About Hugo Heikenwaelder

Mein Gesamt-Werk umfaßt :
ca.300 Gemälde / Paintings
ca.200 Aquarelle / Watercolours
ca.1000 Zeichnungen / Drawings
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Hugo Heikenwaelder
Tel.: +43 676 433 44 33
Email : heikenwaelder@aon.at
Ein kleiner Teil meines WERKES ist in diesem BLOG zu sehen.
Danke für Ihr Interesse und Ihren Besuch.

Ein seltsames Paar

"Ein seltsames Paar" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


Heute, liebe Freunde, präsentiere ich euch mein neuestes Werk mit dem Titel : „Ein seltsames Paar“ (in Farbe)

Man sieht sie überall, - in den Cafés, den Restaurants, beim Heurigen, aber auch im Kino, im Theater oder bei Konzerten : "Seltsame Paare". Und ich rede jetzt nicht vom vielzitierten "Mysterium der Liebe", sondern von noch etwas Gewichtigerem, etwas Unerklärlichem, einem Tabu : der "Bestimmung".

Hier die Variante Farbe !

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Es gibt sie, die Bestimmung, für einen besonderen Menschen, das ist gewiss, - und nur wer sie erlebt hat, kann wirklich darüber reden.
Freunde sagen dann oft : "Er hat sie gesehen, - und es war um ihn geschehen !", oder : „Die beiden haben sich gesucht und gefunden !“. Danach war er ein Anderer.
Eine Frau gestand mir : "Schon bei der ersten Begegnung wußte ich, - er wird's wohl werden . . .".
Und Männer berichteten mir von unfassbaren spontanen Erkenntnissen mit den Worten : "Sie oder keine." Von einer Sekunde auf die andere.
Und manchmal erzählen Leute nach 60 Jahren Ehe : "Jo, der Franzi, - wissen's, es hat nie an Andern gebn." Und alte glückliche Männer zwinkern : "Mei Frau, die Hanni, und I, mir ghörn zsamm, es war immer so ! Da gibt's nix."
Da gibt es kein Infrage-stellen, da gab es auch kein Überlegen, keinen Zweifel, nichts, - da gab es nur das Eine, das Unausweichliche, das "füreinander bestimmt sein".
Ein ziemlich fanatisch religiöser Mensch, den ich kenne, spricht immer von den "Suchenden", den "Verirrten", die "ihren Weg noch nicht gefunden" haben. Diese interessieren mich aber heute gar nicht. 

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Heute erzähle ich von den früh Ahnenden und sehr bald Wissenden, von der sogenannten "Bestimmung". Meine Eltern wollten, dass ich Anwalt werde, oder Notar, Richter, Arzt oder Ingenieur. Schließlich kam ich aus einem bürgerlichen Haus. Doch ich, - was tat ich ? Ich erinnere mich an hunderte Latein-Doppelstunden, in denen ich über schwierigen Texten saß, um sie zu übersetzen, zu entschlüsseln, zu interpretieren. Doch ich nahm von alledem nichts wahr, saß nur da,- gedankenverloren über Ovids "Metamorphosen" gebeugt, - und kritzelte mit meinem roten Kuli endlos und endlose Muster an die Ränder, Ecken und halbleeren Seiten meines Latein-Buches, völlig losgelöst, abwesend und ohne Teilnahme an dem, was rund um mich geschah. Ich verlor mich vollständig in diesen dichten Liniengeflechten, die ich schon als 16-jähriger immerwährend zeichnete, bis aus der Ahnung Gewissheit wurde, und ich begriff : "Das ist mein Leben, das ist meine Bestimmung, das ist mein Flow, mein ganzes Sein". Nichts wurde aus den Wünschen meiner Familie, meiner Lehrer und Vieler, die mir wohl wollten. Es gab keinen ehrenwerten Beruf, es gab nur eines : "Zeichnen".
Es war und ist meine Bestimmung. Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel.
Und manchmal denke ich, es muß es wohl doch irgendwo geben, das "große Buch des Lebens", in dem geschrieben steht, wie es beginnt, verläuft und endet, unser Leben, denn wie sonst hört man immer wieder : "Es kam, wie es kommen mußte !"
In diesem dicken Buch stehen sie drinnen, all die vielen Weggabelungen, die man so sicher, so schlafwandlerisch entschieden hat, um letztendlich dort anzukommen, wo einen die "Bestimmung" hinführen sollte. Sei es zu einem anderen ultimativen Menschen, einem ungewöhnlichen Beruf, einem fernen Land, oder zu einem bestimmten Tier, ohne das einen sein Leben sinnlos erscheinen würde.
All das ist mir, meiner Frau, und vielen anderen Menschen wiederfahren, hat in den Betroffenen ein rätselhaftes Staunen ausgelöst, und endet meistens in der Bemerkung : "Ehrlich, - das kann kein Zufall sein."
Und so schließe ich diesen kurzen Bericht zu meinem Bild "Ein seltsames Paar", dieser Hommage an viele schräge Beziehungen, die täglich passieren, (und die man sich in Ihrer Vielfalt und Einzigartigkeit nicht ausdenken kann), mit den berühmten Worten unseres Herrn Goethe : "Jeder nimmt das Geheimnis mit ins Grab, wie es ihm möglich war, zu leben."
Euer Hugo von Kritzelflink

Sekretärin

"Sekretärin" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag der "Sekretärin" !

Heute ist der Tag der "Sekretärin" ! Keine Firma in keinem Staat der Welt könnte reüssieren, gäbe es im Hintergrund nicht diese kompetenten Sekretärinnen, Assistentinnen und anderen dienenden guten Geistern, die ihre Chefs bei Laune halten und sie entlasten, damit diese jeden Morgen die Kraft aufbringen, um ihr Unternehmen weiter profitabel zu gestalten.
Wie muß sie also sein, die ideale Chef-Sekretärin ?

Hier die Variante Farbe !

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Neben ihrer fachlichen Kompetenz, die eine unabdingbare Voraussetzung für diesen Job ist, muss die Löwin vor der Tür des Generaldirektors auch schön sein.
Warum das ?
Mein langjähriger Freund Raffaello, seines Zeichens Marketing-Direktor eines italienischen Weltkonzerns, erklärte es mir Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts folgendermaßen : "Stell Dir vor, ich komme an einem regnerischen Novembermorgen um 9 Uhr ins Büro, und als Erstes sehe ich im Vorzimmer eine hässliche Alte ! Woher bitte soll ich die Motivation hernehmen, um meine Untergebenen zu Höchstleistungen anzuspornen und jeden Tag die Welt niederreissen, damit die nächsten Quartalszahlen wieder übertroffen werden ? Nein, sie muß schön sein, am besten sogar sehr schön. Schließlich macht sie ja nicht nur irgendeine Arbeit, sondern meine Assistentin ist ja auch Repräsentantin unserer Firma, meiner Person, und besonders auf Reisen zu Kongressen, zu denen ich sie immer mitnehme, muss sie absolut sehenswert, bemerkenswert und Tageslicht-tauglich sein. Was hat man denn sonst schon ? Ein Leben in Flugzeugen, in teuren aber gesichtslosen Hotels, in ihren Hotelbars und Restaurants, wo man gezwungen ist seine Abende einsam zu verbringen ? Nun, da hilft schon eine kluge und kuschelige Sekretärin, die einen besser kennt und versteht als seine eigene Ehefrau !"

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Das Wichtigste ist schon das Bewerbungsgespräch. Man weist als Chef darauf hin, dass es vorallen um Loyalität, Diskretion, Geheimhaltung und Zuverlässigkeit geht. Man fragt, ob sie an Auslandsreisen interessiert sei, Zeit dafür hat, - und man sie selbstverständlich bei der entsprechenden Garderobe unterstützen werde, - schließlich sei man ja das Gesicht des Konzerns !
Meistens beginnen da schon die Augen der wiligen Damen zu leuchten, besonders, wenn sie Anfang 30, kinderlos und frisch geschieden sind. In diesem Alter, wenn die ersten Anzeichen des Panikmodus erkennbar werden, hoffen Frauen auf einen letzten Schub an Aufmerksamkeit, der sie hinwegträgt über die Banalitäten des Alltags, der ein neues Feuer in ihrem Herzen entfacht, und sie geheime Dinge erleben läßt, von denen sie immer geträumt hat. All das wußte mein Freund Raffaello, der elegante Mailänder, in seinen dunkelblauen Seiden-Anzügen mit den hellen Leder-Maßschuhen, dem erfahrenen Kämpfer für Großaufträge und Mädchenherzen.
Ja, sie lagen ihm zu Füßen, seine Sekretärinnen, sie liebten ihn für die Farbe, die er in ihr Leben brachte, als tägliche Ablenkung auch vor ihrer langweiligen Ehe, mit einem Mann, der abends nur noch Fussball schaute.
Und Raffaello, der Verführer, - (wie sonst denn hätte er so weit kommen können ?) -, sagte schon bei der Bewerbung zu seiner "Sekretärin", seiner späteren Geliebten, auf deren Frage nach seiner Frau : "Ach, Frau Eva, - meine Ehefrau, die ist weit weg, in Mailand, und ich bin hier in Wien, - und wenn ich 1 Mal im Monat nach Hause komme, dann ist sie müde, hat Kopfweh oder ihre Tage . . . ! Lassen wir das, - das Thema ist wahrlich zu ermüdend."
Genug gesagt für heute ! Ja, so war es vor 30 Jahren, jener Zeit vor der "MeToo - Bewegung", vor der "Political Correctness" und all dem "Gender-Gedöns", als Männer noch Männer waren und keine verweichlichten Kuscheltiere, die zumindest im Privaten noch sagten, was sie dachten und wollten. Und was sie auch bekamen.
War es nicht eine schöne Zeit ?
Und was ICH sage zum Thema "Sekretärin", zur Suche nach Glück, Erfolg, Liebe und den Unwägbarkeiten des Lebens, das hat unser geliebter Schreiberling Arthur Schnitzler schon vor über 100 Jahren so treffend formuliert : "Die Seele ist ein weites Land . . ."
In diesem Sinne, meine lieben Freunde, übergebe ich euch heute mein Bild einer "Sekretärin", auf dass es euch gefallen und erheitern möge, auch wenn es nur ein paar Farben und schwarze Striche sind. - Ich denke an euch alle , euer - Hugo von Kritzelflink

Blue Swan

"Blue Swan" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag des "Schwans" !

Mein neuestes Kunstwerk trägt den bedeutungsschwangeren Titel : "Blue Swan" .

Hier die Variante in Farbe !

