jahren, jener Zeit vor der "MeToo - Bewegung", vor der "Political Correctness" und all dem "Gender-Gedöns", als Männer noch Männer waren und keine verweichlichten Kuscheltiere, die zumindest im Privaten noch sagten, was sie dachten und wollten. Und was sie auch bekamen.
War es nicht eine schöne Zeit ?
Und was ICH sage zum Thema "Sekretärin", zur Suche nach Glück, Erfolg, Liebe und den Unwägbarkeiten des Lebens, das hat unser geliebter Schreiberling Arthur Schnitzler schon vor über 100 Jahren so treffend formuliert : "Die Seele ist ein weites Land . . ."
In diesem Sinne, meine lieben Freunde, übergebe ich euch heute mein Bild einer "Sekretärin", auf dass es euch gefallen und erheitern möge, auch wenn es nur ein paar Farben und schwarze Striche sind. - Ich denke an euch alle , euer - Hugo von Kritzelflink