About Hugo Heikenwaelder

Mein Gesamt-Werk umfaßt :
ca.300 Gemälde / Paintings
ca.200 Aquarelle / Watercolours
ca.1000 Zeichnungen / Drawings
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KONTAKT
Hugo Heikenwaelder
Tel.: +43 676 433 44 33
Email : heikenwaelder@aon.at
Ein kleiner Teil meines WERKES ist in diesem BLOG zu sehen.
Danke für Ihr Interesse und Ihren Besuch.

Stupid Girl

"Stupid Girl"- Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Liebe Freunde, - hier nun mein neues "umstrittenes" Werk : "Stupid Girl"!

Ja, liebe Freunde, - heute bin ich der BÖSE ! Eigentlich mehr als das : Ich bin der böse, alte, weiße Mann, in seiner tiefsten Seele frauenfeindlich und im Grunde ein unverbesserlicher Macho ! Ein Ewig-Gestriger also, - sagt meine liebe Frau Silvia . . .

Hier die Variante in Farbe!

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Wie kam es aber dazu, - und worum geht es eigentlich ?
Es geht um mein neuestes Werk "Stupid Girl". Mein ganzes Leben bin ich ihnen immer wieder begegnet : den absolut "doofen Mädchen".
Nun gut, die sind wohl JEDEM begegnet, aber ICH habe es jetzt gewagt, ein solches junges weibliches Subjekt zu MALEN, - und der Öffentlichkeit preiszugeben ! Welch ein Verbrechen, - sagt meine Frau, obwohl selbst gar nicht betroffen, weil nicht DOOF !
"Warum malst Du nicht einen DOOFEN JUNGEN, - gibt genug davon, wahrscheinlich mehr als doofe Mädchen !"
Da war es wieder, mein Problem : Ich male lieber Mädchen als Buben, - ist wohl genetisch, - aber das ist heutzutage in der "woken Gesellschaft" keine Ausrede mehr, - schließlich könnte ich ja "an mir arbeiten" ! - Tu ich aber nicht ! Zu alt, zu schlau, zu reich, zu glücklich !

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Doch jetzt mal von vorne : Ich sitz also in der Badener Bahn und mir gegenüber 2 ca. 15-jährige Teenager, ein Bursch und ein Mädchen. Er, jung, blond, adrett und ziemlich pfiffig. Sie jung, dumm, dick, doof, - aber - "sie hat die Haare schön . . ."
Das Gespräch ging etwa so :
Er : "Ich geh am Wochenende wandern".
Sie : "Ich wandere auch".
Er : "Du WANDERST ? Ja, vielleicht vom FERNSEHER zum KÜHLSCHRANK, dann aufs KLO, vor den SPIEGEL und wieder zurück !"
Sie, starrt auf ihr Handy : "Du mußt es ja wissen !"
Und in dieser Tonart ging es dann weiter . . .
Leider war es zu offensichtlich : Sie hatte KEINE AHNUNG von GAR NICHTS, - es tat richtig weh ihr zuzuhören, er etwas schlauer, aber an ihr nicht interessiert. Geplapper ohne jeden Sinn.
Aber egal. In mir kamen Erinnerungen hoch an all die kreischenden Mädchen-Horden, die ich einst in London bei einem Konzert der "Spice Girls" erleben durfte ! Entsetzlich, NICHTS in der Birne, - aber sich aufführen wie wildgewordene WAHNSINNIGE, die zufällig den unversperrten Ausgang aus der Psychiatrie gefunden hatten.
In Anbetracht der Bilder, die gerade in meinem Kopf auftauchten, setzte ich mich zu Hause ans Zeichenbrett und malte mein "Stupid Girl" !
Stolz auf mein neues, gelungenes und sehr dynamisch gezeichnetes Bild, präsentierte ich mein Meisterwerk natürlich zuerst meiner lieben SILVIA !
#Aufschrei würde es auf Twitter heißen !
"WARUM ausgerechnet ein DOOFES MÄDCHEN ? Kannst Du nicht etwas POSITIVES malen ? Immer nur diese PROVOKATIONEN ! Mal Dich doch SELBER mit Deinem doofen Gesicht !" - Nein, mach ich nicht. Keine Lust.
Wie man sieht ist das "woke Weltbild" inzwischen auch bei uns eingezogen. Die Wirklichkeit muss ausgeblendet werden ! Es darf keine doofen Mädchen mehr geben : das heißt jetzt "Insel-Begabung", - was immer das bedeuten mag . . .
Nun, es ist wie es ist. Das Bild ist gemalt, es ist auf der Welt, ich kann und will es nicht ungeschehen machen. So sei es denn mit euch . . .
Ich hoffe, ihr verzeiht mir - euer ewiger Kleckser - Hugo von Kritzelflink

Still life with bottles

"Still life with bottles"- Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Liebe Freunde, - hier ist nun mein drittes und letztes Stilleben für diesen Sommer 2023 : "Stilleben mit Flaschen"!

Als Hommage an Giorgio Morandi präsentiere ich euch heute mein "Still life with bottles", und wünsche euch gute Unterhaltung.

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Ich danke euch für 1 Minute der Betrachtung, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit - euer Zeichner und Maler - Hugo von Kritzelflink


Giorgio Morandi (*1890 +1964)

Heute möchte ich einige persönliche Worte über den italienischen Stilleben-Maler Giorgio Morandi (*1890 +1964) verlieren.

Giorgio Morandi | Still Life 1

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Giorgio Morandi entstammte einer kleinbürgerlichen Familie in Bologna. Durch die Erbschaft seines Vaters, der 1909 starb, war es ihm möglich, dass er 4 Jahre - bis 1913 - ein Studium an der "Accademia di belle arti" in seiner Heimatstadt absolvieren konnte.

Giorgio Morandi | Still Life 2

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Bis zu seinem 40. Lebensjahr arbeitete er zuerst als Zeichenlehrer und dann bis 66 als Professor an der Akademie der Schönen Künste in Bologna. Er blieb Zeit seines Lebens unverheiratet und lebte 74 Jahre lang - bis zu seinem Tod 1964 - zusammen mit seinen 3 Schwestern.

Giorgio Morandi | Still Life 3

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Sein Lebensstil war mönchisch geprägt und sein Malstil gilt entsprechend als asketisch. Viele seiner Stilleben wirken melancholisch und strahlen eine gewisse zärtliche, fast romantische Einsamkeit aus. Seine Malerei erreicht mit minimalem Aufwand eine starke Sinnlichkeit.
Sein Wohnzimmer war sein Atelier. 50 Jahre saß er da zu Hause an seiner Staffelei und malte Bilder von FLASCHEN. Hunderte Bilder und fast ausschließlich FLASCHEN. Gelegentlich ein paar Blumen und hin und wieder mal eine Landschaft. Er verreiste kaum, seine Sommermonate verbrachte er oft im Dorf Grizzana (heute Grizzana Morandi). Und dann ging's in seiner Stube wieder weiter mit seinen Flaschen, Schalen, Gefäßen, Kannen, Bechern und Vasen. Sein ganzes malerisches Werk war dem Kubismus verpflichte, sein ganzes Streben galt der Reduktion. Ein eigenartiges, stilles und zurückgezogenes Leben.
Rauchen, Malen, Schwestern.

Giorgio Morandi | Still Life 4

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Am Ende war er weltberühmt. Heute hängen seine Gemälde in den bedeutensten Museen und sind Teil namhafter, internationaler Sammlungen.

Hanni

"Hanni"- Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Liebe Freunde, heute präsentiere ich euch mein neuestes Werk "Hanni"!

Noch nie und niemanden erzählte ich bis heute die kurze und leidenschaftliche Geschichte von Hanni und mir :

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Im Frühjahr 1983, ich war gerade 34 Jahre alt geworden, fuhr ich mit dem Zug von Wien nach Salzburg, um die dortige Kunstmesse zu besuchen, wo eine Galerie einige meiner Bilder ausstellte. Mir gegenüber im Abteil saß ein wahrhaft bezauberndes 19-jähriges Mädchen namens Hanni aus Oberösterreich. Sie erzählte mir ganz aufgeregt, ihr Visum für 6 Monate USA sei bewilligt worden, und in Kürze würde sie über den großen Teich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten fliegen.
Ich beglückwünschte sie zu ihrem baldigen Auslands-Aufenthalt und erzählte ihr, dass ich Maler sei, schon in Paris und London gelebt hätte, und dass das Reisen bilde, - und sie mir doch aus den USA schreiben möge. In Linz stieg sie aus, mit meiner Visitenkarte in der Tasche, und ich harrte der Dinge, die da kommen sollten.
Einen Monat später kam der erste Brief aus Übersee, und, gesprächig wie sie war, schilderte mir Hanni alle Details ihrer ersten Eindrücke jenseits des Atlantiks. Woche für Woche schrieben wir uns und so entstand durch unseren Briefwechsel eine platonische Intimität, die mich auf mehr, zu einer späteren Zeit, hoffen ließ.