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Schwäne haben oft die menschliche Fantasie beflügelt: Davon zeugen nicht nur der Mythos von "Leda" oder der "Schwanengesang", sondern auch Märchen wie "Das hässliche Entlein" geben davon Kunde. In diesem Märchen versinnbildlicht der Schwan u. a. Reifung und Vollendung, er wird in der Kunst und Literatur aber auch als "Allegorie für Reinheit" gebraucht, zu nennen wäre in diesem Zusammenhang etwa der Schwanenritter "Lohengrin" bei Richard Wagner, dessen Nachen von einem Schwan gezogen wird. In der Prosa-Edda wird erwähnt, dass zwei Schwäne im heiligen "Urdbrunnen" schwimmen. Die irische Mythologie verwendet in ihrer Symbolik sehr häufig Schwäne.

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Für mich war und ist der Schwan ein Zeichen vollendeter Schönheit, seine Form, seine reine weiße Farbe, seine Eleganz in der Bewegung im Wasser, - all das hat diese Spezies zum Mythos werden lassen. Heute ist der Tag gekommen, an dem auch ich dieser ästhetisch unübertrefflichen Kreatur meine Huldigung zuteilwerden lasse. Um etwas Irritation in mein Werk hineinzubringen, habe ich mich für eine Variante "in Blau" entschieden.
Danke für eure Aufmerksamkeit - euer Hugo von Kritzelflink

Lampe

"Lampe" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag der "Lampe" !

Jeder hat eine, jeder braucht eine, - am Nachtkastl, um im Bett zu lesen, oder im Hintergrund beim Fernsehen, um eine gedämpfte Atmosphäre herzustellen, oder nachts, damit man nicht über die Katze fällt, bei der Wanderung zum Kühlschrank oder zur Schokolade und zurück. Die Lampe ist unentbehrlich. Doch wer hat sich dieses Ding in Wahrheit schon einmal genau angesehen ? Es ist einfach immer da, wird fast automatisch eingeschaltet und wieder ausgeschaltet, und in dieser Sebstverständlichkeit wird es in Wirklichkeit kaum mehr beachtet. Drum erlaube ich mir heute, auf diesen wichtigen Gegenstand hinzuweisen, ihn neu darzustellen, der nur mehr wahrgenommen wird, wenn die Glühbirne kaputt geht und ersetzt werden muss.

Hier die Variante in Farbe !

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Und bei der Bildgestaltung ist es wie beim Heurigen. Neben ein paar lustigen Freunden und hübschen Mädels braucht man nur 3 Dinge : 1 Wiener Schnitzel, 1 Erdäpfelsalat, 1 Weißen Spritzer, - und schon geht die Party los !
Beim Zeichnen ist es nicht anders, - man braucht nur : 1 Tischchen, 1 Lampe, 1 Bücherschrank, - und schon ist man mitten drin im "Kunstschaffen" !
Der Rest ist dann das individuelle Können : Raumaufteilung (Komposition), der (angeborene) Strich, und die perfekte Palette (Kolorit). Und, Schwuppdiwupp, schon ist das neue Kunstwerk fertig. Okay, so Schwuppdiwupp geht es auch wieder nicht, - man hängt schon mal 15 Stunden dran, bis die Kiste fetzt. Aber sei's drum. Man hat ja sonst nichts zu tun . . . außer die Kater zu bürsten, die Römertherme zu besuchen, oder, wie heute, schnell mal zur Wahl zu gehen und seine Stimme abzugeben, -. . .

Und hier die Zeichnung in Schwarz-Weiss !

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Woher aber kommt sie, diese unbändige Energie, Schönheit zu erschaffen, sie völlig individuell zu gestalten, sie herzuzeigen und zu verbreiten ? Tief im Innern ist diese Unruhe, die einen unaufhörlich zwingt, Neues zu erschaffen, eine bestimmte Perspektive zu wählen, Form und Farbe immer wieder neu zu definieren, und seinem Gesamtwerk eine weitere Nuance hinzuzufügen.
Man macht es im Grunde nicht wegen des (vielen) Geldes, (ich war mein Lebtag immer überbezahlt, denn in Wahrheit hätte ich es auch umsonst gemacht), sondern man will sein Talent ausloten, dazugehören zur Gruppe der offensichtlich Begabten, und seiner inneren, absoluten und einzigartigen Sicht der Dinge einen ganz persönlichen Ausdruck verleihen. Und ja, das Hochgefühl, die totale Euphorie, die sich nach einem weiteren, geglückten Mal-Coup einstellt, ja dieses Glücksgefühl ist unbeschreiblich, wird zur Sucht, zur Obsession, - zum dauerhaften, sich immer wiederholenden KICK, den man täglich braucht, um dem Irrsinn dieser Tage etwas entgegenzusetzen.
Im Rausch des Zeichnens, diesem stundenlangen FLOW, vergißt man die Welt, die Zeit, die Banalität des äußeren Lebens, dringt ein in das Universum und das Mysterium seines künstlerischen Automatismus, - es gibt kein Denken mehr, die Hand werkt wie losgelöst vom Körper, automatisch gesteuert wie von Geisterhand, fehlerlos bis zur letzten Linie, - und am Ende staunt man selbst über die Natürlichkeit seines Werkes, seine individuelle Kraft, diesen ganz persönlichen Wurf und Ausdruck. Und am Ende fragt man sich immer wieder : Wie war das möglich, wie hat man das bloß hinbekommen, wo kam diese ultimative Sicherheit in der Gestaltung, der Komposition, der Strich- und Linienführung, des aus dem tiefsten Inneren herkommenden Kolorits her, das auch ohne nur 1 Sekunde nachzudenken die richtige Farbe mischt und aufträgt, bis das Werk vollendet ist ?
Die Wahrheit ist : Ich weiß es nicht, niemand weiß es, - es ist einfach da, ein ewiges Rätsel, ein Mysterium, ein Wunder.
Dankbar schmeiss ich mich auf den Boden, demütig darüber, mit diesem Geschenk der Schöpfung geboren zu sein, mein ganzes Leben mit mehr oder weniger nichts Anderem verbracht zu haben, als zu zeichnen und zu malen, und immer noch das Privileg zu genießen von meiner Kunst, seelisch, ästhetisch und materiell getragen zu werden. Mit einem Wort : Glück gehabt !
Und auch meine neueste "Lampe" entstand in den letzten 2 Tagen in diesem Schaffensrausch, in den ich täglich versinke, um meiner inneren Stimme zu folgen, und ein neues Bildwerk zu gebären, mit dem ich euch überraschen kann.
In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr meiner schönen "Lampe" mit Wohlwollen begegnet, und sie als Geschenk meiner späten Jahre betrachtet, und ihr einmal sagen könnt : "Ich war dabei, in dieser seiner letzten schöpferischen Phase, - und ich habe es bewußt miterlebt. Danke dafür."
Alles Liebe euch allen, einen schönen Sonntag noch, - und, wie sagte unser alter Kaiser immer : "Es hat mich sehr gefreut" - euer Hugo von Kritzelflink

Besuch im Atelier

Immer wieder schön, eine neue Kundin im Atelier begrüßen zu dürfen . . .

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Hummer 2023

"Hummer" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag des "Hummers" !

Nachdem ich mein "Hummer-Aquarell-Foto" gefunden hatte, entschloß ich mich auf der Stelle, eine neue Version eines "Hummers" in Angriff zu nehmen. Nachdem ich mich 40 Jahre nicht mehr um dieses Thema gekümmert hatte, mußte ich erst mal recherchieren, wie dieses Viehch eigentlich genau ausschaut, denn kein Mensch kann aus dem Kopf heraus einen"Lobster" malen, - dazu ist die Form zu kompliziert. Nach 2 Stunden des intensiven optischen Studiums, machte ich mich dann an die Arbeit, - und es entstand mein "Hummer 2023", den ich euch in doppelter Variante heute präsentiere : Hier die Variante in Farbe
Viel Vergnügen - Hugo von Kritzelflink

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Und hier die Variante in Schwarz-Weiss !

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Hummer

"Hummer" - Aquarell von Hugo Heikenwaelder (1986)

Heute ist der Tag des "Hummers" !

Meinen ersten HUMMER, liebe Freunde, malte ich bereits vor ca. 40 Jahren. Das Thema sprach mich an, weil dieses Krustentier eine wahrlich sehr originelle Form hat, diese 8 Beine und die großen Scheren, - die machen schon was her. Es war ein flottes Aquarell, das ich in wenigen Stunden, 2 bis 3, flott in Szene setzte und mein Kunsthändler verkaufte es bald darauf an einen erfolgreichen Restaurant-Besitzer, der es dann in seinen Räumlichkeiten seinem Publikum präsentierte.
Vor 3 Tagen nun fand ich zufällig das Foto aus den 80er Jahren, und möchte es euch nicht vorenthalten.

Katze

"Katze" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag der "Katze" !
Seit Kindertagen begleiten mich diese edlen Tiere und in den vielen Jahrzehnten der Gemeinsamkeit entwickelte ich mich vom kindlichen Katzenfreund zum Katzenversteher, dann zum Katzenflüsterer und inzwischen bin ich Experte und Verhaltensforscher dieser räuberischen Spezies.

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Vor ca.9000 Jahren begann die Domestizierung, bzw. die Selbst-Domestizierung dieser Tiere. Die klugen Katzen erkannten, dass es sich in der Symbiose mit Menschen weitaus besser und gemütlicher leben läßt, als alleine in freier Wildbahn. Und auch der sesshafte Mensch erkannte die Nützlichkeit dieser Mäusejäger, und setzte sie als Bewacher der Getreidespeicher ein. Bei den Pharaonen erlangten sie dann endlich ihren verdienten Kultstatus, - und nicht nur bei mir hat sich dieser Status bis heute erhalten.
Und um ein Bonmot von LORIOT abzuwandeln, verkünde ich heute : "Ein Leben ohne Katze ist möglich, - aber sinnlos."
20 Stunden zeichnete ich an diesem Katzenbild, - und als manischer Maler versuchte ich all meine Liebe, meine Bewunderung und all mein Verständnis und Wissen in dieses Kunstwerk einfließen zu lassen. Und mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden und übergebe dieses neueste Bild der Welt zur Betrachtung.

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Dicke Bücher wurden schon über das beliebteste und verbreitetste Haustier dieses Planeten geschrieben, Millionen von Katzenvideos wurden auf YouTube hochgeladen, und auf allen Kontinenten sind diese einzigartigen Tiere anzutreffen. Und dennoch wissen oft langjährige Katzenbesitzer sehr wenig über ihr Familienmitglied.
Frage : "Wieviele Krallen hat eine Katze ?" - Und obwohl die Mehrzahl der Katzenhalter jahrelang mit ihren Lieblingen zusammenlebt, sie streichelt, bürstet und berührt, wissen die Wenigsten dazu die richtige Antwort, - nämlich : "Eine Katze hat 18 Krallen." Jeweils 5 an den Vorderpfoten und 4 an den Hinterpfoten.
Hätten Sie's gewußt ? Wahrscheinlich nicht. Also wieder mal gescheiter geworden . . .
In diesem Sinne überlasse ich die beiden Katzenbilder (Schwarz-Weiss und in Farbe) eurer hoffentlich wohlwollenden Betrachtung und gönne mir heute eine künstlerische Ruhepause und widme mich der körperlichen Entspannung, umgeben von Flauschi, Linus und Murli, den glücklichen Begleitern meines glücklichen Lebens !
Freut euch des Lebens, jeder Tag ohne gehobene Stimmungslage ist ein verlorener Tag ! Ich weiß es, - euer Hugo von Kritzelflink

Blondi

Heute ist der Tag von "Blondi" !

