About Hugo Heikenwaelder

Mein Gesamt-Werk umfaßt :
ca.300 Gemälde / Paintings
ca.200 Aquarelle / Watercolours
ca.1000 Zeichnungen / Drawings
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KONTAKT
Hugo Heikenwaelder
Tel.: +43 676 433 44 33
Email : heikenwaelder@aon.at
Ein kleiner Teil meines WERKES ist in diesem BLOG zu sehen.
Danke für Ihr Interesse und Ihren Besuch.

Posts mit dem Label Werke 2026 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Teachers pet

Der Voyeurismus und die Malerei : Lehrers Liebling
Voyeurismus – das lustvolle und distanzierte Beobachten intimer oder privater Momente – ist nicht nur eine spezielle Form der Erotik, sondern eine der tiefsten Triebkräfte der Malerei.
Der Maler ist von Berufs wegen Voyeur: Er schaut, ohne gesehen zu werden, er dringt in persönliche Momente, verborgene Räume und unbeobachtete Situationen ein und fixiert das Gesehene für immer auf seine Leinwand.

"Teacher's pet" - Grafik von Hugo Heikenwaelder

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Während der normale Voyeur nur konsumiert, verwandelt der Maler das Verbotene in Kunst.
Er rechtfertigt seinen begehrlichen Blick auf das Intime durch Ästhetik. Deshalb wirken so viele große Maler – von Degas mit seinen heimlich beobachteten Badenden und Tänzerinnen über Henri de Toulouse-Lautrec und Balthus bis hin zu Hopper – wie professionelle Voyeuristen. Sie zelebrieren genau jene Grenzüberschreitung, die die Gesellschaft sonst bestraft: das geheime, begehrliche Schauen.
Der Maler ist der legitimierte Voyeur der Gesellschaft. Er darf das tun, wofür andere verurteilt werden – und sein Ziel ist es, daraus Schönheit zu erschaffen.
Um das voyeuristische Begehren der Kunstsammler zu befriedigen, bedarf es des erotisierenden Blicks des Malers auf das Subjekt in seinen privatesten Momenten. Und ich war, und bin, einer dieser Maler. Man möge es mir verzeihen . . .

Mädchen mit Buch

Liebe Freunde - Frohe Ostern !
Ich liege im Liegestuhl auf dem Balkon und schaue in den Garten, wo meine Katzen an diesem Frühlingstag unbeschwert ihre Purzelbäume schlagen. Ach, wie gerne würde ich mit einem meiner Kater tauschen ! Diese glückliche Ahnungslosigkeit ist wahrlich beneidenswert. Den Menschen ist diese Unbeschwertheit nur in den frühen Kindertagen vergönnt. Wenn überhaupt !

"Girl with Book" - Grafik von Hugo Heikenwaelder

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Die ehemalige "Leichtigkeit des Seins" hat sich inzwischen als "andauernde Schwierigkeit" manifestiert, - zumindest für jene viele, die sich das Leben kaum mehr leisten können.
Nun, man tröstet sich, indem man sagt : "Noch gehöre ich nicht dazu ! " Aber bei einem Blick zur Seite erkennt man, die Angst vor einem Rückgang des Lebens-Standards kommt immer näher.
Noch trifft es die "Anderen", - aber wann wird es "alle" betreffen ? Ich ahne es . . .
Da fällt mir ein Witz ein : Ein Mann geht zu einer Wahrsagerin und fragt : "Wie wird es weitergehen ?" und die Wahrsagerin sagt : "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie ! Die schlechte Nachricht ist : Das Jahr 2026 wird schlechter als das Jahr 2025 ! Die gute Nachricht ist : Das Jahr 2026 ist besser als das Jahr 2027 !"
Damit genug für heute, - verlernt das Lachen nicht, auch wenn es längst nichts mehr zu lachen gibt.
Macht es wie ich : Ich flüchte seelisch in tatsächlich bessere vergangene Zeiten und übe mich in Nostalgie, - Erinnerungen, alte Filme, Musik, die noch Melodien hatte . . .
Und wenn das alles nicht mehr hilft, dann setz ich mich noch einmal hin, und male ein letztes unbeschwertes Bild eines Mädchens, das ein Buch liest. Nicht um der Kunst zu frönen, sondern um einen Moment die Verzweiflung über den Zustand dieser Welt zu vergessen.
In diesem Sinne, meine Freunde : Haltet durch - euer Kleckser - Hugo von Kritzelflink