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Das halbe Jahr war vorüber, sie kehrte nach Oberösterreich zurück, wo sie in der großen elterlichen Gastwirtschaft wieder zu arbeiten begann. Nun begannen wir zu telefonieren und eines Tages, im November, lud sie mich nach Oberösterreich ein, das Gasthaus mit Zimmern sei gerade geschlossen und ihre Eltern seien zur Zeit auf Urlaub. Hanni allein zuhaus !
Natürlich setzte ich mich sofort ins Auto und fuhr zu meiner Angebeteten, - in der Hoffnung auf ein wildes Liebes-Abenteuer. Kaum bei ihr angekommen, landeten wir auch schon dort, wo die Liebe hingehört - im Bett.
Wunderschöne Tage und ermüdende Nächte folgten und unser Liebeglück schien perfekt. Kurz vor der Rückkehr ihrer Eltern vertschüßte ich mich wieder nach Wien, da diese laut ihrer Erzählung sehr konservativ seien, und es nicht dulden würden, dass ein urbaner Freigeist und Künstler wie ich, in ihre ländliche Bauern-Idylle eindringt.
Doch Hanni hatte nicht mit ihren neugierigen Nachbarn gerechnet. Diese erzählten Hanni's Eltern, da wäre tagelang ein schickes Auto mit wiener Kennzeichen dagestanden, - und nächtelang habe das Licht im Schlafzimmer der Tochter gebrannt. Alarm !
Hanni wurden von ihren Eltern in die Mangel genommen, bis sie gestand. Ihr letzter Anruf war tränenreich, - und ich möge sie vorerst in Ruhe lassen, bis sich die Wogen wieder geglättet hätten. Sie würde sich dann wieder melden.
Ein Monat verging und ich hörte nichts von Hanni. Mein Herz blutete, und als es zu schmerzhaft wurde, rief ich Hanni an, - und was ich da zu hören bekam, werde ich nie vergessen !
Hanni berichtete mir, ihre Eltern hätten einen Privat-Detektiv engagiert und dieser hätte festgestellt, ich sei in Dornbirn geboren und zur Schule gegangen,(Stimmt) wäre aber NIE in der KIRCHE gesehen worden ! (Stimmt). Ich hätte nie die Matura gemacht, (völlig falsch), ich hätte nie die pädagogische Akademie abgeschlossen (völlig falsch), und dass ich Kunstmaler sei, sei ohnehin ein Märchen. (Stimmt ebenfalls nicht !). Die Eltern sagten ihrer Tochter Hanni, sie sei auf einen Hochstapler und Betrüger reingefallen, und es sei ausgeschlossen, dass ich Hanni jemals noch besuchen dürfte.
Zaghaft versuchte ich noch unsere Liebe zu retten und Hanni, meiner Herzensdame, zu erklären, dass diese verletzenden Vorwürfe samt und sonders nicht stimmen würden, aber der familiäre Druck war zu groß, - Hanni gab auf. Und so endete unsere kurze und leidenschaftliche Affäre abrupt und mit einem tiefen Stich in meinem Herzen.
Nun, wie alle mein Freunde wissen, ich hab's überlebt, andere Mütter haben auch schöne Töchter, und ich tröstete mich bald danach mit der rothaarigen Astrid-Christina, die mit den großen Brüsten, deren Eltern mich zwar auch nicht mochten, denn mein Beruf als Kunstmaler erschien ihnen doch etwas zu instabil, doch der Tochter gefiel es, - zumindest sonnige 7 Jahre.
So ist sie also spät aber doch noch in die Welt gelangt, die traurig-sinnliche Geschichte von Hanni und mir.
Eine tragische Liebesgeschichte ohne Happy-End, zerstört durch tratsch-süchtige Nachbarn, stur-schädelige Bauern-Eltern und einen völlig unfähigen Privat-Detektiv, der zu blöd für seinen Job war. Kismet.
In Erinnerung an Hanni hab ich ihr Bild gemalt, ein bildhübsches Mädchen vom Lande, in dem Dirndl, in dem sie mich damals samt ihrer Katze empfangen hatte. Nur die Sache mit dem Buch stimmt nicht ganz : Sie hatte zwar ein Buch, ein dickes handgeschriebenes Kochbuch von ihrer Oma, - aber Zeit zum Lesen fanden wir in den wenigen Tagen unseres intensiven Glücks wahrlich nicht. Wir hatten Besseres zu tun. Es lebe die Sünde !
In diesem Sinne, liebe Freunde, nehmt auch ihr euch die Zeit in erotisch-sinnlichen Erinnerungen zu schwelgen, - am Ende des Seins ist es das, was euch tragen wird.
Danke, dass ihr mein Geständnis bis hierhin mitgelesen habt, es ist eine wahre Geschichte, so wahr mir Gott helfe - euer Künstler - Hugo von Kritzelflink

Still life

"Stilleben am Nachmittag"- Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch ein weiteres sommerliches "Stilleben am Nachmittag"!

Als STILLEBEN gelten alle Darstellungen von Bildompositionen mit Objekten.
Am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts etablierte sich das STILLEBEN (die Darstellung von leblosen Objekten) als eigenständige Kunstgattung.

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Der niederländische Begriff "stil leven" für ein Gemälde ist zum ersten Mal um 1650 in einem holländischen Inventar zu finden.
Um 1600 entstand in ganz Europa ein reger Kunstmarkt, der die Spezialisierung in einzelne Genres (Landschaftsmalerei, Blumengemälde, Stilleben, Portraits) möglich machte.
Ein Anliegen der Maler war es, Objekte der Natur und des alltäglichen Lebens in ihrer eigenwilligen Schönheit zu erfassen und wiederzugeben, und oft auch eine verschlüsselte Botschaft, einen geheimen gedanklichen Inhalt, an Wissende zu vermitteln.
Um die Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelte sich die STILLEBEN-Malerei zu einer rein dekorativen Kunstgattung, die im Bürgertum als Zeichen des persönlichen Reichtums repräsentative Zwecke erfüllte.
In der Blütezeit des STILLEBENS, im 17. und 18. Jahrhundert, wurden einige Maler im Zuge dieser Entwicklung hochbezahlte Hofmaler, andere wiederum mussten sich stets ihren Platz auf dem freien Kunstmarkt erkämpfen. In der sogenannten "modernen Kunst" spielt das STILLEBEN keinerlei Rolle mehr.

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Nur meine alte Seele nimmt sich dieses aussterbenden Genres noch ein letztes Mal an, im Wissen, dass es sinnlos ist . . .
Für mich bedeutet diese Art der Malerei einen geistigen Rückzug ins Private, eine Hinwendung zum idividuellen Biedermeier, da die äußere gesellschaftspolitische Wirklichkeit derart unerträglich geworden ist, dass nur noch die seelische Verinnerlichung, das sich Umgeben mit schönen Dingen und positiven Gedanken in intimem Rahmen, die Möglichkeit bietet, einigermaßen unbeschadet den Absturz der alten Welt ins absehbare Chaos zu überleben.
Mögen euch meine STILLEBEN für ein paar Minuten dem Irrsinn des politischen Handelns unserer Volksverräter entreißen.
In diesem Sinne, danke für eure Aufmerksamkeit und bleiben Sie mir gewogen - Ihr Maler und Zeichner - Hugo von Kritzelflink

Still life with teapot

"Stilleben mit Teekanne" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Liebe Freunde, heute präsentiere ich euch mein kleines, schlichtes "Stilleben mit Teekanne" !

Nicht nur die Gegenstände führen ein stilles, beschauliches Leben, auch viele Menschen sind in den letzten Jahren immer stiller geworden. Eigentlich sind sie nicht still geworden, sondern eher verstummt. So auch ich.