Heute ist der Tag von "Blondi", meiner neuesten Zeichnung über einen privaten Moment einer jungen Dame im Badezimmer, - aber es ist auch ein Tag des Scheiterns.

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Leider bin ich mit der Zeichnung gar nicht zufrieden : Es stört mich, dass BLONDI mit ihren Haaren an den oberen Bildrand stößt, aber ich hatte keinen Platz mehr nach oben, da ich zuerst das Badezimmer gezeichnet hatte, - die Unterarme der Lady schauen völlig behindert aus, und an den Händen, die den BH öffnen oder schließen, bin ich völlig gescheitert. Einfach ein MURKS. Ich habe wieder einmal gesehen, wo meine Grenzen sind, aber so ein Tag mit offensichtlichen Schwächen, - auch die Gesichts-Kontur ist völlig mißglückt - zeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Ganz ordentlich finde ich das Kolorit, den Strich und die Hell-Dunkel-Kontraste, aber insgesamt, - auch die Haare sind nicht wirklich durchgestylt - ist das Ganze kein Werk von Meisterhand.
Wenn man die Malerei in ein System des Stabhochsprungs einordnen würde, dann springen die Großmeister (Rembrandt, Rubens, Brueghel, Leonardo da Vinci) alle mindestens 6 Meter 30. - und ich nicht mal 1 Meter, ja, vielleicht 98 cm, aber mehr ist nicht drin. Leider, leider.

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Aber das hat auch etwas mit dem Nervensystem zu tun, mit der Ausdauer, der Ungeduld.
Die Großen konnten locker ein dreiviertel-Jahr am "Turmbau zu Babel" herumpinseln, oder Monate mit einer "Madonna" zubringen, aber mir geht spätestens nach 3 Wochen jedes Bild derart auf den Keks, sodass ich hinschmeisse.
Und im Moment hab ich schon nach 3 Tagen genug. Gott sei Dank weiß ich das und suche mir die Bild -Themen und Formate schon so aus, dass ich da zeitmäßig irgendwie hinkomme. Mehr ist nicht mehr drin. Aber weigstens das.
Wie ihr seht, liebe Freunde, heute ist nicht mein Tag, auch die beiden letzten Tage mit "Blondi" waren schon eher durchwachsen, weil ich die Fehler sah, aber das Ganze nicht mehr ändern konnte, und ich das Bild fertigstellte, wissend, dass es nicht zu einem High-Light reichen würde.
Aber, wie heißt es so schön : Leben heißt scheitern, - und ich habe wieder mal bewiesen, dass dem tatsächlich so ist.
Aber auch das gehört ehrlicherweise zur Darstellung der Wahrheit, und darum werde ich euch dieses WERK nicht vorenthalten, auch wenn es meinen Ruhm eher schmälern als fördern wird.
In diesem Sinne, liebe Leute, noch einen schönen Sonntag !
Jetzt werde ich mich ein bißchen mit Kitzbühel-Schifahren-Schauen ablenken und mich bedauern, weil es zum LEONARDO nicht gereicht hat.
Wie das Leben halt so spielt - euer Hugo von Kritzelflink

Schaukelpferd

Heute ist der Tag des "Schaukelpferds" !

Zu jener Zeit, vor vielen Jahrzehnten, als ich noch ein kleiner Bub war, hatte fast jedes Kind ein "Schaukelpferd". Zwar war auch meines nicht so schön wie jenes, das ich für euch in den letzten 2 Tagen gezeichnet habe, aber jeder hatte eins. Täglich wurde das arme Holz-Pferd beritten und das Einzige, auf das man achten mußte, war, dass einem die Katze nicht unter die Kufen kam. Aber das passierte nicht, denn unser Kater Biwiu haßte das Ding, und rannte schnurstracks in den Garten, wenn ich es in Betrieb nahm. Dieses Hutschpferd gehört zu meinen frühesten Erinnerungen, - und ich sehe es noch heute leibhaftig vor mir. Und außerdem ruft das Thema "Schaukelpferd" nostalgische Gefühle in mir wach.

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Später dann, ich muß 7 - 8 Jahre alt gewesen sein und konnte schon lesen und schreiben, erlebte ich dann eine Geschichte, die mir ebenfalls bis heute in Erinnerung geblieben ist.
Es war an einem 31. Oktober, dem sogenannten "Weltspartag". Das war in meiner Kindheit ein großes Thema. In der Schule referierte der Lehrer darüber, die Eltern sowieso,- und wir alle, die eine bunte, metallene Sparbüchse hatten, brachten diese an diesem Tag in die örtliche Sparkasse, ließen sie leeren, und das Gesparte auf das Sparbuch buchen. Es war immer sehr erhebend, das Geld wachsen zu sehen, und das Gefühl zu haben immer reicher zu werden.
An jenem Tag gab es anläßlich des Weltspartags auch ein Preisausschreiben. Die gestellte Frage war einfach zu beantworten und so nahm ich teil, natürlich in der Hoffnung zu den Gewinnern zu gehören. Hauptpreis waren, glaube ich, 1000 Schilling in bar und diverse Sachpreise.
Und tatsächlich bekam ich kurz vor Weihnachten ein Schreiben, dass ich etwas gewonnen hätte, und mir den Preis in der Sparkasse abholen könnte. Große Aufregung natürlich allerseits. Gleich am nächsten Tag stand ich dort am Schalter, mit meiner Gewinn-Benachrichtigung, in Erwartung des ersehnten Preises. Es war zwar nicht der Hauptpreis, aber ein wunder-wunder-schönes Set mit 25 exklusiven BUNTSTIFTEN, in einer noblen Holz-Schachtel mit einem Schiebe-Verschluß, - ein Ding für echte Zeichen-Profis. Mein Herz machte einen Salto ! Genau davon hatte ich schon immer geträumt. Tagelang wagte ich es nicht die schönen, teuren Stifte zu benutzen, sondern betrachtete sie nur in ihrer gestaffelten, regenbogenhaften Farbenpracht. Eines Tages dann, nachdem ich mich daran genügend sattgesehen hatte, schritt ich dann zur Tat, mit der sicheren Überzeugung, dass es mir gelingen würde, daraus ein den Stiften adäquates Kunstwerk zu erschaffen.
Gott sei Dank war es bereits damals schon möglich, die einzelnen Farbstifte nachzukaufen, sodass mein Set über viele Jahre immer vollständig war.
Schon damals war mir immer Eines wichtig : der Plan !
Erstens : Was will ich zeichnen.
Zweitens : Welches Format ist dafür geeignet.
Mein Vater instruierte mich schon im Volksschulalter darüber. Eine Tänzerin, also eine aufrechtstehende Person, malt man im Hochformat, - ein liegendes, schlafendes Mädchen natürlich im Querformat. Logisch dachte ich, im vollen Bewußtsein, dass ich auch selbst darauf gekommen wäre. Und blond wirkt besser als schwarze Haare, und Katzenbilder sind beliebter als die Zeichnung einer Heuschrecke.
Dies alles lernte ich von meinem Vater, Grundbegriffe einer erfolgreichen Maler-Karriere. Schon Leonardo befand : " Willst Du ein junges Mädchen malen, - dann mal daneben einen alten Mann !"
An diesen elementaren Erkenntnissen hat sich bis heute nichts geändert, - außer man gehört zu jenen kaputten Moderninskis, die das Hässliche schön, und das Schöne unerträglich finden. Diese haben nämlich etwas Wichtiges nie erlebt : Vor der absoluten Schönheit gewisser Dinge niederzuknien und zu weinen. Vollkommene Schönheit zu erleben und erleben zu können, ist ein Privileg sensibler Ästheten, und wer dieser Magie des Augenblicks jemals verfallen ist, wenn ein jungfräulicher Blick auf etwas Vollkommenes trifft, möchte diese Momente der Ergriffenheit nicht mehr vermissen.
Mein erstes wahres Kunsterlebnis hatte ich im Alter von ca. 6 Jahren, vor der Auslage eines italienischen (südtiroler) Bildhauers. Ich saß hinten auf dem Gepäckträger meines Vaters auf dem Weg ins Freibad, als ihm die Kette aus dem Fahrrad sprang, und er diese wieder richten mußte. Genau vor dem Atelier und der Auslage des Bildhauers Gottfried Detomaso. Ich sah dann diese überwältigende Holzfigur, dieses Schnitzwerk der Meisterklasse, - und war wie erschlagen ! Vollkommene Schönheit, in existenzieller Ausdruckskraft, - ein Meilenstein in der Skala meiner Kunsterlebnisse. Und vor allem das erste, mit allen Sinnen Erlebte, und bis heute unvergessen. Ich werde darüber einmal einen eigenen Text schreiben. 20 Jahre später stand es immer noch in der Auslage. Gerne hätte ich es gekauft, - aber es kostete damals schon 100.000 Schillinge. 10 Jahre später dann hatte ich das Geld, aber da war die Figur bereits nach Belgien verkauft worden. Ein Schmerz bis heute, denn später wurde der Bildhauer mein Freund, mit dem ich viele Stunden meiner Freizeit verbrachte. Auch wesentliche Erkenntnisse über das Leben erfuhr ich durch ihn. Immer, wenn mich wieder mal eine Schöne verlassen hatte, und ich ihm davon erzählte, sagte er nur : "Hast Du bekommen, was Du wolltest ?" - Und ich : "Na klar hab ich bekommen, was ich wollte, - oder schau ich so aus als ob ich nicht bekäme, was ich wirklich haben will !" - Und er wiederum : "Dann schweige und beschwer Dich nicht, - zu bekommen, was man begehrt ist ein Privileg ! Sei dankbar und demütig." - Ja, solche kurzen Worte fand er für das wirkliche Leben, - und ich habe sie mir bis heute gemerkt.
In diesem Sinne, meine lieben Freunde, erfreut euch an meinem gelungenen Schaukelpferd. Man weiß nie, wann die Schöpferkraft erlischt und der Unerforschliche einem den Pinsel aus der Hand nimmt.
Alles Liebe - euer - Hugo von Kritzelflink

Wecker

"Wecker" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Heute ist der Tag des "Weckers" !

Nun, liebe Leute, wie kommt man bloß auf so ein "Bild-Thema" ?
Ganz einfach, man liegt im Bett, kann wieder mal nicht einschlafen, hängt seinen Gedanken nach, und dabei fällt einem Folgendes ein :
"WER, in meinem Leben, ging mir wirklich MAXIMAL auf den Wecker !" Die LISTE ist länger als ich dachte !