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Nachdem ich als "Ungeimpfter", wie viele meiner Freunde auch, ausgeperrt wurde, aus Geschäften, Restaurants und auch der Römertherme, und mehr oder weniger eingesperrt wurde, im eigenen Haus, (wo hätte man denn schon hingehen können ?), so wurde ich und Millionen Andere zu einem "Stilleben" gezwungen, das wir uns nicht ausgesucht hatten. Die Mutigeren von uns gingen auf diverse Demonstrationen um ihrem "stillen Leben + Leiden!" zu entkommen, - ich blieb zu Hause, die Teilnahme an den berechtigten Demonstrationen hätte mich zusehr aufgeregt.
Eigentlich könnte ich zu meinem "Stilleben mit Teekanne" noch mein Selbst-Portrait hinzufügen, denn auch ich wurde von der Politik entmenschlicht und auf die Ebene eines manipulierbaren Objekts reduziert. Diesen Angriff auf meine Grundrechte, die eigentlich Abwehrrechte des Bürgers gegenüber einem übergriffigen Staat sein sollten, werde ich niemals vergessen oder verzeihen.
NIEMALS ! Never ever . . .

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Und es wird der Tag kommen, an dem ich mein inneres Schweigen und meinen ungehörten Widerstand artikulieren werde, indem ich diejenigen wählen werde, die von Anfang an an meiner Seite standen. Und ich bitte all jene, die dieselben bitteren Erfahrungen machen mußten und in ein "Stilleben" gezwungen wurden, niemals zu vergessen und zu verzeihen und es mir bei den nächsten Wahlen gleichzutun.
In Dankbarkeit gedenke ich all jener, die mir in diesen schwierigen Zeiten zur Seite standen, die mich nicht ausgegrenzt, denunziert und verleumdet haben, und damit dazu beigetragen haben, dass ich mein eigenes "Stilleben" überlebt habe.
Schönes Wochenende - euer Kleckser - Hugo von Kritzelflink

Summertime

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"Summertime" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk : "Summertime" - eine unbeschwerte Sommer-Schnulze, - die mich während des Flow beim Zeichnen all die politischen Horror-Meldungen dieser Tage vergessen ließ.

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Silvia und ich gönnten uns dieser Tage nostalgisches Gefühls-Kino und ließen uns mit dem 4-teiligen Film "EMMA", nach einer Geschichte von Jane Austen in ein glückliches 19.Jahrhundert zurück versetzen, und wir schwelgten tränenreich in Herz & Schmerz.
4 lange Stunden ohne politische Belehrungen, ohne unerträglichen Gender-Sprech, ohne Schwule & Lesben, ohne politische Correctness und immergute Farbige, die mir die Welt erklären wollen.
Einfach herzerwärmendes Sommer-Kino, reine Unterhaltung, - aber mit herausragenden Schauspiel-Charakteren, fein gezeichnet und dargestellt, und von einem sehr, sehr klugen Regisseur in Szene gesetzt, der einerseits historisch gebildet ist und andererseits weiß, wie wichtig es ist, die Menschen von den derzeitigen schrecklichen Ereignissen für ein paar Stunden in eine heile Welt zu entführen. Angeregt durch diese perfekte Liebes-Idylle in einer unnachahmlichen englischen Landschaft, mit ihren Wiesen, Klippen und Küsten, setzte ich mich sogleich an meinen Zeichentisch und schuf MEINE England-Idylle, mein persönliches "SUMMERTIME", mit einer jungen Mutter, barfuß am Strand mit Buch, Strohhut und Sonnenschirm, - und einem kleinen Mädchen, das unbeschwert an einer etwas steinigen Küste und unter einer diesigen Sonne seine Kindheit genießt.
In der Ferne noch ein Segelboot, als Symbol eines Sehnsuchtsortes im Nirgendwo, und auch als Metapher für unsere Lebensreise, die irgendwann begonnen hat, jetzt andauert, und hoffentlich eines fernen Tages friedlich enden wird.

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So nehmt sie mit, diese kleine, kolorierte Zeichnung, in die unendliche Galerie eurer Bilder, die ihr in eurem Herzen tragt. Vergeßt nicht die glücklichen Stunden, die eurem Leben Sinn und Freude gaben, und gedenkt auch manchmal derer, denen solche raren Momente unscheinbaren Glücks niemals zuteil wurden.
Ich denke an euch alle - euer Zeichner + Maler - Hugo von Kritzelflink

Traveller

"Traveller" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute präsentiere ich euch mein neues Werk mit dem Titel : "Traveller"

Die Reisende, in diesem Falle eine elegante Dame, sitzt in der Hotel-Lobby auf ihren gepackten Koffern, und wartet auf ein Taxi, oder ihren Bus, der sie abholt, zum Flughafen bringt, um sie zur nächsten Station ihrer Reise zu bringen, - oder nach Hause.

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Echtes Reisen ist mehr als nur Urlaub.
Wahres Reisen bedeutet Abschied nehmen von Althergebrachten, Aufbruch in Unbekanntes, Ankommen im Nie-Gesehenen.
Erfahrene Reisende empfahlen immer schon 3 Dinge : Reise allein, reise mit wenig Gepäck, reise langsam.
Zum Ersten : Reise allein ! Wer mit seinem ganzen Anhang reist, mit Ehemann oder Ehefrau, mit Kindern, Nachbarn und Freunden, der wird kaum fremde Menschen treffen, sich mit ihnen wahrhaft austauschen, offen dafür sein wirklich Neues und Ungewohntes zu erfahren. Er hat keine Zeit stundenlang durch Gassen und über Plätze zu streunen, Flüchtigkeiten wahrzunehmen und unbekannten Geräuschen zu lauschen. In einer Gruppe ist es nicht möglich spontan vom Weg abzukommen, die Nischen einer fremden Stadt zu entdecken, unbekanntes Gelände zu durchwandern, und sich dahin treiben zu lassen, wo ein tastendes Auge das Ungesehene erahnt.
Zum Zweiten : Reise mit wenig Gepäck ! Beladen mit Koffern, Taschen, Hutschachteln und Kosmetik-Kram, dazu noch Handy, Kamera und Regenschirm, - wie soll da die Wahrnehmung der neuen und unmittelbaren Umgebung funktionieren ? Gezwungen, ununterbrochen auf sein Hab und Gut zu achten, damit es nicht gestohlen wird oder verloren geht, hemmt den Blick selbst für das Offensichtliche, das sich deinem suchenden Auge offenbart. Frei ist man nur ohne Gepäck.
Zum Dritten : Reise langsam ! Wir alle kennen sie : Die gehetzten Japaner und Chinesen, die von einer sogenannten Sehenswürdigkeit zur nächsten rasen, ZACK - ein schnelles Foto machen, und weiter geht's schon in die nächste City. Europa in 10 Tagen ! Nein, das sind keine Reisen, - es erinnert eher an Tiertransporte, die einem gelegentlich auf der Autobahn begegnen : Gestresste Tiere, in engen Käfigen, eingepfercht zwischen anderen Leidensgenossen, die alle ein schreckliches Schicksal erwartet. Reisebusse voller Asiaten oder deutschen Rentnern, abgefüttert und untergebracht in schäbigen 4-Sterne-Hotels, die vor der Pleite stehen. Nein, das ist kein Reisen, kein Sich-Bilden, kein wirkliches individuelles Erleben. Es ist nur ein Abklappern des ohnehin schon längst Bekannten, des schon vor der Reise Tot-Gesehenen : Der Eiffelturm, das Kolosseum in Rom, der schiefe Turm von Pisa, oder, um zum ultimativen Tiefpunkt einer Bildungsreise zu kommen - DISNEYLAND.
In diesem Fall plädiere ich für's Zu-Hause-Bleiben. Denn nur wer langsam wandert und unbekannte Regionen erforscht, wird mehr als das Offensichtliche sehen und seine Seele bereichern.

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Eines meiner frühen Gemälde trägt den Titel : "Wer einsam wandert, wandert lang." - Es hängt bei mir zu Hause, über'm Bett, - und ja, ich hab es nie verkauft, es war und ist mir doch zu lieb, um es wegzugeben.
Denn ich selbst bin der einsame und ewige Wanderer, der die geheimen Wege gesucht und gefunden hat, die zur Quelle führen, - zur Quelle des Glücks, der Zufriedenheit, der eigenen Verwirklichung.
Und ich danke dem Unerforschlichen für mein langes Leben, meine tiefen Erkenntnisse, für die große Liebe, der ich begegnen durfte, und, natürlich, - für das Mysterium meiner Begabung, die mir immer ein Rätsel bleiben wird.
Auch ihr seid alle auf einer unerklärlichen Lebens-Reise und ich wünsche euch allen eine glückliche Heimkehr in eine unversehrte Heimat, solange dies noch möglich ist. - Euer Kleckser Hugo von Kritzelflink

Kinder am Strand

"Kinder am Strand" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Kinder am Strand“

Nun, wer wünscht sie sich nicht ? Eine ewig andauernde unbeschwerte Kindheit ? Ich weiß nur, dass es wunderbar war . . . Keine Sorgen, keine Ängste, zeichnen, malen, spielen mit der Katze, Sommer, Sonne, mit den Brüdern planschen im Meer, - und überall die unsichtbaren Heinzelmännchen ! Ich wußte nichts vom Wäsche-Waschen, vom Einheizen in aller Früh, vom Kochen und Abwaschen, vom Arbeiten und Geld-Verdienen . . . Meine Kindheit bestand aus einem einzigen "keine Ahnung haben" !