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Da ich zu längerem Hass nicht fähig bin, dieser dann schnell zum "auf den Wecker gehen" mutiert, und sich dann später in völlige Gleichgültigkeit gegenüber einer bestimmten Person verwandelt, ist es schwierig, sich an echte frühe Hass-Gefühle zu erinnern. Und ich kenne niemanden, der in seinem Leben NICHT solchen geächteten Personen begegnet wäre. Oft schon in der eigenen Familie, dann in der Schule oder der Uni, später auch im Beruf, aber auch privat. Auch wenn ich die meiste Zeit meiner vielen Lebensjahre sozusagen OBENAUF gewesen bin, so habe natürlich auch ich persönliche Wunden, seelische Verletzungen und die Versuche von Demütigungen erlebt. Gott sei Dank ist das alles sehr, sehr lange her, der damalige Spontan-Schmerz längst Vergangenheit, die Beleidigungen längst vergessen und "ad Acta" gelegt. Das Glück liegt im Vergessen und im erfolgreich verdrängen : Und glaubt mir, liebe Freunde, ich bin ein "Meister des Vergessens". Und da ich in meinem Leben langfristig keinen Platz für negative Gefühle habe, bzw. zulasse, bleibt nur eine letzte blasse Ahnung und Erinnerung an Momente psychischer Schmerzen. Von einem dieser Vorfälle möchte ich berichten, denn diese Geschichte hat auch meinen Lebensweg nachhaltig beeinflußt !
Also, ich zählte gerade mal junge 16 Lenze, als sich Folgendes zutrug, - und zwar im Real-Gymnasium in dieser beschissenen Kleinstadt in Vorarlberg, in der ich irrtümlich geboren bin.
Und es geht um meinen Zeichenlehrer. Ich weiß nicht, ob er wirklich ein böser Mensch war, oder nur nachtragend und unnachgiebig bis in den Tod.
Jedenfalls war es ein Horror ihm zu begegnen.
Eines schönen Tages, es war ein Freitag, und wir hatten eine Zeichen-Doppel-Stunde, kam er daher und verlangte, dass wir einen Hammer und nebenstehend ein Glas Wasser zeichnen sollten. Ich als typischer 16-jähriger, voller Flausen und ersten Tostesteron-Schüben, sollte also einen Hammer zeichnen. Einen HAMMER ! Damals gab es für alle, nicht nur für mich, 3 Themen : 1.) Schöne Mädchen, - 2. Mädchen im Allgemeinen, - 3.) Hässliche Mädchen ! Aber doch keinen HAMMER ! Niemals. Never ever !
Als mein Zeichenlehrer bemerkte, dass ich nichts zeichnete, mich seinem Arbeits-Auftrag verweigerte, da begann der Krieg. Auf seine Frage, warum ich die gestellte Aufgabe nicht erledigte erklärte ich ihm, in meinem ohnehin unübersehbaren Größenwahn : "Ich kann sowieso besser zeichnen als alle Anderen in der ganzen Schule, - aber so einen blöden Hammer abzukupfern, das ist mir wirklich zu doof ! Mach ich nicht." - Na, aus war's ! Er, vollkommen in Rage, schnauzt mich an : "Wenn Du jetzt nicht auf der Stelle den Hammer zeichnest, bekommst Du als Jahres-Endnote ein NICHT GENÜGEND; - und kannst die 6.Klasse wiederholen !" BUMM ! KRIEG !
Natürlich zeichnete ich KEINEN Hammer, - und auch sonst nichts. Ich saß da, schaute in die Luft, und spielte die beleidigte Leberwurst, - in meinem Lehrer kochte die Wut, denn er war ein reiner Sadist und Machtmensch, und dass ich der beste Zeichner in der ganzen Schule war interessierte in genau NULL ! Das Einzige, was ihn beschäftigte, war, dass da ein Junge saß, der sich ihm widersetzte, der nicht gehorchte, - und er, als gelernter Sadist, hatte nur das Ziel, meinen Willen zu brechen, mich zu erniedrigen und mich zu demütigen. Nur geriet er damals natürlich an den Falschen, nämlich an MICH. Zu Hause erzählte ich alles meinem Vater, der schnell verstand, wie der Hase läuft, - er maßregelte mich aber nicht, weil er wußte, dass das "bei einem wie mir" sowieso nichts bringt, und er mir möglicherweise in seinem Innersten auch recht gab, denn von einem mußte ich ja meine damalige Sturheit geerbt haben, - und von meiner Opportunisten-Mutter hatte ich sie ganz bestimmt nicht.
Das Schuljahr endete bald und ich bekam in KUNST tatsächlich ein NICHT GENÜGEND, was bedeutete, dass es im Herbst eine Nachprüfung geben würde, und wenn ich diese nicht bestehen würde, müßte ich die Klasse wiederholen, - und verlöre 1 ganzes Jahr. Der Zeichenlehrer beauftragte mich, über den Sommer ein Bild zu malen mit der Themenstellung "Der Hl.Franziskus predigt den Tieren". An und für sich ein schönes Motiv, aber als pubertierender Teenager verweigerte ich jegliche Bereitschaft, diesem Ungustl und seinem Auftrag Folge zu leisten. Als ich Ende August zwar mehrere gute Bilder gemalt hatte, aber natürlich keinen heiligen St.Franziskus, beschloss mein Vater mir beizuspringen, und begann mit seinem hl.Franziskus. Mein Vater, wie schon einmal beschrieben, war ein exzellenter Pianist und Maler, (neben seinem Beruf als Dipl.Ing. für Starkstrom-Technik), und sein/unser "Heiliger" mit seinen Löwen, Giraffen und einem Zebra an der Seite, war tatsächlich ein echter Hingucker. Ich habe das Bild noch heute glasklar vor Augen.
Es wurde September, die Schule begann, und ich brachte zur Nachprüfung also das Bild meines Vaters mit, wo es von einer KOMMISSION begutachtet und bewundert wurde, und meine Note von einem NICHT GENÜGEND auf ein GENÜGEND geändert wurde, sodass ich in die 7. Schulstufe des Gymnasiums aufsteigen konnte.
Mein unverschämtes Glück bestand dann übrigens darin, dass unsere Klasse einen neuen Kunsterzieher bekam, den Herrn Sontheimer, der mich heiß liebte, ob meiner offensichtlichen Begabung, und der mir Themen vorgab wie z.Bsp. "Dschungel mit Tieren" oder "Zeichne ein Erlebnis Deines Ferien-Sommers". Ich werde diesen Herrn Sontheimer, der durch und durch von Liebe geprägt und von dekorativem Kunstverständnis durchdrungen war NIE, NIE , NIE vergessen . Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich an ihn denke. ER war es, der als Erster zu mir sagte : "Mein Junge, Du hast es, Du kannst es, bleib dran und Du wirst ein glücklicher Mensch werden !"
Ich habe ihm geglaubt, ich und er haben Wort gehalten, - und meine Dankbarkeit kennt bis heute kein Ende. Und wer auch nur kurzfristig jemals in die Hände eines Sadisten und Psychopathen gefallen ist, der weiß, wie so etwas enden kann, wenn man davon nicht rechtzeitigt erlöst wird. Mir jedenfalls wurde schnelle Rettung zuteil, die Erlösung fand innerhalb weniger Monate statt, auch meinem Vater bin ich dankbar, dass er mich aus dieser mißlichen Situation ohne zu zögern brilliant befreite. Er wußte natürlich, dass mein mieser Professor ein echtes (bitte Schimpfwort eintragen) war, und ich sein talentierter Sohnemann.
Mein Lebensweg hat bewiesen, dass ich richtig lag, dass man unbeirrt seinen Weg gehen kann und muss, um sein tiefstes und innerstes Glück zu finden, die absolute Befriedigung darüber, sein eigenes Talent frühzeitig erkannt, ihm gefolgt, und es in seiner gesamten Breite ausgelebt zu haben.
Und, liebe Leute, ich hoffe, obwohl schon selbst ein alter Kater, dass ich dieses Jahr einen neuen Rekord mit 100 hochwertigen Zeichnungen schaffen werde, so Gott will, - und der Unerforschliche mir noch die Zeit gewährt, die es braucht, um auch dieses verrückte Ziel noch zu erreichen.
Ich liebe euch alle, - euer Kleckser - Hugo von Kritzelflink

Staubsauger

"Staubsauger" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Liebe Leute, Freunde, Fans und Besucher dieser Webseite, - zur Erklärung der Motiv-Wahl möchte ich euch Folgendes sagen :
Millionenfach wurden Landschaften, Blumen, Frauen, bekleidet oder nackert, Portaits, Strände, Häuser oder Brücken gemalt. Immer dieselben Themen, nur in tausenden Variationen abgewandelt. Derzeit bin ich auf der Suche nach Bild-Inhalten, die noch nicht so abgelutscht sind wie die oben genannten.

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Darum : Kennt irgendjemand eine überzeugende Zeichnung, ein einzigartiges Ölgemälde eines "Staubsaugers" ? Natürlich NICHT ! Es gibt keins ! Das Thema wird als solches nicht wahrgenommen, obwohl praktisch jeder Bürger der zivilisierten so ein "Ding" hat. Es ist praktisch UNSICHTBAR. Es steht im Kammerl eines jeden Hauses, wird 1 mal pro Woche rausgeholt, verwendet, - und verschwindet danach wieder in der Versenkung. Niemand spricht darüber, - es hängt quasi ein TABU über diesem Gegenstand. Außerdem ist der Staubsauger, wie auch das Bügeleisen, der natürliche Feind des Mannes (und meiner Katzen). Ich glaube, ich kann es an einer Hand abzählen, wie oft ich in den letzten 50 Jahren staubgesaugt habe. Zuerst hat meine Mutter diesen Job übernommen, damit das begabte Wunderkind nicht mit solch profanen Dingen des täglichen Lebens konfrontiert wird, - und danach haben unzählige Putzfrauen, sorry "Perlen" diese Arbeiten übernommen. Genauso wie Fenster putzen, Boden wienern oder Wäsche waschen.

"Staubsauger" - Zeichnung Schwarz/Weiss von Hugo Heikenwaelder


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Natürlich meint meine Silvia ganz richtig, statt einen Staubsauger zu zeichnen, wäre es hoch an der Zeit, so ein Gerät einmal selbst in die Hand zu nehmen, um zu erfahren, wie das so ist mit der "Hausarbeit". Gott bewahre. Soweit kann ich es wirklich nicht kommen lassen. Aber wenigstens hab ich heute endlich mal kurz darüber nachgedacht. Ein Fortschritt !
Nun zum Formalen des Bild-Themas : Genau betrachtet hat so ein Staubsauger eine originelle Form, - dieses eher rundliche Objekt mit seinem Schlauch, seinem Kabel, seiner Saugbürste, stellt sich dar und ist sperrig wie ein Oktopus. Man verheddert sich, fällt über das Kabel, ruiniert damit seine schönen, handgefertigten Möbel, und die Verwendung des Gerätes bringt auch keine Ehre, kein Lob, kein Prestige. Darum wollen Männer nichts damit zu tun haben. Okay, ein paar grüne Singels, haben vielleicht etwas Übung in der Handhabung dieser Maschine, - aber eine abendfüllende Unterhaltung gibt diese Tätigkeit auch nicht her. Lieber spricht man (ich) über Kunst, die Verwerfungen der Gesellschaft, oder die Bildungsferne der Analphabethen in unserem Land.
Wie dem auch sei : Die letzten 2 Tage, habe ich ihm gewidmet, dem unaussprechlichen, unsichtbaren, tabuisierten Staubsauger, malerisch vor einem Büchersschrank, um meine Nähe zum Bildungs-Bürgertum hervorzuheben. Die bunten Farben des Apparats korespondieren mit den farbigen Buchrücken der Bibliothek, und die Rundheit des Gerätes bildet einen schönen Gegensatz zu den eckigen Formen, der Bücher und der Regale.
So entlasse ich nun diese Zeichnung in die Welt, als Zeugnis der Zeitgeschichte, als Trouvaille einer vernachlässigten Thematik, - die auch einmal dargestellt werden will, um etwas an Bedeutung zu gewinnen.
Wieder gibt es 2 Versionen : Die Schwarz/Weiss-Zeichnung als tragende Säule der Bild-Gestaltung, - und die bunte Version, die das Ganze ansehnlich macht, im wahrsten Sinne des Wortes. Viel Vergnügen beim Erkennen der Details und der einzigartigen, typisch österreichischen Strich-Führung. Für mich ist die reine Zeichnung wichtiger als die kolorierte Version, manifestiert sich in ihr doch das Gerüst, die Architektur, die wichtige Komposition des KUNSTWERKS. Die Farben sind dann eher die Zugabe, um das Werk attraktiv und optisch leichter zugänglich zu machen. Aber die Tragfähigkeit der bildenden Kunst ist und bleibt die Klarheit der ZEICHNUNG.
Soviel für heute, dem Tag des Staubsaugers, - und welchem Thema ich die nächsten Tage widme, das überlege ich mir in den nächsten 3 Stunden in der RÖMERTHERME. Schönes Wochenende - euer Hugo von Kritzelflink

Grammophon

"Grammophon" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


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"Grammophon" - Zeichnung Schwarz-Weiss von Hugo Heikenwaelder


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Annie-France

Erinnerung an "Annie-France" - meine schöne Freundin aus NIZZA - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


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Redhead

Hommage an "Redhead" - (oder "Erinnerung an "Marike") - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


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Meine liebe Freundin !
Wie ich Dir ja bereits erzählte, war meine Entscheidung "Künstler" zu werden, schon sehr früh gefallen. Ich muss 15 oder 16 Jahre alt gewesen sein, als ich unter dem Eindruck allgegenwärtiger Kunstwerke mir plötzlich nichts Anderes mehr vorstellen konnte, als mein Leben ebenfalls und ausschließlich der Kunst zu widmen . Schon früh war mir aufgefallen, dass ich wohl eine Mehrfach-Begabung war, denn ich war vorallem von 3 Formen des künstlerischen Wirkens angezogen : Mein erstes und frühstes Schaffen bezog sich, wie wohl bei allen kleinen Kindern, auf das Zeichnen. Selbstverständlich versorgten mich meine fürsorglichen Eltern schon im Vorschulalter mit Buntstiften, Bleistiften und jeder Menge Papier, sodass meinem unstillbaren Schaffensdrang schon von Anfang an nichts im Wege stand. Meine Eltern waren in Sachen Kunst und Kultur sehr fortschrittlich, - mein Vater, ein exzellenter Pianist und Zeichner, und meine Mutter, die in zahllosen Gedichten ihren musischen Ausdruck fand, förderten meine unübersehbaren künstlerischen Neigungen mit äußerstem Wohlgefallen, und ihre übertriebenen Belobigungen, für auch nur die geringsten Schöpfungen von meiner Hand, spornten mich zu immer neuen altersgemäßen Hochleistungen an. Es gab keine Zeit in meinem Leben, in der ich nicht gezeichnet, gemalt, oder über die bildende Kunst nachgedacht, mich informiert, oder Ausstellungen und Museen besucht hätte.
Mit 14 Jahren erlebte ich dann den Beatles-Boom und diesen unfassbaren Hype in der Pop-Musik, der all meine Sinne erfasste, und mich genauso in seinen Bann zog, wie Millionen anderer Jugendlicher auch. Mein Vater, in seiner bedingungslosen Liebe zu mir und unfähig sich meinen dringenden Forderungen zu widersetzen, kaufte mir mit 16 Jahren mein erstes Schlagzeug, - und ich wundere mich noch heute, wie meine feinsinnige und sensible Mutter mein ewiges Getrommel ertragen konnte, das nicht nur unser ganzes Haus in einen permanenten Lärmzustand versetzte, sondern auch bis auf die Strasse und auch in allen Nachbarhäusern zu hören war. Überzeugt von meiner musikalischen Genialität, war ich mir sicher, bald mit einer eigenen Band die Musikwelt zu erobern. Nie sprach ich davon, damit möglicherweise diverse Mädchenherzen ebenfalls zu erobern, - im Rückblick jedoch glaube ich, dass es ein Hauptmotiv all meiner künstlerischen Aktivitäten war, mir den Zugang zu den liebreizenden Wesen und ihren Herzen, bzw. ihren Brüsten zu erleichtern. Was sich dann später auch vielfach bestätigte.
Parallell zu meinen musikalischen Fortschritten entdeckte ich auch die Welt der großen Literatur. Ich war fasziniert von echten, sprachgewaltigen Schriftstellern, wie Thomas Hardy und seiner unvergleichlichen "Tess von d’Urbervilles", die später dann von Roman Polanski kongenial verfilmt wurde. Die "Sturmhöhe" von Emily Brontë las ich wohl in ein, zwei Nächten, genauso wie ich schon früher all 70 Karl-May-Bände wie im Rausch verschlungen hatte.
Nun saß ich also da, mit meinen 17/18 Jahren, mit meinem Problem der 3-fach- Begabung und wußte nicht, wofür ich mich entscheiden sollte : Bilder malen, die Welt mit Popsongs beglücken, oder lieber doch einsam und allein dicke Bücher schreiben.
Natürlich meinten Einige wohl zu Recht : "Deine Sorgen möcht ich haben." Selbstverständlich suhlte ich mich in meinem Luxus-Problem, aber, ob man es glaubt oder nicht, es ist TATSÄCHLICH ein Problem. Und zwar deshalb, weil jedes Talent seine Zeit der Entwicklung braucht und am Anfang jeder Karriere es nicht absehbar ist, WIE WEIT die Begabung reicht, - reicht es nur für eine Ausstellung in der örtlichen Sparkasse, oder schafft man nationale oder internationale Relevanz, spielt man seine Songs auf den umliegenden Feuerwehrfesten, oder erreicht man eine Platzierung in den Hitparaden, schreibt man im Selbstverlag für die Verwandtschaft, oder reissen sich die Verlage um jedes neue Buch. Wie so oft : Die Antwort gibt das Leben !
Egal, - außer Frage stand, das Zeitalter meiner Bohème war angebrochen, und auch wenn mein ältester Bruder meinte : "In Österreich gibt es 5.000 arbeitslose Maler !", so stand für mich zweifelsfrei fest, dass sicher ICH derjenige sein würde, der es schaffen würde. Nicht einmal in den tiefsten Stunden der Verzweiflung, zweifelte ich an der Tragfähigkeit meiner Talente, und daran, mein Leben als Künstler gestalten zu können. Dass ich Recht behielt, gibt mir tatsächlich Berge, denn auf langen Wegen trifft man viele Ignoranten, Neider und völlig Unbedarfte, die nicht einmal verstehen, wovon man überhaupt spricht.
Doch der liebe Gott schenkte mir neben meinen diversen Begabungen auch die Fähigkeit, sehr schnell jene zu erkennen, die meine Werke verstanden und unterstützen, - und all die Anderen, die einen keinen Milimeter weiterbringen. Mit einem herzlichen, "Baba, und fall nicht . . ." zog ich an ihnen vorbei, kämpfte leichtfüßig um meinen Weg, und fand den Erfolg, von dem ich dachte, dass er mir gebührte.
Die Demut kam erst viel später. Dass echtes Talent nur wenigen beschieden ist, begriff ich erst ab 40, - dass ich absolut nichts dafür kann, weiß ich heute, nicht aber mit 20, - und dass es meine herausragende Fähigkeit ist "Glück zu haben", wage ich gar nicht auszusprechen. Aber, da ich ein exzellentes Gedächtnis habe, weiß ich heute, was und wieviel ich damals NICHT wußte, - und dass alles, was in meinem Leben gutgegangen ist, an ein Wunder grenzt, das ich kaum fassen kann, denn ("bei meiner Seel!"), es hätte alles auch fürchterlich schief gehen können, was es aber nicht ist. Fazit : "Gott liebt mich. Danke."
Um diese lange Intro nun endlich zu beenden, seien 3 Dinge gesagt :
Mein musikalisches Talent war und ist überschaubar. Für mehr als etwas Unterhaltungsmusik auf Ö3 und eine kurze Platzierung in der Ö3-Hitparade hat es nicht gereicht.
Die Schriftstellerei besteht aus vielen Buchstaben, Wörtern und Sätzen, doch das Schreiben entbehrt jener großen Sinnlichkeit, die mir die Malerei im Gewühle der Farben und gestalten der Formen bietet.
Meine Lust am Leben, mein unübersehbarer Hedonismus wies mir letztlich den Weg dorthin, wo auch meine größte Begabung liegt : Im Zeichnen und Malen.
Das Schicksal hat entschieden, - und ich habe es dankbar angenommen !