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Und da war auch noch meine Mutter ! Wenn sie morgens mein Kinderzimmer betrat, erhob sie ihre Stimme und sang : "Wach auf mein Herz und singe . . ." - Ja, so wurde ich täglich geweckt. Und ich stand auf und die Welt um mich herum war Musik. Und jeden Morgen dasselbe herrliche Frühstücks-Ritual : Kakao, heiße Schokolade mit Schlagobers, frischer Striezel mit Marmelade, und vorher noch ein Butterbrot.
Der Ofen war längst eingeheizt, wenn Winter war und ich herunterkam in unsere gute Stube, der Kater längst gefüttert. Im Sommer war auf der Terrasse gedeckt, - es war ein Leben im Hotel, - ein Leben im Hotel MAMA. - Und ja, es war NORMAL, niemals machte ich mir darüber Gedanken, dass es anders sein könnte, anders als schön und perfekt. Weder mir noch meinen älteren Brüdern fiel auf, dass diese perfekte Bürgerlichkeit irgendetwas mit Arbeit, Aufwand und Geld zu tun hatte. Niemals kam mir der Gedanke, dass unsere Eltern Enormes leisteten, um diese familiäre Idylle zu inszenieren. Es war für meinen Vater und meine Mutter ein innerer Auftrag, eine nicht hinterfragbare Pflicht alles Negative dieser Welt von uns Kindern fernzuhalten, - und es ist Ihnen auch gelungen. Und ich war selbstverständlich nicht nur ein absolutes Wunschkind, sondern auch ein echtes Sonntagskind, geboren an einem schönen, sonnigen Sonntag im Mai, - und dass dieser ewige Mai bis heute andauert ist für mich ein Wunder, - und manchmal wird mir ganz wundersam, wenn ich an all das denke, und wie man es in 2 Worte verpackt : Glück gehabt !
Und in den Ferien, gleich nach dem Frühstück, ab in den Garten ! Verstecken spielen hinter Heuschobern, in hohen Sonnenblumen-Feldern, Häfen bauen in der Dornbirner Ache, Segelschiffe basteln und in See stechen lassen, Flieger aus Balsa-Holz entwerfen, ausschneiden, zusammenkleben und endlos fliegen lassen.

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In unserer Familie wurde keiner geschlagen, mißbraucht, gemobbt oder Ähnliches, - wir wußten gar nicht, dass es das gibt. Wir wußten auch nichts über Scheidung, Trennung, Tod oder Verbrechen. Natürlich haben wir Brüder auch gestritten, z.Bsp. darüber, wer bei unserer elektrischen Eisenbahn den Trafo für die Geschwindigkeit der Lokomotive bedienen darf, oder wer mit welchem Schuco-Auto zuerst über den Teppich rasen darf. Aber das war's dann auch schon.
Ja, es waren unbeschwerte Jahre, die lange andauerten. Dass die Heinzelmännchen die Hände meiner Mutter waren, und all die Spielsachen mit dem Geld bezahlt wurden, das mein fleißiger Vater erarbeitete, das weiß ich heute : Bis zur Matura war mir all das keinen einzigen Gedanken wert. Es war alles einfach selbstverständlich.
Unser kindliches Leben war eine einzige Inszenierung, vielleicht um es mir heute zu ermöglichen, diesen Text hier zu schreiben. Aber es war echtes Leben, tatsächliche Unbeschwertheit, wahrhaftiges Glück. Und heute ist der Tag der Dankbarkeit, der Danksagung, für diese Biedermeier-Zeit, wo eine kleine Pfoten-Verletzung unseres Katers mehr Bedeutung hatte, als der 3. Weltkrieg.
Und heute all dieser politische Wahnsinn, diese gesellschaftliche Perversion mit Frühsexualisierung, Gender-Wahn und Drag-Queen-Lesungen im Kindergarten, wo Kinder-Psychen verunsichert und zerstört werden, wo die ganze Welt verkehrt und umgedeutet wird in ihr böses Gegenteil.
Ich bin unendlich dankbar für die heile Welt, die ich in meiner Kindheit erleben durfte und die mich stark gemacht hat für den Rest meines Lebens. Unbeirrt ging ich durchs Leben, tatsächlich, und ich weiß, wodurch ich mein unzerstörbares Selbstbewußtsein bekam : Durch den unerschütterlichen Glauben an die Freiheit, des selbständigen Denkens, der inneren Sicherheit, dass ich selber weiß, was gut für mich ist, und dafür keine Erziehungs-Maßnahmen eines kaputten Staates brauche.
Und mein neuestes Bild, "Kinder am Strand", das ich euch heute präsentiere, und das ich vor wenigen Tagen an meinem Geburtstag zu zeichnen und zu malen begann, ist ein Zeugnis meiner Erinnerung, eine Allegorie auf meine Kindheit, die ein Leben im positiven Sinne prägen, und im negativen Sinn zerstören kann.
Danke auch an alle Begegnungen, die mir in meinem Leben Halt gegeben haben und mich unterstützt haben, dorthin zu kommen, wo ich heute bin : Am Ende eines glücklichen Künstler-Lebens. Und meine Eltern haben dazu den Grundstein gelegt. Mit einer unbeschwerten Kindheit !
Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit - euer Zeichner und Maler - Hugo von Kritzelflink

Boote am Meer

"Boote am Meer" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Boote am Meer“ - (in Farbe)

Meine liebe SILVIA eröffnete vergangenen Sonntag unser Frühstücks-Gespräch am Balkon mit den Worten : "Heute machen wir einen Ausflug !" - Ihr Tonfall war so, dass ich gleich wußte, Widerspruch ist sinnlos.
Oh Gott, dachte ich mir, schon wieder ein "Ausflug" ! Meine Frau liebt Ausflüge : Ausflüge zu Garten-Messen, zu Blumen-Schauen, ins "GRÜNE", in irgendeine sogenannte "Landes-Ausstellung", etc. - Mich würde das ja nicht stören, aber immer "muss ich mit".
Aber der Reihe nach : Silvia, in ihrer höflichen Art, fragt mich : "Wo willst Du denn gerne hin ?"

Hier die Variante in Farbe !

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Nun, meine Liebste kennt mich genau, - sie weiß genau, ich will nirgends hin, ich will zu Hause bleiben, an meinem Zeichenbrett versumpern, tief eintauchen in meine Linien-Geflechte, mich ganz dem endlosen FLOW meiner voll-automatischen ZEICHNEREI hingeben, versinken im unendlichen Universum meiner zittrigen Striche, die immer wieder neue Bilder entstehen lassen, von denen ich nicht wußte, dass sie in mir drinnen sind, - und die ans Licht der Welt drängen.
Aber egal, es ist Sonntag, ein Ausflug muss sein, und ich muss mich entscheiden. Also sage ich zu Silvia : "Okay, fahren wir halt ins Burgenland !" und schauen, ob der Neusiedler-See tatsächlich am Austrocknen ist, - wie alle Zeitungen schreiben.
Gesagt, getan. Abschied von meinen Katern, rein ins Auto, - bei 28° im Schatten, - und ab ins Land de Burgen.
Der See ist noch da, das Schilf wächst, sodass es kein Entkommen gibt, - und vor allem : Der See randgefüllt mit Wasser, - und absolut NIX zu sehen von irgendeiner Austrocknung. Wie beim KLIMA generell, - alles nur Panikmache.