"Redhead"-Grafik in Schwarz-Weiss
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Doch eigentlich will ich hier mein neuestes Werk, meine neueste Zeichnung kommentieren :
Mit ca. 20 Jahren, am ersten Höhepunkt meines stetig wachsenden "Kunst-Hungers", beschloss ich mit 2 Freunden in die Niederlande zu reisen, um mir die großen Malerwerke in Natura anzusehen : Rembrandts "Nachtwache" im Rijksmuseum in Amsterdam, das "Van-Gogh-Museum", das "Rembrandt-Haus", und alles Dazugehörige, von dem ich damals noch gar nicht wußte, dass es überhaupt existiert.
Nach einem anstrengenden Museumstag, braucht man vorallem ein schickes Restaurant, um seinen geschundenen Körper wieder in Schwung zu bringen. Ein Taxi brachte uns in die Stadt, wir landeten in einem urigen Wirtshaus und labten uns an den lokalen Köstlichkeiten. Danach waren wir derart angegessen, dass wir beschlossen, einen Verdauungsspaziergang zu unternehmen und uns noch in irgendeiner Botega ein paar Drinks zu genehmigen.
Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren : Fremde Sprache, fremde Stadt, namenlose Straßen, irgendwo in einem unbekannten Viertel. Also, wir 3 betreten die Straße, gehen um die nächste Ecke und befinden uns, oh Schreck, mitten im Rotlicht-Viertel von Amserdam.
Und ich schwöre, ich hatte soetwas noch nie im Leben gesehen : Schaufenster voller Frauen, die Dich durch die Glasscheiben anlächelten, kaum bekleidet, Dich hereinwinkten, - und auf der gegenüberliegenden Seite dutzende Prostituierte, die auf einen Freier warteten, oder an die Fenster anhaltender Autos traten. Ich war wie erschlagen. Es war unglaublich. Damals, in den 70er-Jahren, in der verschlafenen Kleinstadt in der ich lebte und geboren war, im zutiefst provinziellen Vorarlberg, hat es so etwas nicht gegeben, ja, nicht im enferntesten Gespräch hatte ich jemals von so etwas gehört. Und jetzt war ich plötzlich mittendrin. Und nachdem wir die Straße überquert hatten, um uns die Prostituierten im Vorübergehen etwas genauer anzusehen, stand sie plötzlich vor mir und sagte : "My name is Marike, - do you want an intercourse ?"
Mich traf fast der Schlag, - auf so etwas war ich nicht vorbereitet, was soll man darauf sagen ?
Ich hatte keine Ahnung von "käuflicher Liebe", von diesem ganzen Milieu, von dieser Selbstverständlichkeit, wie diese junge Frau über solch intime Dinge sprach. Ich sah sie an wie eine seltene, exotisches Kreatur, stammelte ein paar unzusammenhängende Worte, und versuchte, mich von ihrem Anblick loszureissen. Diese Nachtstimmung, dieses seltsame Wesen, ihre ganze Erscheinung zogen mich magisch in einen Bann, der dem Erleben eines echten Rembrandt nahekam. Niemals werde ich die junge "Marike" vergessen, so wie sie vor mir stand, mit ihren feuerroten, kurzen Haaren, Ihrer originellen, auffallend bunten Kleidung, ihrer ernst-fröhlichen Ausstrahlung, und ihrem gutturalen, kehligen Timbre in der Stimme, die mir eine unvergessliche Nacht versprach.
Meine Freunde weckten mich auf, aus meiner Trance, zogen mich weg und weiter, und meinten, da gäbe es noch Schönere. Kurz darauf landeten wir in einer üppig besuchten Bar, fanden nach einer Weile einen Platz am Tresen, und sinnierten gemeinsam über das eben Erlebte.
Heute, 50 Jahre später, entstand aus dieser vagen Erinnerung heraus, die Zeichnung "Redhead", eine Hommage an "Marike", meine erste, bewußte Wahrnehmung einer "Dirne", die mich ansprach, um mich als ihren Freier zu verwöhnen. Nein, es ist nichts geworden aus dieser Liebesnacht, doch es blieb eine Erinnerung, der ich heute ein Gesicht verliehen habe, - und die ich euch nicht vorenthalten möchte.
In diesem Sinne, - meine liebe Freundin-, überlasse ich Dir meinen bild-gewordenen Blick auf diese flüchtige Begegnung, ein unscheinbares, aber unvergessliches Aufeinandertreffen zweier Geschöpfe, in einer lauen Sommernacht im fernen Amsterdeam, - vor langer, langer Zeit . . .
Dein Freund für immerdar, - Hugo, der Kritzler . . .

Brigitte Bardot

Hommage an "Brigitte Bardot" - (Watching TV) - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder


Meine liebe Freundin !
Unlängst schrieb ich Dir, dass ich seit dem Ausbruch dieses fürchterlichen Krieges vor den Toren Russlands, aufgehört habe mir irgendwelche Nachrichten der Mainstream-Medien anzusehen oder anzuhören. Dadurch hat mein Leben eine wundersame Wendung hin zu gesteigerter Lebensqualität genommen. Und in meinem Alter ist auch das Schwelgen in Erinnerungen bereits erlaubt.
Und als ich so in der Vergangenheit wühlte und mir die Frage stellte, wen ich von all den Ikonen ihrer Zeit wohl am meisten oder zumindest sehr geliebt habe, da fiel mir natürlich die unvergessliche "BB" - Brigitte Bardot - ein, die der ganzen Côte d’Azur zu ihrem Glanz verhalf, - und der damals berühmtesten Blondine der Welt zu ihrem unnachahmlichen Ruf als "sexiest woman alive"!

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Gesagt, getan, - Stifte zur Hand genommen und gezeichnet, bis die letzte Linie das Werk zur Vollendung brachte. Die Stunden des Schaffens vergingen wie im Flug und die Erinnerung an die Schönheit der jungen Brigitte Bardot ließ mich nicht eher ruhen, bis ich meine "Vision" der Angebeteten vollendet hatte.
Nun ist sie da, meine Zeichnung der Unvergleichlichen, hineingesetzt in ein fiktives, abstrakt-kubistisches Interieur, das es nie und nirgendwo jemals gegeben hat, das aber einen effektvollen Gegensatz zu den runden Formen der Dargestellten bildet. Hat es sich nicht gelohnt, den Fernseher für immer auszuschalten, und sich den wesentlichen Dingen der Kunst, der Liebe und den wirklichen Dingen des Lebens zuzuwenden ? Die Antwort findest Du hinter den tausenden Strichen und Farbtupfern des neugeschaffenen Werkes : Die Mühe hat sich gelohnt !
Man sollte die liebevolle Verehrung für die Bewunderte nicht erst am Grabe gestehen, sondern sich schon zu Lebzeiten davor verneigen, dass dieses sinnliche Wesen mich mit ihrer unnachahmlichen Natürlichkeit innert Sekunden betörte, erregte, sodass ich meine Augen nicht mehr von ihr abwenden konnte.
Warum fuhren wir damals alle an die "Côte", nach Nizza, Cannes und natürlich nach St.Tropez, - ja, sicher wegen der großen Maler, wegen Matisse, Picasso und all der anderen wichtigen Künstler, - aber natürlich auch wegen ihr, der "Königin der Blondinen", ihren Kurven, ihren Bikinis, ihrem "Dolce far niente", ihrer sinnlichen Ausstrahlung und ihrem bezaubernden, naiven Lächeln.
Es waren goldene Tage, dort an der süd-französischen Küste, ich traf zwar nicht "BB", dafür aber Annie-France, die blonde Tochter eines hohen französischen Beamten in Togo, die mir für Wochen ihre Gunst erwies, und die ich fast geheiratet hätte, wäre da nicht Maria-Luise gewesen, die zu Hause auf mich gewartet hat. Wie das Leben so spielt . . .
Nun, es war ein sinnvoll verbrachter 3-Königs-Tag (2023), die Zeichnung der Brigitte Bardot lief mir locker von der Hand und ist es wert, in meinem Tagebuch Erwähnung zu finden. Und natürlich auch hier in meinem Brief an Dich !
Wir sollten mal wieder hinfahren, wir beide, an die unvergleichliche Côte d’Azur, und dort unsere Geschichte zu Ende schreiben, unsere Gescichte über Freundschaft, Liebe, - und das Mysterium unserer Begegnung in der Weite eines unermesslichen Kosmos. - Dein ewiger Freund Hugo

Dreaming at home"

"Dreaming at home" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder
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2023

Liebe Freunde !
DANKE, Danke, danke . . . für all die vielen Weihnachts- und Neujahrs-Grüße !
Wie auf dem Foto zu sehen, erfreue ich mich nicht nur guter Gesundheit, sondern auch BESTER LAUNE ! Und wie ihr ebenfalls unschwer erkennen könnt, arbeite ich wie ein Wilder an meinen neuen Bildern, - mit meinem Lieblings-Thema : Junge hübsche MÄDELS, die nichts Anderes zu tun haben, als schön zu sein und sich gerade für die nächste PARTY zurechtmachen.

Ja, auch ich wünsche euch noch viele glückliche und gesunde Jahre ! Und mir selbst wünsche ich dasselbe, um meinem LEBENSWERK noch einige "inspirierende" Gemälde und Zeichnungen hinzuzufügen.
Schon zieht es mich wieder, obwohl NEUJAHR, an meine Staffelei, denn neue liebliche Bild-Ideen durchfluten schon wieder meine obsessive Maler-Seele.
Ich danke allen, die mich auf meinem Weg zu einem glücklichen Maler-Leben unterstützt haben, die meine Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen gekauft und gut bezahlt haben, - denn ohne diese Menschen hätte ich es wohl mit ARBEIT versuchen müssen.
Allen Freunden, Fans und Besuchern dieser Seite nochmals ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2023 !
Alles Liebe - euer Künstler - HUGO

Silvesterparty

"SILVESTERPARTY mit Silvia" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder
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TESS

Meine liebe Freundin !

Ja, ich war gestern gut drauf, - und die große Zeichnerei macht mir derzeit wirklich Spass.

Wenn ich noch etwas mehr Geduld hätte, könnte ich das alles noch viel besser machen, aber Du kennst das ja : nach ein paar Stunden will man ein Ergebnis haben und nicht noch tagelang weiterdoktern.

Ein kluger Künstler schrieb einmal : „Es ist der EKEL, der ein Kunstwerk beendet!“ – Irgendwann hat man genug und läßt es, wie es ist. Manchmal ist es auch gut so, es behält dadurch oft seine Frische und Spontaneität, - und wird nicht zu Tode gemalt.

Ich erinnere mich an eine große Ausstellung im Kunsthistorischen in Wien von Caspar David Friedrich : Ich ging mit wirklich großen Erwartungen hin und kam völlig desillusioniert wieder heraus ! Alles völlig totgemalt, perfekt, aber in der originalen Nahsicht völlig leblos und gekünstelt. Definitiv KEIN Rembrandt, - der Gottvater der Malerei.

Übrigens ist mir etwas UNFASSBARES passiert : Du kennst ja mein Bild „TESS“, inspiriert von Thomas Hardys Roman „Tess von d’Urbervilles“ und dem gleichnamigen Film von Roman Polansky. Das Bild findest Du hier.

Also meine „TESS“, eines meiner wirklichen Lieblingsbilder, malte und verkaufte ich 1992 an einen gewissen Dr.H., seines Zeichens Orthopäde, um sage und schreibe von damals 54.000 ATS, was damals SEHR viel Geld war : Mein großes 90m² Atelier in Wien kostete an monatlicher Miete damals 3.200 ATS, nur damit Du eine Vorstellung von den damaligen Größenverhältnissen hast. 

Aber weiter im Text,- also ich verkaufte dieses Bild zu meinem damaligen Höchstpreis, - Dr.H., der Arzt, war völlig verrückt danach, und zuckte wahrlich aus vor Entzücken.