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Wir besteigen ein Ausflugs-Boot zu einer 70-minütigen Rundfahrt und tuckern durch endloses Schilf, bis wir die weite Fläche des Sees erreichen.
100 Mal gesehen, es ist wie es immer ist. Es ist Sonntag, es ist heiß, die Sonne brennt herunter, die Sitze an Deck des Ausflugs-Bootes sind brennheiß und pickelhart, und ich sitze da, schau auf den See, fühl mich wie in Camus "Der Fremde", - ausgesetzt, nicht dazu gehörend, unter all den tausend Touristen, die sich hier tummeln. Und ich erlebe wie meistens : NICHTS ! Doch sie ist beruhigend : Diese Monotonie der Langeweile.
Es ist seltsam, immer wieder spreche ich mit Leuten und alle wollen sie nur Eines : REISEN !
Die schreckliche Wahrheit ist, ich erlebe nur sehr wenig auf Reisen. Es gibt kein Paris, kein Rom, kein New York. Es ist immer nur "der kleine HUGO in PARIS", der "kleine Hugo in ROM", der "kleine HUGO an der Nordsee" ! Es sind immer "meine Augen", die die Dinge sehen, betrachten, verstehen wollen, ich kann mich nicht lösen von meinem subjektiven Blick, meiner individuellen Wahrnehmung, der persönlichen Perspektive meiner optischen Eindrücke.
Und wie ich mich so sehe, im Gewühl der Menschen, an Deck des Schiffes, mit Blick auf das Schilf und ein paar mickrige Yachten, die vor den niedrigen Wochenend-Häusern am Ufer vor sich hin schaukeln, da denk ich mir : "Ich werde ein paar Boote malen, wenn ich wieder zu Hause bin, Boote in diesiger Sonne, einen milchigen Himmel, und versuchen, die unendliche Langeweile dieser sonntäglichen Langsamkeit einzufangen . . .
Und plötzlich fallen mir André Hellers Worte ein : "Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo . . ."
Und wie ich da so sitze, auf den See schaue und mich frage : "Wo bin ich eigentlich ?" und "Was mach ich hier eigentlich ?", fällt mir dieses seltsame Gedicht ein, das für mich geschrieben scheint, und in dem es heißt :
"Mir träumte, ich sei versunken
Tief im Chinesichen Meer –
Versunken nur, nicht ertrunken . . ."

Und mein inneres Auge sieht Dschunken im chinesischen Meer, Männer mit diesen seltsamen Strohhüten, die wie in Trance ihre Arbeit verrichten, hinausfahren, um an der immer gleichen Stelle immer die gleichen Fische zu fangen, nach Hause schippern, ihren Fang abliefern, wissend, am nächsten Tag wieder das Selbe zu tun . . .

Ja, ich werde ein paar Dschunken malen in endloser Hitze, mit diesiger Sonne und milchigem Himmel. Ein unspektaktuläres Bild, eine unscheinbare Zeichnung, um dieser Gleichförmigkeit, diesen endlosen Wiederholungen, dieser existenziellen Langeweile gerecht zu werden. Und wieder erinnere ich mich an einen Text von Camus : "Hochzeit des Lichts, Heimkehr nach Tipasa" . . . wo dieses Flirren in der Hitze, diese Impressionen am Rande der Wüste beschrieben sind, und wo die Sinnlosigkeit unseres ewigen Tuns und Tun-Müssens ihre kunstvollen Worte findet . . .

Heimgekehrt, hingesetzt, die Stifte zur Hand genommen und versucht diesen Sonntag am chinesischen Meer zu skizzieren . . . Ein paar Boote, ein Horizont unter einem weiten Himmel, eine fahle Sonne, die uns an das Kosmische erinnert, sonst nichts, Striche auf Papier, ein bißchen Farbe, um nicht ganz im Schwarz-Weiss der Linien zu versinken . . .
Danke für den Ausflug, liebe Silvia, ich habe etwas erlebt, aber nicht das ewig Gleiche am Neusiedler-See, das jeder erlebt, der dort seiner Wege geht : das Schilf, das Wasser, die Surfer, die Boote, - sondern die Kathedrale meiner Gedanken und meiner Erinnerungen, die heute in meiner Tagebuch-artigen Zeichnung "Boote am Meer" ihren Ausdruck gefunden haben . . .
Nehmt es mit, dieses unaufdringliche Bildchen, in die Galerie eurer Augen, ihr seht es, ihr habt es gesehen, für Sekunden, vielleicht für 1 Minute, um es dann dem Vergessen anheim zu geben, dem großen Vergessen, wo es hingehört, - und wo wir alle enden werden . . .
Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit, - euer Maler und Zeichner - Hugo von Kritzelflink

Girl on the beach

"Girl on the beach" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Girl on the beach“ - (in Farbe)

Nach einer längeren Pause habe ich mich endlich wieder aufgerafft und zum neuen Einstieg in die Zeichnerei eine eher simple Zeichnung geschaffen. "Das Mädchen am Strand" ist eine Hommage an unbeschwerte Sommertage, Kinder spielen am Strand, bauen Sandburgen, laufen in die heranrollenden Wellen, lachen, planschen, schwimmen im Meer . . .
Nur die schwache Sonne am diesigen Himmel erinnert an das kosmische Geschehen, in das wir von Anfang bis Ende unseres Lebens eingebunden sind, - und das wir in glücklichen Tagen nicht einmal mehr bemerken.!

Hier die Variante in Farbe !

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Mir ist dies leider nicht vergönnt. Ich bin mir immer dieses Eingebunden-Seins in den großen und unerforschlichen Kosmos bewußt, und es muß schon ein sehr gutes Fußball-Match sein, dass ich dies alles mal für eine kurze Zeit vergesse.
Irgendwie beneide ich die Ahnungslosen, die Geschichtslosen, die Zeitlosen, die so vor sich hin leben, sich niemals Gedanken machen über das Unermeßliche, das sich über uns wölbt, und die sich darüber aufregen können, wenn die Suppe mal versalzen ist. Manchmal wäre ich gerne wie sie, - doch um die Einzigartigkeit jedes Augenblicks des Lebens zu erkennen, ist es mir dann am Ende doch lieber, dass ich Teil eines kosmischen Lebens-Gefühls bin.
Und wer darin einmal angekommen ist, und dieses unfassbare Mysterium einmal erlebt hat, der kommt aus dieser magischen Faszination nicht wieder so leicht heraus.

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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In diesem Sinne, meine lieben Freunde, wünsch ich euch ein frohes Wochenende, nehmt mein kleines Bild mit in eure Bilderwelten und vergeßt nicht die 3 großen Fragen des Lebens :
"Wo komm ich her ?
Wo gehe ich hin ?
Und wann bringt mir der Ober endlich meinen Espresso ?"

Absinthe-Drinker

"Absinthe-Drinkers" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „The Absinthe-Drinkers“ - (in Farbe)

Vereinsamte, heruntergekommene Absinthtrinker waren im ausgehenden 19. und beginnende 20. Jahrhundert immer wieder Motive der Malerei und der Literatur.
Absinthgenuss wird bis heute mit der französischen Kunstszene dieser Zeit verbunden. Zeitzeugen schrieben : „Es scheint, als sei die gesamte europäische Elite der Literatur und der bildenden Künste im Absinthrausch durch ihr Leben getorkelt.“

Hier die Variante in Farbe !

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Édouard Manets berühmtes Gemälde "Der Absinthtrinker", das um 1859 entstand, erregte mit dem Sujet eines verwahrlosten Alkoholikers großen Anstoß und wurde vom Auswahlkomitee des Pariser Salons abgelehnt. Die literarische Vorlage zu dem Gemälde war ein Gedicht von Charles Baudelaire, der selbst Absinth in großen Mengen konsumierte und so versuchte, seine durch Syphilis verursachten Schmerzen zu bekämpfen. Auch Henri Toulouse-Lautrec gehörte zu den bekannten Absinthtrinkern, der seinen Malerkollegen Vincent van Gogh 1887 in einem Café mit einem Glas Absinth porträtierte.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wählte Pablo Picasso wiederholt Absinthtrinker als Motiv. Neben verschiedenen Bildern seiner "Blauen Periode" entstand 1911 auch das kubistische Gemälde "Das Glas Absinth" und 1914 eine Skulptur mit gleichem Titel.
Der Dichter Rimbaud wurde im Jahre 1873 von seinem betrunkenen Liebhaber Paul Verlaine angeschossen, was auf den übermäßigen Absinthkonsum der Beiden zurückgeführt wurde.
Oscar Wilde beschrieb Absinth mit den poetischen Worten: „Absinthe has a wonderful color, green. A glass of absinthe is as poetical as anything in the world.“ Zugleich gab er zu bedenken: „Nach dem ersten Glas sieht man die Dinge so, wie man sie gern sehen möchte. Am Ende sieht man die Dinge so, wie sie sind, und das ist das Entsetzlichste, das geschehen kann.“

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Nun habe auch ich mich des Themas eines morgendlichen Absinth-Trinkers angenommen und ein eher heruntergekommenes, wahrscheinlich arbeitsloses Paar beim Alkohol-Frühstück gezeichnet.
Durch die derzeitige Verarmung weiter Bevölkerungs-Schichten durch Teuerung, Inflation und Politik düfte das Thema "Alkoholismus" demnächst wieder deutlich an Bedeutung gewinnen.

The Visit

"The Visit" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „The Visit“ - "Der Besuch" (in Farbe)

Liebe Freunde, - heute darf ich euch mein neuestes Werk "Der Besuch" präsentieren.
Natürlich ist es nichts Außergewöhnliches "Besuch" zu bekommen, fast jeder hat irgendeine Tante in Worpswede oder einen armen Onkel aus Amerika, der irgendwann einmal Europa bereist, um seiner Verwandtschaft auf die Nerven zu gehen. Ich aber berichte heute über einen ungewöhnlichen Besucher, mit dem ich viele Jahre befreundet war, und dessen einziger Besuch vor vielen Jahren bei mir einen unvergesslichen Eindruck hinterließ.

Hier die Variante in Farbe !

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Sein Name war Wadim Vasiliev, ein Russe, den ich auf einer Party in London kennenlernte, wo ich Mitte der 70-er des vorigen Jahrhunderts 2 Jahre verbrachte. Wadim war seines Zeichens Maskenbildner für Horror-B-Movies und Underground-Theaterstücke. Er war nicht nur Spezialist für blutleere, bläuliche Lippen, hohle Wangen, wirr-strähniges Haar und Spinnweben aller Art, sondern er war auch zuständig für die Bühnen-Gräber, die an der Oberkante der Seitenteile mit Rollen ausgestattet waren, damit die darin liegende lebende Leiche, die darauf liegende Grabplatte leicht bewegen und verschieben konnte, um effektvoll auf der Bühne aus dem Grab zu steigen und dann taumelnd sein Unwesen als Zombi zu treiben. Gerade inszenierte er ein Stück, in dem ein wunderschönes Mädchen von einem rasenden Vampir ausgesaugt und totgebissen wird, - und diese sich dann als bleiche Untote an dem Vampir zu rächen versucht, was ihr letztendlich auch gelingt, und sie dann endlich ihre ewige Ruhe zurück in ihrem Grab findet.
Er war wegen seiner Homosexualität aus Russland weg gegangen und sah sich selbst als heimatloser Zombi, ein willenlos Auferstandener aus dem Reich der Toten, von tiefer Tragik und Melancholie durchdrungen und in ewiger Trauer über den Verlust seiner Heimat. In London angekommen lernte er das Verwandeln von Schauspielern in andere Gestalten und widmete sich später ausschließlich dem Aussehen von Untoten, Vampiren und Zombies.

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Und wie gesagt, es war Anfang der 90-er Jahre, - es kam ein Telegramm mit seiner Ankunfts-Zeit an der Straßenbahnhaltestelle nur ein paar Meter entfernt von meinem Atelier. Da ich ihn an diesem Abend nicht selbst abholen konnte, empfing ihn dort meine mollige Freundin Tanja, eine Halbrussin mit einem steirischen Vater. Tanja erzählte mir von dieser ersten, surrealen Begegnung und als sie ihn auf russisch begrüßte, sei er zu Tränen gerührt gewesen.
Wadim wohnte als "Besuch" 1 Woche in meinem Atelier und erzählte stundenlang von seinen Horrorfilmen und Keller-Theatern, wo sich jeden Abend Menschen hinverirrten, um sich zu gruseln und in Angst und Schrecken versetzen zu lassen.
Am Tag seines Abschieds fragte ich ihn, was das Wichtigste im Horror-Film-Genre sei, und er antwortete : "Das Wichtigste in diesem Bereich ist, dass man bei den Aufnahmen nicht das Brett mitfilmt, auf dem das MONSTER montiert ist, denn - wenn die Leute das Brett sehen, dann fangen sie an zu lachen, - und das Lachen ist der ultimative Feind des Grusels !".
Also, liebe Leute, hier der Hinweis des Tages : "Sollten Sie jemals zufällig als Kameramann bei einem Horror-Movie engagiert werden : Achten Sie bitte darauf das Brett auf dem das Monster befestigt ist, nicht mit ins Bild zu bringen ! Das ist schlecht für den Film."
In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Tag und 1 Minute Unterhaltung mit meinem Bild von Wadim und Tanja und Ihrer unvergesslichen Begegnung, abends, bei der Tram-Station.
Ein Bild für die Welt, zu Ehren aller Exzentriker und all jener, die es in Zeiten wie diesen noch wagen, ein solcher zu sein oder gar zu werden. Es gibt immer Hoffnung auf Verwirklichung seiner Träume, mögen eure Vorstellungen davon noch so abstrus und abwegig sein. Sogar ich hab das geschafft !
Ich denk an euch alle und euer kompliziertes Leben, soferne ihr überhaupt noch eines habt.
Ihr seid nicht allein - euer - Hugo von Kritzelflink

Hotel

"Hotel" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Hotel“ (in Farbe)

Die kolorierte Zeichnung zeigt eine Alltags-Szene, wie sie täglich überall auf der Welt passiert : Ein Paar betritt sein Hotelzimmer. Die Dame hat noch einen kleinen Koffer in der Hand, während der Mann aus dem Fenster schaut. Sind die Beiden Geschäftsleute, Touristen, oder ein Paar auf der Flucht ? Man weiß es nicht. Die Darstellung erinnert mich selbst an Filme des amerikanischen Realismus oder thematisch auch an den Maler Edward Hopper, dessen realistisch gehaltene Bilder in kühler Farbgebung auf die Einsamkeit des modernen Menschen und die Leere des modernen Lebens hinweisen.
Ich gestehe, ich bin im Moment sehr, sehr glücklich mit dem Bild. Es gefällt mir selbst ganz außerordentlich, vereinigt es doch mein sehr individuelles Kolorit mit meinem angeborenen, nervösen Strich, das dem Ganzen eine ganz eigene und wahrlich unnachahmliche Atmosphäre verleiht.

Hier die Variante in Farbe !


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Jetzt, auf meine alten Tage, wo ich mich von der Ölmalerei abgewandt habe, (die Pinsel-Wascherei ging mir schon ordentlich auf die Nerven), und ich mich wieder ganz der ZEICHNEREI widmen kann, wie es schon mein jugendlicher Urgedanke war, fühle ich mich derart glücklich und in meinem Innersten angekommen, dass mir die Harmonie zwischen meinem Sein, meiner Gedankenwelt und meiner Lebensform schier den Atem raubt. Noch nie in meinem langen Leben war ich so glücklich wie in diesen Tagen.

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Dafür bin ich unendlich dankbar und auch zutiefst demütig, denn jeden Monat erreichen mich Nachrichten vom Tod einer meiner Freunde oder Bekannten. Sie alle, - und es waren auch wahrlich begabte Leute darunter -, haben ihr Lebenswerk bereits beendet, manche zu früh, denn sie wurden unvermittelt und brutal aus ihrem Dasein gerissen, - und ich, alter Bohemian, reite immer noch durch die endlosen Weiten meines begnadeten und privilegierten Lebens. Mit Tränen in den Augen stehe ich vor meinem Glück. Nie hätte ich gedacht, dass mir all dies gelingen würde. Und dass mir meine liebe Silvia wirklich alles aus dem Weg räumt, was meinen Schaffensrausch einschränken oder behindern könnte, ist ein weiterer Glücksfall in meiner Lebensgeschichte, für den ich dankbar auf die Knie sinke.
So überlasse ich euch heute ein weiteres Bild meines Lebenswerks, einmal in Schwarz-Weiß, einmal in Farbe.
Möge es euch 1 Minute unterhalten und euch daran erinnern : Das Leben ist ein einzigartiger Film, in dem sich Szene an Szene reiht, bis die letzte Klappe unser Leben beschließt und unseren Film beendet. Mögen euch und mir noch viele Szenen unseres persönlichen Lebens-Films vergönnt sein.
Eine davon habe ich für euch in den letzten Tagen aufgezeichnet, - mein "Hotel".
Ich denke an euch alle, - euer Hugo von Kritzelflink

Ein seltsames Paar

"Ein seltsames Paar" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Ein seltsames Paar“ (in Farbe)

Man sieht sie überall, - in den Cafés, den Restaurants, beim Heurigen, aber auch im Kino, im Theater oder bei Konzerten : "Seltsame Paare". Und ich rede jetzt nicht vom vielzitierten "Mysterium der Liebe", sondern von noch etwas Gewichtigerem, etwas Unerklärlichem, einem Tabu : der "Bestimmung".

Hier die Variante Farbe !