Nun, am letzten Sonntag vormittag, vor 3 Tagen, so gegen 10 Uhr, läutet plötzlich mein Telefon und ein mir Unbekannter ruft an und sagt mir Folgendes : „Hallo, Herr Heikenwälder, ich bin ein Sammler Ihrer Werke, und ich habe auf einem Flohmarkt in Linz gerade um 400 € Ihr Bild „TESS“ gekauft ! Es ist in perfektem Zustand, hinten verschraubt, wie viele Ihrer Bilder, und auch der Rahmen ist völlig unbeschädigt. Ich kann mein Glück gar nicht fassen !“

Dann sprach ich noch etwas mit diesem Herrn S., wie er heißt, über die anderen Bilder, die er von mir hat, etc.

Ich war natürlich durch diesen Anruf völlig überrascht und irritiert, und konnte es nicht lassen, wie Du sicher verstehen kannst, und habe also gleich danach meinen ehemaligen Kurzzeit-Freund Dr.H. angerufen, weil ich ja auch nicht wußte, ob er nicht vielleicht gar gestorben ist. Aber nein, er war bester Gesundheit und ich frug ihn, wie es möglich sei, dass meine „TESS“ am Flohmarkt gelandet sei. Er erzählte mir dann etwas von der Trennung von seiner Frau, einer neuen Wohnung, und dass weder seine Frau noch seine Kinder mit dem „Bild“ etwas anfangen konnten, und dass ein Altwaren-Händler gekommen sei und ihm gesagt habe, das Bild sei völlig wertlos, aber er nähme den ganzen „Krempel“ mit und gut sei’s. Und er, „der H.“, wie man ihn nennt, sei natürlich enttäuscht, weil sich der Bildkauf nicht rentiert und seine preislichen Erwartungen nicht erfüllt habe. Punkt und Tschüss.

Na BUMM !

Ich war im ersten Moment natürlich völlig erschlagen über soviel Unsinn und Inkompetenz, - aber es war wie es war, und ich saß erstmal da und verstand die Welt nicht mehr.

Und da ich meine „TESS“ natürlich heiß liebe und sie eigentlich gerne wieder hätte, rief ich also Herrn S. an und sagte ihm : „Herr S., also meine „TESS“ finde ich wunderschön und ich hätte sie gerne zurück und ob er mir einen Preis nennen könnte, zu dem ich das Werk zurückkaufen könnte“.

Darauf sagte er gleich mal : „Naja, billig wird das nicht !“, worauf ich sagte : „Vielleicht das DOPPELTE, was Sie gezahlt haben, - also 800 € ?“

Worauf ich als Antwort bekam : „Nicht amal dran denken ! – Sagen Sie mir Ihr maximales Angebot.“

Spontan erwiderte ich dann : „Okay, - 5.000 €, das ist mein oberstes Limit !“

Und weißt Du, was er mir daraufhin antwortete ?

Er sagte wortwörtlich : „Unter 25.000 € fang ich gar nicht an darüber nachzudenken !“

Dann schwafelte er noch weiter und sagte in etwa, meine Bilder seien so toll und total außergewöhnlich, sie würden eines Tages sehr viel wert sein, und er werde alles seiner Tochter übergeben bevor er stürbe, und so weiter und so fort . . .

Ich war natürlich völlig erschlagen und hab mich dann schnell verabschiedet und aufgelegt.

Und ich bin auch heute noch völlig fertig.

Das kannst Du nicht erfinden . . .

Anyway, ich wollte Dir nur die ganze Geschichte erzählen, diese bizarren Mißverhältnisse, diese Ignoranz und Inkompetenz von Dr.H. und seinem Altwarenhändler, und von mir völlig unbekannten Leuten, die offensichtlich langsam auf mein Werk aufmerksam werden, und dieser unfassbaren Kluft, die zwischen diesen beiden Perspektiven liegt.

Also, meine liebe Freundin, Du siehst, die Welt ist unberechenbar und hat immer wieder ganz unglaubliche Stories auf Lager.

Ich erinnere mich auch an die frühen 90er Jahre, - ich hatte damals eine sehr attraktive rothaarige Geliebte, mit großen Brüsten, wahrlich ein echtes Weib, die eine echte malerische Begabung war, und sehr, sehr viel von mir lernte. Und tatsächlich malte sie ein tolles Tryptichon mit einem großen Mittelteil, Thema „ideale italienische Welt-Landschaft mit Figuren“, etwa 1,20 m breit, 1 m hoch, mit 2 schmalen Seitenteilen, das wir auf einer Kunstmesse in Linz präsentierten und für 50.000 ATS anboten. Die Vernissage mit ca. 35 Galerien war exzellent besucht und es gab im Laufe des Abends mehrere Anfragen und, BUMM, gegen Ende der Vernissage eine fixe Reservierung für das Tryptichon und Anzahlung von 5000 ATS, Rest am nächsten Tag, Samstag, in bar.

Wir waren natürlich alle in Hochstimmung, - A.,meine Malerin, hatte ihr Tryptichon verkauft und auch ich hatte am selben Abend ebenfalls noch 2 Bilder verkauft bzw. reserviert.

Am nächsten Tag, am Samstag passierten dann 2 völlig unterschiedliche Dinge :

Erstens kam die Käuferin des Tryptichons und brachte die restlichen 45.000 ATS. Wir baten sie, das 3-fach-Werk noch 1 Woche hängen zu lassen, weil wir natürlich dieses Riesen-Werk nicht adäquat durch etwas Anderes ersetzen konnten, was die Käuferin gerne erlaubte, und wir ihr sagten, sie könne das Werk am Sonntag darauf, um 18 Uhr abholen, wenn wir die Ausstellung beenden.

Das Tryptichon hing also gekennzeichnet mit einem roten Punkt in der Kunstmesse und wir saßen dort auf unseren Sesseln, fesch gekleidet, bester Laune und einer Flasche Sekt für uns oder etwaige weitere Interessenten. Kurz nach 10 Uhr vormittags kam dann ein sehr nobles Ehepaar, - und sie waren wie vom Blitz getroffen. Sie erzählten, sie hätten gestern Abend das Tryptichon gesehen, hätten dann die ganze Nacht diskutiert, hätten dann das Bargeld besorgt und seien jetzt eigentlich da, um das Werk von A. zu kaufen und gleich mitzunehmen ! Aber das DING war bereits verkauft ! Sie konnten es nicht fassen. Entäuscht zogen sie von dannen, - wir haben sie nie wieder gesehen. 

Tja, so ist das manchmal im Leben. Dumm gelaufen.

Die Geschichte ging aber noch weiter und wir kommen zu zweitens : Am nächsten Tag, am Sonntag, kam ein Mann zu unserem Messestand, sah sich das Tryptichon an, sah den roten Punkt, fragte, ob das Bild tatsächlich verkauft sei, und ob er den Preis erfahren könnte. Ich sagte, selbstverständlich, das Werk sei gleich am ersten Abend für 50.000 ATS verkauft worden und warte nur noch auf die Abholung. Darauf wandte er sich in einem Flüsterton an mich und sagte leise : „I sog Ihna wos : Ned 5 Schilling gabert I für so a Kitsch-Büd ! Ned 5 Schilling !“ – Exakt so war es, ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre. Nicht 5 Schilling !

Und was ist nun die Conclusio aus dieser Geschichte ?
Die Wahrheit ist : Ich weiß es nicht.

Keine Ahnung wie sich alles weiter entwickelt.

Noch vor ein paar Jahren war ich eher positiv, - inzwischen, bei der derzeitigen politischen Entwicklung, sehe ich eher schwarz. DEINE Einschätzung dazu würde mich natürlich auch interessieren . . .

Meine liebe Freundin, ich schreib Dir hier alles auf, so wirklichkeitsnah wie möglich, damit Du Dich auskennst, Teil hast an meinen Erlebnissen, meine Gedanken, Befürchtungen und Hoffnungen.

Was ich glaube ist, dass niemand meine Bilder einfach WEGSCHMEISSEN wird, also auf den MÜLL, (aber man weiß ja nie : Auch von Toulouse-Lautrec sind 87 Werke unwiederbringlich auf der Deponie gelandet !), aber im Normalfall gibt es im Laufe der Jahrzehnte einen Selektionsprozess, bei dem ich hoffe, dass er auf lange Sicht positiv für mein Gesamt-Werk ausgehen wird, denn, wie die Geschichte zeigt, gibt es „in the long run“ nur 2 Wege : Entweder ins Museum oder in die Entrümpelung (physische Vernichtung).

Natürlich hofft man als CREATOR auf Ersteres, aber was weiß man schon, - Maos KULTURREVOLUTION hat auch Milliarden-Werte vernichtet, teuerstes chinesisches Porzellan wurde tausendfach ZERSCHLAGEN, einfach so, weil politisch unerwünscht, für destruktiv, kapitalistisch und wertlos erklärt. Und wenn ich Klaus Schwab, Soros und Andere schwafeln höre vom „great Reset“ und „Sie werden NICHTS besitzen, aber glücklich sein !“, dann weiß ich nicht, ob mein Werk nicht eines Tages doch auch zur Gänze der politischen Säuberung zum Opfer fallen und untergehen wird.

Es sei wie es sei ! Wir wissen es nicht . . .

Wir werden es hoffentlich nicht mehr erleben, und ob wir im Jenseits dann davon etwas mitkriegen werden, - das wage ich doch schwer zu bezweifeln . . .

In diesem Sinne, meine liebe Weggefährtin, habe ich Dich auf den neuesten Stand der Dinge gebracht, und wäre dankbar über Deine Nachdenklichkeiten, die Dir in Bezug auf meine Ausführungen so durch den Kopf gehen – Dein ewiger Freund - Hugo von Kritzelflink

Salzburg

Citypic "SALZBURG" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Titel : "SALZBURG" - Hommage an diese schöne Stasdt.



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Obige SALZBURG-Zeichnung entstand im August 2022 aufgrund dessen, dass ich in meinem Bilder-Fundus untenstehendes SALZBURG-Aquarell fand, das ich vor 25 Jahren (1997) malte. Ich habe damals eine "antikisierende" Mal-Methode ausprobiert, und das Ergebnis fand ich damals wie heute sehr befriedigend.
Aber die Zeit vergeht, und die Leute wollen heute etwas "frischere Bilder", etwas heller und schärfer, damit sie besser zu den modernen Designer-Möbeln passen.
Mir persönlich fällt es schwer zu sagen, was "besser" ist, - es ist wohl wie immer eine Frage des Geschmacks.