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Es gibt sie, die Bestimmung, für einen besonderen Menschen, das ist gewiss, - und nur wer sie erlebt hat, kann wirklich darüber reden.
Freunde sagen dann oft : "Er hat sie gesehen, - und es war um ihn geschehen !", oder : „Die beiden haben sich gesucht und gefunden !“. Danach war er ein Anderer.
Eine Frau gestand mir : "Schon bei der ersten Begegnung wußte ich, - er wird's wohl werden . . .".
Und Männer berichteten mir von unfassbaren spontanen Erkenntnissen mit den Worten : "Sie oder keine." Von einer Sekunde auf die andere.
Und manchmal erzählen Leute nach 60 Jahren Ehe : "Jo, der Franzi, - wissen's, es hat nie an Andern gebn." Und alte glückliche Männer zwinkern : "Mei Frau, die Hanni, und I, mir ghörn zsamm, es war immer so ! Da gibt's nix."
Da gibt es kein Infrage-stellen, da gab es auch kein Überlegen, keinen Zweifel, nichts, - da gab es nur das Eine, das Unausweichliche, das "füreinander bestimmt sein".
Ein ziemlich fanatisch religiöser Mensch, den ich kenne, spricht immer von den "Suchenden", den "Verirrten", die "ihren Weg noch nicht gefunden" haben. Diese interessieren mich aber heute gar nicht. 

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Heute erzähle ich von den früh Ahnenden und sehr bald Wissenden, von der sogenannten "Bestimmung". Meine Eltern wollten, dass ich Anwalt werde, oder Notar, Richter, Arzt oder Ingenieur. Schließlich kam ich aus einem bürgerlichen Haus. Doch ich, - was tat ich ? Ich erinnere mich an hunderte Latein-Doppelstunden, in denen ich über schwierigen Texten saß, um sie zu übersetzen, zu entschlüsseln, zu interpretieren. Doch ich nahm von alledem nichts wahr, saß nur da,- gedankenverloren über Ovids "Metamorphosen" gebeugt, - und kritzelte mit meinem roten Kuli endlos und endlose Muster an die Ränder, Ecken und halbleeren Seiten meines Latein-Buches, völlig losgelöst, abwesend und ohne Teilnahme an dem, was rund um mich geschah. Ich verlor mich vollständig in diesen dichten Liniengeflechten, die ich schon als 16-jähriger immerwährend zeichnete, bis aus der Ahnung Gewissheit wurde, und ich begriff : "Das ist mein Leben, das ist meine Bestimmung, das ist mein Flow, mein ganzes Sein". Nichts wurde aus den Wünschen meiner Familie, meiner Lehrer und Vieler, die mir wohl wollten. Es gab keinen ehrenwerten Beruf, es gab nur eines : "Zeichnen".
Es war und ist meine Bestimmung. Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel.
Und manchmal denke ich, es muß es wohl doch irgendwo geben, das "große Buch des Lebens", in dem geschrieben steht, wie es beginnt, verläuft und endet, unser Leben, denn wie sonst hört man immer wieder : "Es kam, wie es kommen mußte !"
In diesem dicken Buch stehen sie drinnen, all die vielen Weggabelungen, die man so sicher, so schlafwandlerisch entschieden hat, um letztendlich dort anzukommen, wo einen die "Bestimmung" hinführen sollte. Sei es zu einem anderen ultimativen Menschen, einem ungewöhnlichen Beruf, einem fernen Land, oder zu einem bestimmten Tier, ohne das einen sein Leben sinnlos erscheinen würde.
All das ist mir, meiner Frau, und vielen anderen Menschen wiederfahren, hat in den Betroffenen ein rätselhaftes Staunen ausgelöst, und endet meistens in der Bemerkung : "Ehrlich, - das kann kein Zufall sein."
Und so schließe ich diesen kurzen Bericht zu meinem Bild "Ein seltsames Paar", dieser Hommage an viele schräge Beziehungen, die täglich passieren, (und die man sich in Ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit nicht ausdenken kann), mit den berühmten Worten unseres Herrn Goethe : "Jeder nimmt das Geheimnis mit ins Grab, wie es ihm möglich war, zu leben."
Euer Hugo von Kritzelflink

Sekretärin

"Sekretärin" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag der "Sekretärin" !

Heute ist der Tag der "Sekretärin" ! Keine Firma in keinem Staat der Welt könnte reüssieren, gäbe es im Hintergrund nicht diese kompetenten Sekretärinnen, Assistentinnen und anderen dienenden guten Geistern, die ihre Chefs bei Laune halten und sie entlasten, damit diese jeden Morgen die Kraft aufbringen, um ihr Unternehmen weiter profitabel zu gestalten.
Wie muß sie also sein, die ideale Chef-Sekretärin ?

Hier die Variante Farbe !

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Neben ihrer fachlichen Kompetenz, die eine unabdingbare Voraussetzung für diesen Job ist, muss die Löwin vor der Tür des Generaldirektors auch schön sein.
Warum das ?
Mein langjähriger Freund Raffaello, seines Zeichens Marketing-Direktor eines italienischen Weltkonzerns, erklärte es mir Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts folgendermaßen : "Stell Dir vor, ich komme an einem regnerischen Novembermorgen um 9 Uhr ins Büro, und als Erstes sehe ich im Vorzimmer eine hässliche Alte ! Woher bitte soll ich die Motivation hernehmen, um meine Untergebenen zu Höchstleistungen anzuspornen und jeden Tag die Welt niederreissen, damit die nächsten Quartalszahlen wieder übertroffen werden ? Nein, sie muß schön sein, am besten sogar sehr schön. Schließlich macht sie ja nicht nur irgendeine Arbeit, sondern meine Assistentin ist ja auch Repräsentantin unserer Firma, meiner Person, und besonders auf Reisen zu Kongressen, zu denen ich sie immer mitnehme, muss sie absolut sehenswert, bemerkenswert und Tageslicht-tauglich sein. Was hat man denn sonst schon ? Ein Leben in Flugzeugen, in teuren aber gesichtslosen Hotels, in ihren Hotelbars und Restaurants, wo man gezwungen ist seine Abende einsam zu verbringen ? Nun, da hilft schon eine kluge und kuschelige Sekretärin, die einen besser kennt und versteht als seine eigene Ehefrau !"

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Das Wichtigste ist schon das Bewerbungsgespräch. Man weist als Chef darauf hin, dass es vorallen um Loyalität, Diskretion, Geheimhaltung und Zuverlässigkeit geht. Man fragt, ob sie an Auslandsreisen interessiert sei, Zeit dafür hat, - und man sie selbstverständlich bei der entsprechenden Garderobe unterstützen werde, - schließlich sei man ja das Gesicht des Konzerns !
Meistens beginnen da schon die Augen der wiligen Damen zu leuchten, besonders, wenn sie Anfang 30, kinderlos und frisch geschieden sind. In diesem Alter, wenn die ersten Anzeichen des Panikmodus erkennbar werden, hoffen Frauen auf einen letzten Schub an Aufmerksamkeit, der sie hinwegträgt über die Banalitäten des Alltags, der ein neues Feuer in ihrem Herzen entfacht, und sie geheime Dinge erleben läßt, von denen sie immer geträumt hat. All das wußte mein Freund Raffaello, der elegante Mailänder, in seinen dunkelblauen Seiden-Anzügen mit den hellen Leder-Maßschuhen, dem erfahrenen Kämpfer für Großaufträge und Mädchenherzen.
Ja, sie lagen ihm zu Füßen, seine Sekretärinnen, sie liebten ihn für die Farbe, die er in ihr Leben brachte, als tägliche Ablenkung auch vor ihrer langweiligen Ehe, mit einem Mann, der abends nur noch Fussball schaute.
Und Raffaello, der Verführer, - (wie sonst denn hätte er so weit kommen können ?) -, sagte schon bei der Bewerbung zu seiner "Sekretärin", seiner späteren Geliebten, auf deren Frage nach seiner Frau : "Ach, Frau Eva, - meine Ehefrau, die ist weit weg, in Mailand, und ich bin hier in Wien, - und wenn ich 1 Mal im Monat nach Hause komme, dann ist sie müde, hat Kopfweh oder ihre Tage . . . ! Lassen wir das, - das Thema ist wahrlich zu ermüdend."
Genug gesagt für heute ! Ja, so war es vor 30 Jahren, jener Zeit vor der "MeToo - Bewegung", vor der "Political Correctness" und all dem "Gender-Gedöns", als Männer noch Männer waren und keine verweichlichten Kuscheltiere, die zumindest im Privaten noch sagten, was sie dachten und wollten. Und was sie auch bekamen.
War es nicht eine schöne Zeit ?
Und was ICH sage zum Thema "Sekretärin", zur Suche nach Glück, Erfolg, Liebe und den Unwägbarkeiten des Lebens, das hat unser geliebter Schreiberling Arthur Schnitzler schon vor über 100 Jahren so treffend formuliert : "Die Seele ist ein weites Land . . ."
In diesem Sinne, meine lieben Freunde, übergebe ich euch heute mein Bild einer "Sekretärin", auf dass es euch gefallen und erheitern möge, auch wenn es nur ein paar Farben und schwarze Striche sind. - Ich denke an euch alle , euer - Hugo von Kritzelflink

Blue Swan

"Blue Swan" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag des "Schwans" !