Mädchen mit Schirm

Ich erinnere mich daran, als ob es gestern gewesen wäre.
Es war in Montreux in der Schweiz am Lac Léman so gegen 20 Uhr und es regnete in Strömen. Am Ortsende von Montreux, in Richtung Lausanne (25 km), sah ich sie : Sie war jung, hübsch, mit orangeroten Haaren, stand da im Regen und wollte mitgenommen werden. Natürlich blieb ich stehen, sie stieg ein in meinen R4, und schon waren wir unterwegs. Sie war ganz aufgelöst und erzählte mir, sie müsse ganz schnell und dringend zu ihrer Freundin (17 Jahre) nach Lausanne, denn diese sei vor wenigen Wochen auf einer Party gewesen, hätte rumgeknutscht und mehr, und seit einer halben Stunde wüßte sie, dass sie schwanger sei. Große Aufregung !
Also fuhr ich mit Fabienne, im Dauerregen zu Ihrer Freundin und als sie dann dort ausstieg, bat sie mich, doch mitzukommen, um gemeinsam ihre Freundin zu trösten, die in diesem Alter mit einem Baby völlig überfordert gewesen wäre, dazu noch von einem ihr bis dato unbekannten Erzeuger im etwa selben Alter, kurz vorm Abitur, - mit einem Wort : Großes Drama.
Also rein zu ihrer Freundin, die, allein zu Hause heulend in ihrem Zimmer saß, am ganzen Körper zitterte und sich dann sogleich in die Arme von Fabienne warf, um von ihr getröstet und beraten zu werden.
Nach einer Stunde hatte sich die junge Schwangere etwas beruhigt, und wir beschlossen in den Pub zu fahren, zu dem ich eigentlich unterwegs war, und das Schicksal zu begießen. Im Laufe des Abends kamen Fabienne, die Nicht-schwangere und ich uns näher und der herannahende Winter zwang uns dann, einander in den kalten Monaten aufzuwärmen, vorwiegend unter einer warmen Tuchent in ihrem Bett.
Nach 9 Monaten erblickte dann Jean-Michelle, der kleine Sohn ihrer Freundin das Licht der Welt. Man taufte ihn Jean nach seinem Gymnasiasten-Vater und Michelle nach der jungen Mama.
Am Ende des Schuljahres verließ ich Montreux und auch meine verliebte Fabienne fand sich bald einen Anderen.
Und die Zeichnung ist dem Augenblick gewidmet, als ich Fabienne im Scheinwerferlicht im strömenden Regen erblickte und unser gemeinsames Abenteuer begann. Es war eine schöne und unbeschwerte Zeit.
Man schrieb das Jahr 1973 und die Welt war noch in Ordnung.

GIRL with Gramophone

Eroticum "GIRL with Gramophone" - Zeichnung von Hugo Heikenwaelder

Meine liebe Freundin !

Titel : "GIRL with Gramophone"



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Am 13.Mai schriebst Du mir eine Email und betontest irgendwelche Aspekte der "erotischen Kunst aus weiblicher Sicht", die ich in mein Werk einfließen lassen müsse.
Daraufhin antwortete ich Dir damals ziemlich aufwändig Folgendes (gekürzt), ohne darauf bis heute eine Antwort zu bekommen :

Meine EMAIL vor 3 Monaten :

Leider, leider, meine liebe Freundin,, verstehe ich kein einziges Wort von dem, was Du mir gestern geschrieben hast : Wirklich GAR NICHTS !
Du schreibst in Deinen „Gedanken“ :
„Und wenn du weitere Erotica, die die Menschen packen, machen willst, dann mußt du aber unbedingt auch die weibliche Seite richtig darstellen. (Zugegeben ist das für einen Mann schwierig, weil er sich in den komischen dunklen Kontinent nicht wirklich eindenken kann...)“
Keine Ahnung, was Du damit meinst. Und dieses DU meint nicht Dich persönlich, sondern die FRAU an sich.
Da es bei uns beiden in hunderten Mails praktisch keinerlei Mißverständnisse gibt, so bitte ich Dich in Zusammenhang mit obigen Zeilen einfach um etwas KONKRETES.
„. . . die weibliche Seite richtig darstellen . . .“ – dazu fällt mir leider ÜBERHAUPT nichts ein, - WAS soll das sein ???
Ich fragte meine liebe Ehefrau, wie diese Sichtweise, die weibliche, in ihren Augen aussehen könnte, - und sie meinte : „Ein hübsches, angezogenes Mädchen liegt träumend und nichts-ahnend in einer Blumenwiese, - und wird aus der Ferne unbemerkt von einem attraktiven jungen Mann beobachtet.“
HÄ ? Klingt irgendwie nach sommerlichem Sonntags-Spaziergang mit Sonnenschirm und vielen Mohnblumen . . .
Aber vielleicht verstehst Du, dass ich, wenn meine Frau von Blumen-Paradiesen mit Mädchen-Staffage schwärmt, - (wohl ein nie befriedigter Prinzessinnen-Traum), - dass ich dann die KRISE kriege !
Und was aus Frauensicht erotisch sein soll : Keine Ahnung !
Mein zentrales Thema ist derzeit : „Schläfrige Schulmädchen beim Nichts-Tun“.
Nein, von Frauenkunst im Zusammenhang mir EROTICA habe ich keine Ahnung, und wenn Du es mir erklären willst, dann mußt Du schon KONKRET werden.
Denn meine Zeichen-Kunst ist sehr, sehr dinglich, und ich brauche auch eine absolut dingliche Anweisung, wenn ich die weibliche Sichtweise einnehmen soll.
Und um Dir das DINGLICHE in seiner brutalen Direktheit zu erklären, gebe ich Dir eine VORSCHAU auf mein nächstes Bild :
Es ist wie ein KOCHBUCH.
Man nehme : 1 Couch, 1 Beistell-Tischchen, 1 Fenster, 2 Vorhänge, 1 Türe, 1 Perserteppich, 1 Parkett-Boden, 1 Lampe, 1 Indoor-Säule, 1 Paar Schuhe, 1 Banane, 1 Grammophon, 1 Vase mit Blume, 4 Parfum-Fläschchen, - und in der Mitte des Ganzen dann das ultimative Lolita-Girl ! Und diese Ingredienzien sind in einer schlüssigen Komposition so anzuordnen, dass all das Beiwerk, das zentrale Thema des gelangweilten Girlys unterstützt, - denn Girly mit nichts drumherum ist nur luftleerer Raum.
Also ich bitte Dich : Schick mir ein "weibliches Rezept", - mein "männliches" kennst Du jetzt.
Titel des Werkes: "Schulmädchen mit Grammophon".
Wie ich jetzt in diese "Anordnung" etwas Feminines hineinbringen könnte ? Wie bereits gesagt : Keine Ahnung !
Du siehst, - ich bin wieder mal verloren, mache die Dinge, wie ich sie halt mache, - ohne viel nachzudenken, eher spontan und intuitiv gesteuert. Das Einzige, was ich weiß : Ich kann es gar nicht falsch machen. Mein unbewußtes Korrektiv, seit vielen Jahrzehnten trainiert, schlägt SOFORT Alarm, wenn irgendetwas "nicht stimmt". Man kann es Talent nennen, oder Begabung, oder Gnade, - es ist auf jeden Fall mehr als nur ERFAHRUNG, - und mit ÜBUNG hat es schon gar nichts zu tun.
Ich kenne keine weiblichen Ingredienzien ! Vielleicht mehr SCHUHE ? Oder mehr VASEN mit BLUMENSTRÄUßEN ? Oder doch eine KAVALIER mit HANDKUSS ?
Bitte sag mir, was Sache ist, sonst kann ich nicht weiter vordringen in Deinen von Dir erwähnten "dunklen Kontinent".
Sorry, liebste Freundin, - glaubst Du tatsächlich, dass es dieses "weibliche Afrika" wirklich gibt ? Ich glaube, es ist eher eine Einbildung.
Bussi - Hugo
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Meine liebe Freundin, nein ich entlasse Dich nicht aus der nicht-gegebenen Antwort, was Deine Ansage über "erotische Kunst aus weiblicher Sicht" betrifft, und heute schon GAR NICHT, (TATÜ-TATA), denn ich habe endlich NACH 3 MONATEN, das "GIRL with Gramophone" vollendet, das ich Dir damals, samt "REZEPT" angekündigt habe.
Meine INGREDIENZIEN habe ich Dir geschrieben, auf die DEINEN warte ich seit 3 Monaten !
(Noch heute weiß ich, wie man einen perfekten SALAT macht, damals, nach Deinem REZEPT ).
Meine teuerste Freundin, Du weißt, ich schätze Dich sehr, aber ich muss Dich, (schon der Unterhaltung wegen), etwas in die Enge treiben, und darauf bestehen, dass Du mir Deinen mysteriösen Erotik-Kontinent der Frau dinglich erklärst, (so wie den SALAT !), also nichts Theoretisches, sondern was Konkretes, welche Gegenstände, welcher Blickwinkel, etc.
Du weißt ja, unterschiedliche Standpunkte beleben das Gespräch, - und ich will's nun mal wissen, - und so genau wie möglich.
Also, meine liebe Freundin, hier geht's zu meinem neuen WERK : (Unerträglich viel Arbeit)
Zuerst 1 Monat herumgewerkt, dann 2 Monate pausiert, und jetzt diese Woche finalisiert.

Zum BILD "GIRL with Gramophone"
"GIRL with Gramophone"
Zum ALBUM „Erotica“
EROTICA-Album

Die Datei ist sehr groß, 46 MB (für den Druck, 60 cm x 50 cm), und es dauert etwas, bis das Google-Album das Bild hochlädt und scharf stellt. Um die Details zu sehen, mußt Du am Mouserad drehen zum Rein-Zoomen.

Mit der Komposition bin ich total happy : Im Vordergrund die runden weiblichen Formen (Beistell-Tischchen, Stehlampe, Couch, Grammophon), im Hintergrund das Eckige (Fenster, rote Tür, Wände), alles sehr ausgewogen, und von den Formen, Größen und Abständen stimmig.
Das Atmosphärische kommt einerseits natürlich durch das fein abgestufte Kolorit mit seinen bewußten Dissonanzen, (rosa, pink, violett, grün, rot, gold-gelb, orange > Haare, und die Unschuld wieder mal in weiß), andererseits all die Gegenstände, die ein bestimmtes Gefühl evozieren, frei nachempfunden von Proust's "Im Schatten junger Mädchenblüte", dem jugendlichen "dolce far niente", die nicht endende Ferienstimmung sommerlicher Nachmittage (Le Bleu du Ciel), - mit den ersten erotisch-sinnlichen Erfahrungen eines weiblichen Teenagers.
Und natürlich auch die Katze, - als Markenzeichen und Symbol der Privatheit.
(Darüber zu schreiben, entzückt mich, aber es zu malen, treibt mich zur Ekstase !)
Anyway, es ist vollbracht, ich bin glücklich, ist es doch die Inkarnaion meines Lieblings-Themas :
„Schläfrige Schulmädchen beim Nichts-Tun“.
Du bist die Allererste, die es sieht, und ich hoffe, ich kann Deinen Ansprüchen gerecht werden.
In diesem Sinne, - in ewiger ästhetischer Zuneigung, - Dein Künstler - Hugo Josef Pinselflink