Mein neuestes Kunstwerk trägt den bedeutungsschwangeren Titel : "Blue Swan" .

Hier die Variante in Farbe !

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Schwäne haben oft die menschliche Fantasie beflügelt: Davon zeugen nicht nur der Mythos von "Leda" oder der "Schwanengesang", sondern auch Märchen wie "Das hässliche Entlein" geben davon Kunde. In diesem Märchen versinnbildlicht der Schwan u. a. Reifung und Vollendung, er wird in der Kunst und Literatur aber auch als "Allegorie für Reinheit" gebraucht, zu nennen wäre in diesem Zusammenhang etwa der Schwanenritter "Lohengrin" bei Richard Wagner, dessen Nachen von einem Schwan gezogen wird. In der Prosa-Edda wird erwähnt, dass zwei Schwäne im heiligen "Urdbrunnen" schwimmen. Die irische Mythologie verwendet in ihrer Symbolik sehr häufig Schwäne.

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Für mich war und ist der Schwan ein Zeichen vollendeter Schönheit, seine Form, seine reine weiße Farbe, seine Eleganz in der Bewegung im Wasser, - all das hat diese Spezies zum Mythos werden lassen. Heute ist der Tag gekommen, an dem auch ich dieser ästhetisch unübertrefflichen Kreatur meine Huldigung zuteilwerden lasse. Um etwas Irritation in mein Werk hineinzubringen, habe ich mich für eine Variante "in Blau" entschieden.
Danke für eure Aufmerksamkeit - euer Hugo von Kritzelflink

Lampe

"Lampe" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag der "Lampe" !

Jeder hat eine, jeder braucht eine, - am Nachtkastl, um im Bett zu lesen, oder im Hintergrund beim Fernsehen, um eine gedämpfte Atmosphäre herzustellen, oder nachts, damit man nicht über die Katze fällt, bei der Wanderung zum Kühlschrank oder zur Schokolade und zurück. Die Lampe ist unentbehrlich. Doch wer hat sich dieses Ding in Wahrheit schon einmal genau angesehen ? Es ist einfach immer da, wird fast automatisch eingeschaltet und wieder ausgeschaltet, und in dieser Sebstverständlichkeit wird es in Wirklichkeit kaum mehr beachtet. Drum erlaube ich mir heute, auf diesen wichtigen Gegenstand hinzuweisen, ihn neu darzustellen, der nur mehr wahrgenommen wird, wenn die Glühbirne kaputt geht und ersetzt werden muss.

Hier die Variante in Farbe !

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Und bei der Bildgestaltung ist es wie beim Heurigen. Neben ein paar lustigen Freunden und hübschen Mädels braucht man nur 3 Dinge : 1 Wiener Schnitzel, 1 Erdäpfelsalat, 1 Weißen Spritzer, - und schon geht die Party los !
Beim Zeichnen ist es nicht anders, - man braucht nur : 1 Tischchen, 1 Lampe, 1 Bücherschrank, - und schon ist man mitten drin im "Kunstschaffen" !
Der Rest ist dann das individuelle Können : Raumaufteilung (Komposition), der (angeborene) Strich, und die perfekte Palette (Kolorit). Und, Schwuppdiwupp, schon ist das neue Kunstwerk fertig. Okay, so Schwuppdiwupp geht es auch wieder nicht, - man hängt schon mal 15 Stunden dran, bis die Kiste fetzt. Aber sei's drum. Man hat ja sonst nichts zu tun . . . außer die Kater zu bürsten, die Römertherme zu besuchen, oder, wie heute, schnell mal zur Wahl zu gehen und seine Stimme abzugeben, -. . .

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Woher aber kommt sie, diese unbändige Energie, Schönheit zu erschaffen, sie völlig individuell zu gestalten, sie herzuzeigen und zu verbreiten ? Tief im Innern ist diese Unruhe, die einen unaufhörlich zwingt, Neues zu erschaffen, eine bestimmte Perspektive zu wählen, Form und Farbe immer wieder neu zu definieren, und seinem Gesamtwerk eine weitere Nuance hinzuzufügen.
Man macht es im Grunde nicht wegen des (vielen) Geldes, (ich war mein Lebtag immer überbezahlt, denn in Wahrheit hätte ich es auch umsonst gemacht), sondern man will sein Talent ausloten, dazugehören zur Gruppe der offensichtlich Begabten, und seiner inneren, absoluten und einzigartigen Sicht der Dinge einen ganz persönlichen Ausdruck verleihen. Und ja, das Hochgefühl, die totale Euphorie, die sich nach einem weiteren, geglückten Mal-Coup einstellt, ja dieses Glücksgefühl ist unbeschreiblich, wird zur Sucht, zur Obsession, - zum dauerhaften, sich immer wiederholenden KICK, den man täglich braucht, um dem Irrsinn dieser Tage etwas entgegenzusetzen.
Im Rausch des Zeichnens, diesem stundenlangen FLOW, vergißt man die Welt, die Zeit, die Banalität des äußeren Lebens, dringt ein in das Universum und das Mysterium seines künstlerischen Automatismus, - es gibt kein Denken mehr, die Hand werkt wie losgelöst vom Körper, automatisch gesteuert wie von Geisterhand, fehlerlos bis zur letzten Linie, - und am Ende staunt man selbst über die Natürlichkeit seines Werkes, seine individuelle Kraft, diesen ganz persönlichen Wurf und Ausdruck. Und am Ende fragt man sich immer wieder : Wie war das möglich, wie hat man das bloß hinbekommen, wo kam diese ultimative Sicherheit in der Gestaltung, der Komposition, der Strich- und Linienführung, des aus dem tiefsten Inneren herkommenden Kolorits her, das auch ohne nur 1 Sekunde nachzudenken die richtige Farbe mischt und aufträgt, bis das Werk vollendet ist ?
Die Wahrheit ist : Ich weiß es nicht, niemand weiß es, - es ist einfach da, ein ewiges Rätsel, ein Mysterium, ein Wunder.
Dankbar schmeiss ich mich auf den Boden, demütig darüber, mit diesem Geschenk der Schöpfung geboren zu sein, mein ganzes Leben mit mehr oder weniger nichts Anderem verbracht zu haben, als zu zeichnen und zu malen, und immer noch das Privileg zu genießen von meiner Kunst, seelisch, ästhetisch und materiell getragen zu werden. Mit einem Wort : Glück gehabt !
Und auch meine neueste "Lampe" entstand in den letzten 2 Tagen in diesem Schaffensrausch, in den ich täglich versinke, um meiner inneren Stimme zu folgen, und ein neues Bildwerk zu gebären, mit dem ich euch überraschen kann.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr meiner schönen "Lampe" mit Wohlwollen begegnet, und sie als Geschenk meiner späten Jahre betrachtet, und ihr einmal sagen könnt : "Ich war dabei, in dieser seiner letzten schöpferischen Phase, - und ich habe es bewußt miterlebt. Danke dafür."
Alles Liebe euch allen, einen schönen Sonntag noch, - und, wie sagte unser alter Kaiser immer : "Es hat mich sehr gefreut" - euer Hugo von Kritzelflink

Besuch im Atelier

Immer wieder schön, eine neue Kundin im Atelier begrüßen zu dürfen . . .

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Hummer 2023

"Hummer" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag des "Hummers" !

Nachdem ich mein "Hummer-Aquarell-Foto" gefunden hatte, entschloß ich mich auf der Stelle, eine neue Version eines "Hummers" in Angriff zu nehmen. Nachdem ich mich 40 Jahre nicht mehr um dieses Thema gekümmert hatte, mußte ich erst mal recherchieren, wie dieses Viehch eigentlich genau ausschaut, denn kein Mensch kann aus dem Kopf heraus einen"Lobster" malen, - dazu ist die Form zu kompliziert. Nach 2 Stunden des intensiven optischen Studiums, machte ich mich dann an die Arbeit, - und es entstand mein "Hummer 2023", den ich euch in doppelter Variante heute präsentiere : Hier die Variante in Farbe
Viel Vergnügen - Hugo von Kritzelflink

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Und hier die Variante in Schwarz-Weiss !

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